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Bevölkerung

In Myanmar gibt es viele verschiedene ethnische Gruppen. Die prozentuale Aufteilung sieht wie folgt aus: Birmanen 68%, Shan 9%, Karen 7%, Rakhine 4%, Chin 3%, Mon 2%, Inder 2%, andere 5 % (Kachin, Kaya, Chinesen, Wa, Naga, Lahu, Lisu, Akha). Diese Vielfalt ist auch Ursache für Spannungen und Auseinandersetzungen während der letzen Jahrzehnte. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes hat darunter sehr gelitten. Die Minderheiten im Land haben eigene "Staaten" in den Bergregionen gebildet, während die Birmanen überwiegend das Ayeyarwady-Stromgebiet bewohnen.
 
Vollansicht - klicken Rund 75 % der Bevölkerung lebt auf dem Lande in den Ebenen von Mittel- und Niedermyanmar. Das Leben und die Arbeit ist, ein Wechsel zwischen Zeiten mit schwerer körperlicher Arbeit und Perioden der Muße und Entspannung.
Der Buddhismus prägt den Alltag und die tiefe Verbundenheit mit der Religion spürt jeder, der durch das Land reist. Das Land ist übersät mit Pagoden und Klöstern. 87 % der Menschen sind Buddhisten. Die anderen Religionen sind etwa so verteilt: Islam (4%), Christen (4%), Baptisten (4%), und Hinduismus (1%). Hinzu kommen die animistischen Stammesreligionen der Bergvölker. Spirituelle Kräfte lernen Sie in diesem Land bestimmt kennen ... Vollansicht - klicken
 

Leckerbissen in Myanmar

Wer in Myanmar auf Besuch ist, darf sich auf wahre Geschmacksexplosionen freuen, denn die burmesische Küche ist nicht nur vielseitig, sondern auch richtig schmackhaft. Einflüsse aus den Nachbarländern lassen sich dabei oftmals feststellen und so finden wir gewisse Gerichte wieder, die der eine oder andere aus Thailand, Indien oder China in ähnlicher Form kennt. Wer Currys, leckere Gewürze und scharfe Speisen liebt, wird in Myanmar reichlich zu schlemmen haben!


Bildquelle: Lucy Ken - pixabay

Gewürze und Fischsauce

Wie auch in Thailand und Indien werden in Myanmar viele leckere Currys und Eintöpfe gekocht, die für ihre starke Würze bekannt sind. In den meisten asiatischen Ländern wird wenig gesalzen und stattdessen mit Alternativen wie Soja- oder Fischsauce gekocht. Dies ist auch in Myanmar nicht anders, denn hier steht die würzige Fischpaste in jeder Küche. Sie macht den salzig, fischigen Geschmack aus, der zwar nicht dominant ist, jedoch fast überall herausgeschmeckt werden kann. Dazu kommen andere Geschmäcker aus Gewürzen, die vorwiegend Scharf sind. Chili ist dabei natürlich sehr wichtig, denn die Schärfe darf auf keinen Fall fehlen. Aber auch Kurkuma, Knoblauch und Ingwer werden gerne in die Speisen eingekocht oder in Pulverform hinzugefügt. Die Schärfe hilft dabei, die Gerichte länger haltbar zu machen und hat viele gesundheitliche Vorteile. Ingwer zählt sogar als absolutes Superfood und wird mittlerweile auch in Deutschland fleißig verwendet – hier jedoch eher in Säften und grünen Smoothies, die am Morgen Energie liefern und dabei helfen sollen, sich in der Arbeit, auf der Uni oder bei Tests und Wettkämpfen besser konzentrieren zu können. Ein weiterer Geschmack, den man in Myanmar oftmals entdecken kann: Erdnussöl. Anders als typische Pflanzenöle hat dieses Nussöl einen starken Eigengeschmack und macht verleiht Gerichten damit eine besondere Kernigkeit.

Reis in allen Formen

Wie zu erwarten werden Currys und andere Gerichte mit einer Portion Reis serviert. Dies kann entweder ein ganz klassischer, weißer Reis sein oder auch in Form von Reisnudeln aufgetischt werden. Diese sind ebenfalls klebrig und können daher problemlos mit Stäbchen gegessen werden. Normaler Reis wird hingegen immer noch mit der Hand gegessen und einfach zwischen den Fingern mit Saucen und Currys vermengt. Um Touristen das Essen zu erleichtern, stehen mittlerweile fast überall Löffel und Gabeln zur Verfügung, wer sich jedoch ganz traditionell verköstigen möchte, versucht es einfach einmal mit den Händen – es schmeckt überraschend lecker! Nur Suppen werden mit Stäbchen gegessen, was auf den chinesischen Einfluss zurückzuführen ist, denn hier kommen die leckeren Reisnudeln her. Auch Sticky Rice, den viele besonders aus Thailand kennen, isst man in Myanmar sehr gerne. Dies kann entweder als pikante Beilage sein, aber auch in süßer Form als Dessert mit Früchten.

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Bildquelle: Mae Mu - Unsplash

Der leckere Nachtisch

Hat man ein scharfes Curry mit Reis verdrückt, geht es direkt weiter zum süßen Nachtisch. Viele Burmesen wählen dabei eine simple Alternative zum Dessert: Den Milchtee, der trotz warmem Klima zu allen Jahreszeiten gerne heiß getrunken wird. Dieser wird aus einfachen Schwarz- oder Chaitee gebrüht und mit Zucker und Milch abgeschmeckt. Wer keine starke Süße gewohnt ist, wird bei der Menge an Zucker, die Burmesen in ihren Tee einrühren, vielleicht erst einmal überrascht sein. Hier ist das Motto auf jeden Fall zu viel ist besser als zu wenig. Wer dem nicht zustimmt, kann sich den Zucker extra servieren lassen. Möchte man statt einer Tasse Tee lieber ein echtes Dessert kosten, dann ist eine Schüssel mit Phaluda (oder auch Falooda) vielleicht genau das Richtige. Dieses Gericht stammt ursprünglich aus Indien, ist aber mittlerweile auch in Myanmar heimisch – und sehr beliebt! Phaluda ist ein kaltes Milchdessert, das an eine Art Eiscreme erinnert. Es besteht hauptsächlich aus Milch und Basilikumsamen, die genauso wie Chiasamen in Flüssigkeit eingerührt zu einem Pudding gelieren. Dazu wird Rosensirup hinzugefügt, der das Dessert süßt und Vanilleeis oder Kondensmilch hinzugefügt. Mindestens einmal sollte man diese Delikatesse probiert haben.

Die Küche Myanmars bietet viele unterschiedliche Geschmäcker und spielt mit zahlreichen Einflüssen anderer asiatischer Länder. Scharfe Currys, Reis in verschiedensten Formen und süße Nachtische stehen dabei ganz oben. Dazu kommt die typische Würze von Fischpaste und Erdnussöl, die sich durch viele verschiedene Gerichte zieht. Wir sagen Mahlzeit!

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