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Golden Rock (Gelesen: 12670 mal)
WanTi
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Beiträge: 42
02.01.11 um 05:49:48
 
Anreise von Yangon nach Kyaikto mit dem Zug war super, 9 $ upper class. Mehr Beinfreiheit als im ICE. 06:30 ab Yangon, an Kyaikto 11:45, fast puenktlich.
Transport nach Kinpun ,etwa 10km im offenen Bus, 1000 Kyatt.
Kinpun, das Basislager, ein uebervoller Rummelplatz. Mehrere 1000 Einheimische pilgern von dort taeglich zum Golden Rock, entweder zu Fuss, 6 Stunden min, oder mit uebervollem LKW (wie auch ich) in die Berge. Zum Schluss 45 Minuten Fussweg zum Felsen. Eintritt fuer Burmesen frei, Fremde zahlen 6$ plus 2$ Fotofrafiergenehmigung.
Passdaten werden am Gipfel gleich in den Laptop der Polizei eingegeben, viele Walki-Talki Leute auch hier, alles unter Kontrolle.
Der gesamte Gipfelbereich ist ein riesiges Menschenchaos, Tausende von Pilgern.
Ich habe weniger als 5 westliche Touristen im Gipfelbereich gesehen.
Mein Fazit: Golden Rock wuerde ich mir nicht wieder antun.

Gruss aus Mandalay von WanTi
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Axolottl
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Beiträge: 4
Antwort #1 - 13.01.11 um 18:21:33
 
Herzlichen Dank für den Bericht.Bin sehr erleichtert,da wir auf unserer
Reise im Feber den Golden Rock nicht im Programm haben.Hatte schon geglaubt,dass wir einen Höhepunkt versäumen.
LG Axolottl
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sylvia_b
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Beiträge: 40
Antwort #2 - 14.01.11 um 08:42:50
 
Aus meiner Sicht versäumt man einen Höhepunkt!
Die Stimmung abends oder am frühen Morgen ist einfach unbeschreiblich schön. Schon zweimal dort gewesen und würde ich auch jederzeit wieder machen (auch wenn der Weg auf den Berg anstrengend ist).

Ich weiss ehrlich gesagt auch nicht, was der Threaderöffner mit Sätzen wie "viele Walki-Talki Leute auch hier, alles unter Kontrolle" eigentlich aussagen will. Ebenso sind "übervolle LKWs" nichts Neues, das war dort schon immer so (und das steht auch in jedem Reiseführer). Natürlich entspricht das nicht deutschen Sicherheitsvorschriften, aber wer auf sowas akribisch Wert legt, sollte vielleicht besser gleich in Europa bleiben.

Sylvia
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Soulskier76
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Beiträge: 513
Antwort #3 - 14.01.11 um 13:37:29
 
Golden Rock ist definitiv ein Highlight, welches ich nie missen möchte in Burma. Aber scheinbar sind dem Thread-Eröffner Plätze und Sehenswürdigkeiten mit weniger als 5 Touristen nicht geheuer  Zwinkernd
« Zuletzt geändert: 14.01.11 um 15:06:48 von Soulskier76 »
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mingalaba2006
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Antwort #4 - 14.01.11 um 14:41:15
 
Ich persönlich empfand den Aufenthalt und die Übernachtung am  Golden Rock als eines meiner absoluten Highlights diverser Burmareisen. Insbesondere die Stimmung am späten Abend bzw. am frühen Morgen war einfach unbeschreiblich.
Mingalaba
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hedwig
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Beiträge: 19
Antwort #5 - 14.01.11 um 15:15:30
 
ich moechte mich hier ausdruecklich anschliessen;
hab wohl aehnlich wie der eine oder andere ,die erstgenannte meinung gar nicht fuer ernst genommen,da sich nun aber manche von einem besuch des golden rock davon abhalten lassen wollen,ist es schon wert nochmal darauf hinzuweisen,dass man unbedingt dort hin sollte..
zugegebenermassen muss man offen sein fuer die besondere atmosphaere dort ,aber das es auch eine art "non-responder" fuer die einzigartige stimmung an diesem ort gibt  ueberrascht mich.
fazit:wenigstens einmal den golden rock besuchen
hedwig
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WanTi
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Beiträge: 42
Antwort #6 - 15.01.11 um 11:59:16
 
Ich nehme gern noch mal Stellung dazu:

Als ich dort oben war, tummelten sich dort mehrere Tausend Menschen.
Ein grosser Teil des Plateaus war von dort uebernachtenden Burmesen blockiert und somit nicht begehbar. Der Guesthouse-Besitzer unten in Kinpun sprach von weit mehr als 10.000 Besuchern taeglich.
Auch am spaeten Nachmittag konnte ich dort oben nichts stimmungsvolles feststellen, ausser riesigen Menschenmassen.

Zudem stoerte mich, dass ich sogar hier meinen Pass vorlegen musste, alle Daten wie Visum-Nr., Einreise-Datum etc. wurden gleich in einen Laptop eingegeben. Mit "Walkie-Talkie Leuten" meinen die Einheimischen die Mitarbeiter der Zivil-Polizei, die dort oben zuhauf ganz unauffaellig herumstanden.
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sylvia_b
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Beiträge: 40
Antwort #7 - 15.01.11 um 15:56:10
 
Wenn ich lese "der Guesthousebesitzer unten in Kinpun" dann ist schon mal klar, dass Du das Ganze auch falsch angegangen bist. Wenn Du von der Stimmung am Abend und am frühen Morgen was mitkriegen willst, musst Du zwingend oben übernachten. Außerdem scheinst Du Dich auch nur auf die Plattform konzentriert zu haben - weiterer Fehler. Da gibt es weitaus mehr zu sehen.

Sylvia
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besserwisser
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Beiträge: 146
Antwort #8 - 30.01.11 um 13:24:11
 
Ich war wohl nicht bei Vollmond da, da hielt sich auch der Ansturm der Einheimischen in Grenzen. Verliebte sind wohl auf besondere Stimmungen ansprechbarer als nüchterne Technokraten. So gehen dann die Meinungen zum Golden Rock weit auseinander. Ich hasse grosse Städte und da fahre ich lieber um Golden Rock statt 3 Tage in Yangon auszuharren. Bei knapp bemessener Zeit würde ich ihn aber auslassen.
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ulli
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Beiträge: 197
Antwort #9 - 31.01.11 um 20:32:41
 
@Hedwig und Besserwisser.
War dort, bin aber wohl auch ein 'non-responder'. Wenn man dort war ist es schön, aber es ist auch meines Erachtens kein absolutes 'must'.
Die Umgebung ist schön, die Fahrt und der Aufstieg von Kinpun sind schön, aber es gibt viele vergleichbar schöne (oder schönere) Plätze in Myanmar, die zudem nicht so überlaufen (und preiswerter) sind.
Es liegt meines Erachtens daran, dass es in jedem Reiseführer (unverdienter Weise) ziemlich weit oben steht und sich gut in die Standartroute einfügen lässt.
Gruß
Ulli
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ib
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Antwort #10 - 13.02.11 um 12:29:37
 
WanTi schrieb am 15.01.11 um 11:59:16:
Ich nehme gern noch mal Stellung dazu:

Als ich dort oben war, tummelten sich dort mehrere Tausend Menschen.
Ein grosser Teil des Plateaus war von dort uebernachtenden Burmesen blockiert und somit nicht begehbar. Der Guesthouse-Besitzer unten in Kinpun sprach von weit mehr als 10.000 Besuchern taeglich.
Auch am spaeten Nachmittag konnte ich dort oben nichts stimmungsvolles feststellen, ausser riesigen Menschenmassen.

Zudem stoerte mich, dass ich sogar hier meinen Pass vorlegen musste, alle Daten wie Visum-Nr., Einreise-Datum etc. wurden gleich in einen Laptop eingegeben. Mit "Walkie-Talkie Leuten" meinen die Einheimischen die Mitarbeiter der Zivil-Polizei, die dort oben zuhauf ganz unauffaellig herumstanden.

Tja, ja, immer diese "Einheimischen" - vielleicht überlegst du dir mal, dass es das Land der Burmesen ist und nicht der Touristen. Einfach zu Hause bleiben.
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WanTi
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Beiträge: 42
Antwort #11 - 02.03.11 um 18:31:00
 
@ib:
Deinen Einwand mit dem "Zu Hause bleiben" verstehe ich leider nicht.

Ich habe in den letzten 17 Jahren 26 teils sehr lange Reisen durch Südostasien gemacht, bin gerade von einer 3monatigen Rucksacktour zurück, und ich bin demzufolge der Ansicht, dass ich auch mal an etwas Kritik üben darf, was mir wenig oder gar nicht gefallen hat, und einer dieser Plätze (fast der Einzige) war nun mal der Golden Rock.

Meines Erachtens muss man im Urlaub nicht alles supertoll finden, nur weil man Geld dafür bezahlt hat.

Aber eine Bitte an alle Golden Rock Erfahrenen: Ich werde im Dezember in Mawlamine sein, also nicht weit vom Golden Rock entfernt. Macht mir doch bitte mal Vorschläge, wie ich dann ggf. eine Tour nach dorthin durchführen sollte, die weniger unschön ist, als mein Ausflug im vergangenen Dezember.

Es grüßt WanTi, der bereits Tour Nr. 27 (incl. Myanmar) plant
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Davidlu
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Antwort #12 - 03.03.12 um 16:59:52
 
ib schrieb am 13.02.11 um 12:29:37:
Tja, ja, immer diese "Einheimischen" - vielleicht überlegst du dir mal, dass es das Land der Burmesen ist und nicht der Touristen. Einfach zu Hause bleiben.


Ich denke WanTi hat das nicht so gemeint  Augenrollen Ich hatte eine ähnliche
Situation in Indonesien. Jeden Sonntag unpassierbare indonesische Menschenmasse vor einer Vulkanlandschaft. Würde ich heute wieder dorthin gehen, dann nicht an einem Sonntag -> Das heisst aber nicht dass ich mich im Land der Indonesier darüber aufregen würde.
Zum Golden Rock: Ich würde es auf jedenfall versuchen, man muss halt nur ein bisschen Zeit mit sich nehmen.



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Meo
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Antwort #13 - 12.08.12 um 09:57:30
 
Ich denke, ein Großteil der Enttäuschung liegt daran, dass man sich vorher falsche Vorstellungen gemacht hat (so wie wir ursprünglich auch). Das ist verständlich, denn auf Fotos sieht man den Felsen immer allein, ohne Menschenmassen. Jeder versucht doch, auf seinem Foto diese Massen auszublenden. Die Fotos von der wuselnden riesigen Plattform sieht man eher nicht. Dadurch denkt man aber, es gäbe die Möglichkeit, allein mit dem Felsen magische Momente zu erleben. Da kann man vor Ort dann nur "ent"-täuscht werden. Wenn man im Reiseführer aber genau hinguckt und liest, dass täglich bis zu 10000 Menschen den Felsen besuchen, müsste man eigentlich ahnen, dass es wohl anders ist...
Wir waren oben auch zuerst auch verblüfft und erschrocken. Dann haben wir aber verstanden, dass dies ein großes Familien-Event ist mit Pilgeranteil ist und haben die erstaunliche Atmosphäre genossen. Den magischen Moment erleben die Myanmarer vermutlich in sich selbst, wenn sie sich am Felsen ins Gebet vertiefen. Auch sonst geht es in buddhisten Tempel doch ganz anders zu als in unseren Kirchen, tobende Kinder und tönende Lautsprecheransagen und - musik stören niemanden.
Wir haben den Felsen ans Ende unserer diesjährigen Runde in den Süden gelegt, sozusagen als "Knallbonbon" und Gegenpol. Wichtig ist, dass man unbedingt oben übernachtet, direkt beim Felsen (d.h. Mountain Top Hotel), damit man am Abend und zum Sonnenaufgang am Felsen sein kann. An magischen Momenten hat es uns trotz der Menschenmassen dadurch nicht gemangelt.
Die Organisation des Lastwagentransports in Kinpun fanden wir lautstärkemäßig nervtötend (ohrenbetäubende Lautsprecherdurchsagen ab Sonnenaufgang!), aber angesichts der Massen hocheffizient geregelt, die Fahrt selbst - eng gequetscht auf schmaler Planke im Höllentempo um die Serpentinen in wunderschöner Landschaft - war für uns ein großer Spaß.
Wir haben uns sogar die Zeit für zwei Übernachtungen in Kinpun genommen, um das Treiben und die Organisation des Ganzen in Ruhe zu beobachten.
Fazit für uns: Ein Highlight der überraschenden Art, das wir auf keinen Fall missen möchten!

W
Marlies
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Meo
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Antwort #14 - 12.08.12 um 11:16:21
 
Kleiner Nachtrag:
Zur Erhellung und Ergänzung, besser noch zur Vorbereitung, empfehle ich das Buch "Pilgerreise in Myanmar" von Ma Thanegi, in dem sie humorvoll über ihre Pilgerreise mit einer Frauengruppe erzählt.
Auch darin wird deutlich, dass eine Pilgerfahrt für die Einheimischen noch ganz andere Aspekte hat als die magische Versenkung.
Wenn man sich in Kinpun umsieht, staunt man über die vielen Pistolen, Schwerter, Maschinengewehre aus Bambus in den Andenkenbuden. Fast jede Pilgerfamilie zog schwerbepackt mit etlichen Waffen als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen ab.
Alles sehr magisch.... Zwinkernd
Marlies
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