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Reisebericht Burma von Ost nach West (Gelesen: 4426 mal)
bernie
Gast
20.03.04 um 13:06:44
 
Hallo, ich bin im November und Dezember in Burma unterwegs gewesen. Die Einreise überland in Tachilek ist jetzt möglich. Von KyaingTong musste ich aber leider weiter fliegen. Ich habe das Land ganz von Ost nach West durchquert, grösstenteils mit Pickups. Meinen ausführlichen Reisebericht und viele Fotos gibts hier:

http://www.asiaphoto.de
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helmishali
Member***
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Beiträge: 296
Antwort #1 - 21.03.04 um 06:33:52
 
hallo bernie !
Interessanter,netter Bericht, für alle jene,die gerne  „Substandard“  reisen wollen aber dies mit Digitalkamera  – alternativ ist das wahre Abenteuer nur noch zu Fuß, mit dem Ochsenkarren oder mit dem Fahrrad ohne Gangschaltung zu finden (die Briten waren allerdings schon sehr lange vor uns im Land ) – man erfährt auch, was es jeden Tag für ein Menü mit Bier und Rum gibt – wie man mind. 50% weniger für die Übernachtung zahlt als die meisten anderen Reisenden – die Not zur Tugend macht, wenn wirklich sehenswerte Besichtigungen (z.B.Kakku),da teuer , negiert werden  - es stellt sich auch die Frage, soll ich um umgerechnet 10 Cent noch handeln ? – die „Regierungsjungs“ trickse ich als Europäer sowieso aus , wenn auch der handelnde Burmese vielleicht danach Schwierigkeiten bekommt ?

Was wohl die Burmesen zu diesem Bericht sagen würden, da diese sicherlich eine andere Vorstellung vom ausländischen Reisenden haben (siehe auch Anmerkungen im Forum ) ?

Lg
helmi
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StefanR
Gast
Antwort #2 - 21.03.04 um 13:48:13
 
Hallo Helmi,

Bernie hat doch keine Anleitung zum Ausbeuten von Burmesen, oder zum Überlebenskampf mit 20 Cent am Tag geschrieben.
Er hat seine Reiseeindrücke und Erfahrungen geschildert. Er reist so, wie es seiner Interessenlage entspricht. Wenn man dies dann noch so tut, dass man niemandem sonst schadet, muss man sich dafür bestimmt nicht entschuldigen.
Wenn Du eben andere Interesssen hast, Helmi, ist das Deine Sache.
So... das musste ich jetzt mal kurz loswerden Zwinkernd

Ich finde Bernies Berichte von einzigartiger Qualität - sowohl was die detaillierte Beschreibung angeht, als auch die hervorragenden Fotos, die um Welten besser sind, als die meisten Touristenschnappschüsse.

Dazu ist Bernie auch noch ein netter hilfsbereiter Mensch - wovon ich auch schonmal profitieren konnte, als ich mir seine Thai-SIMcard ausleihen durfte.

Ich kann die Bernies Seite nur empfehlen! Zunge

Viele Grüsse aus dem Saarland
Stefan
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bernie
Gast
Antwort #3 - 21.03.04 um 15:44:20
 
Hallo,

ich frage mich, wie wohl dein reisebericht aussehen würde (ich gehe mal davon aus, dass du schon mal dort warst). "Substandard" ist völliger Quatsch. Und wer definiert hier überhaupt, was Standard ist, du vielleicht?? Es ist sicher richtig, dass ich low budget reise, zumindest wenn es darum geht, der Militärjunta nicht zuviel Geld zukommen zu lassen.

Da die meisten anderen Reisenden leider überwiegend deutsche Pauschaltouristen sind die in $$$ Hotels absteigen und sich mit klimatisierten Bussen durch die Gegend karren lassen, gebe ich meist sogar weniger als 20% für Übernachtung aus, stell dir vor.

Falls es dich beruhigt, in den gesamten 4 Wochen habe ich sicher weniger als 2 Liter Bier getrunken. Aber das gehört hier eigentlich nicht hin, denn das ist ein Reiseforum. Darum spare ich mir jetzt Kommentare zu deinen übrigen Bemerkungen.

Da du offensichtlich ein Problem mit meinem Reisebericht hast, empfehle ich, meine Seite in Zukunft einfach zu meiden  Zwinkernd

Gruss, Bernie
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vorort
Member***
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Beiträge: 392
Antwort #4 - 21.03.04 um 18:06:52
 
hallo Bernie, helmi und stefanR,

leute, leute, warum muss man sich denn glkeich so angiften? ist kritik nicht mehr gesellschaftsfaehig oder geduldet heutzutage in unserer gesellschaft? Oder ist meine meinung immer die einzig wahre? wie sollen wir denn den burmesen einen positiven eindruck von demokratie vermitteln, wenn wir selbst nicht bereit sind diese zu leben?

Bernie, sehr, sehr viele informationen in deinem ausfuehrlichen bericht vermitteln wahrlich einen exakten eindruck von der hiesigen buerokratie. dabei sollte man nur eines bedenken: dieses land ist seit 1962 eine militaerdiktatur und von 62 bis 88 noch ein sozialistisches experiment obendrein. das tuepfelchen auf dem i ist dann die tatsache, dass viele der heute in fuehrungspositionen sitzenden in der hemaligen ddr ausgebildet wurden. es gibt weit mehr als 1000 burmsesen die noch immer gut deutsch sprechen. der stasi war auch ausbildungsmaessig hier taetig, aber das nur nebenbei.

das problem hier ist, dass keiner fuer irgendetwas verantwortung uebernehmen will. solange nicht explizite orders vorliegen, entscheidet man besser nichts, sondern legts dem vorgesetzten vor. das spielchen duerfte selbst in europa bekannt sein.

eine eigenart der burmesen wird auch im forum selten beruecksichtigt: sie wissen sehr wohl, dass in ihrem land sehr sehr viel "verbesserungs"-beduerftig ist, aber sie wollen es nicht platt ins gesicht gesagt bekommen. irgendwie verstehe ich das sogar und versuche ruecksicht darauf zu nehmen.

bernie, abwertende kraftausdruecke sind in reiseberichten nicht sehr gekonnt. beim fotografieren zeigst du wesentlich mehr feingefuehl. deine bilder sind echt spitze und ich beneide dich darum, weil ich das nicht kann oder nicht das auge dafuer habe.

ich denke wir sollten uns im forum gegenseitig respektieren, es soll in einer demokratie so etwas wie meinungsfreiheit geben.

gruss
vorort
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StefanR
Gast
Antwort #5 - 21.03.04 um 18:33:55
 
Vorort,

ich sehe das genauso wie Du.

Ein Forum sollte vielfältig sein und Informationsaustausch aus unterschiedlichen Blickwinkeln bieten.

Ich respektiere auch Helmis Sichtweise der Dinge in Burma und freue mich auch immer über Deine "Vorort-Informationen", Vorort.  Zwinkernd

Nun hat Bernie ja einen Reisebericht in Tagebuchform geschrieben, der eine sehr subjektive und intime Angelegenheit ist. Da sollte Kritik - falls überhaupt - wirklich nur in sehr vorsichtiger Form geübt werden, da sie ja automatisch sehr persönlich wird.

Ich bin Helmi deswegen nicht feindlich gesonnen, sondern wollte die Kritik nur als etwas unpassend relativieren.

Trotzdem natürlich: Peace! Smiley

Viele Grüsse
Stefan
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helmishali
Member***
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Beiträge: 296
Antwort #6 - 21.03.04 um 19:09:29
 
Hallo Stefan ,

- „Suum quuque“ (lat.) galt schon im alten Rom – auf gut Deutsch „Jedem das Seine“ – daher stimme ich Deinem ersten Absatz völlig zu -                                     
- die Qualität des Berichts und die der Fotos - als Tagebuchaufzeichnungen -  hat niemand in Zweifel gestellt  (für die Foto-Motive bedarf es in diesem Land keinerlei Anstrengung – es  ist nur die technische Qualität ausschlaggebend, was wiederum für eine  I-net-Publikation  auch zweitrangig ist) 
- die menschliche Qualität des Autors ist nie berührt worden

Nur eines erlaube ich mir schon zu bemerken : Wer sich selbst in die Auslage stellt, sollte auch mit anderen Meinungen zurecht kommen !
Aufgrund des Inhalts der eingegangenen Stellungnahmen, dürfte ich - sollte man meine vielleicht zu kurz geratenen Statements richtig interpretieren können -  den Nagel doch ein bisschen am Kopf erwischt haben !
Ein Forum sollte , wie der Name schon sagt, auch der Diskussion und dem Meinungsaustausch dienen, oder liege ich hier falsch ?  Sollten hier nur einseitige oder gefällige Meinungen erwünscht sein, dann bedauere ich meine Bemerkungen !

Lg
helmi

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helmishali
Member***
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Beiträge: 296
Antwort #7 - 21.03.04 um 19:11:06
 
Hallo Bernie ,
Tut mir wirklich leid, wenn ich Deinen Bericht  mit anderen Augen lese , aber ein Körnchen Wahrheit dürfte in meinen zu kurz ausgefallenen Bemerkungen doch enthalten sein, sonst gebe es nicht diese Reaktion. So ist meine Ansicht. In den letzten Jahren bin ich zu faul um nur irgendetwas über andere Länder zu schreiben  (ausgen.kleine Pins) – ich fotografiere auch fast nicht mehr , sondern bevorzuge das bequemere Video , in Myanmar sicherlich ein Fehler .
Zum Thema Standard: Es gibt einen landesüblichen und einen touristischen Standard - der landesübliche ist , wie der Name schon sagt, von der Infrastruktur des Landes abhängig, der touristische von einer Bewertung der durchschnittlichen Reisegewohnheiten sowie nach gewissen aufgestellten Regeln der Tourismusbranche  (z.B. Unterkunftsbewertung) - mit den zuletzt genannten muss man nicht unbedingt einverstanden sein. Du bist eben großteils landesüblich unterwegs gewesen. Ist ja kein Nachteil, nur für die meisten Reisenden aus vielerlei Gründen nicht unbedingt passend ( Zeit ,Geduld , etc.etc.) . Lese Dir bitte die meisten Fragen der Forumsteilnehmer mal durch - und entscheide dann selbst.
Ich meine, als Reisebuchautor trägt man auch Verantwortung gegenüber den Lesern, die vielleicht Deine Reise ganz oder tlw. nachvollziehen wollen und sich wertvolle Anregungen versprechen. Daher beschreibe , wie es wirklich ist,z.B. im Pick-up längere Strecken zu fahren , welche persönliche Vorraussetzungen man mitbringen sollte (wenn ich nicht schwindelfrei bin, werde ich kaum am Dach mitfahren, daher werde ich im "Fahrgastraum" mit Staub und Abgasen überzogen,falls ich nicht auf der Ladeklappe stehe,was wiederum starke Armmuskel vorraussetzt) - wie ist es ,wenn einem aufgrund der vielen Kurven und Schlaglöcher (auch den Einheimischen) übel wird ?    
Wer eine Lizenz für die Beherbergung von Touristen bekommt oder im Tourismus selbstständig arbeitet, wird auch um das Government nicht umher kommen – glaubst Du vielleicht wirklich , dass Regimekritiker hier zum zug kommen ? Dies  als Bemerkung, warum Du very low budget unterwegs bist.  Diese von Dir gewählte Art des Reisens ist vollkommen in Ordnung, wenn es den Landessitten entspricht. Tut diese dies ? Diese Frage lasse ich offen , die musst Du Dir selbst beantworten (im Forum gibt es dazu etliche Meinungen oder Empfehlungen)
Bei den Unterkünften meinte ich nicht die Pauschaltouristen, die sicherlich mehr Geld im Land lassen als wir, sondern warum Du meist 50% oder noch weniger  zahlst als die anderen Individualreisenden ?  (siehe Beautyland , Thin Oh Thar oder Teakwood ) – bist Du ein so guter Verhandler oder sind die Zimmer im gleichen Hotel so unterschiedlich oder dem Preis entsprechend ?
Wieviel Du konsumierst oder was Dich sonst noch freut, geht mich wirklich nichts an , nur aus dem Reisetagebuch geht es halt zu deutlich hervor , soviel zum Thema Essen und Trinken (apropos –der Myanmar Rum schmeckt mir auch - habe leider mehr als zwei Liter Bier getrunken)

Ich bemerkte auch in meiner Stellungnahme eingangs, … ein interessanter,netter Bericht ….,also ,warum gleich so eingeschnappt ? Sind auch andere Meinungen zulässig oder stellst Du Dich auf eine Stufe mit einem uns bekannten Regime in einem fernen Land ?

Lg
helmi
« Zuletzt geändert: 22.03.04 um 07:05:14 von helmishali »
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bernie
Gast
Antwort #8 - 23.03.04 um 17:43:05
 
Hallo,

es liegt mir fern, hier irgendjemand anzugiften, aber ich wollte das einfach nicht so stehen lassen.

Vorort, ich gebe dir absolut Recht, was die Bürokratie in Burma betrifft (ansonsten auch). Selbst ein Chef der lokalen
Immigration ist letztendlich nur ein kleines Tier und er kann nicht wirklich selber etwas allein ohne Risiko entscheiden.
Wenn man das berücksichtigt, waren die meisten meiner Kontakte mit Offiziellen sogar menschlich ganz angenehm. Aber am Ende kam eben nichts dabei heraus, was schon etwas frustrierend sein kann. Gibt es in meinem Bericht abwertende Kraftausdrücke? Kann schon sein, aber dann entspricht das einfach meiner Stimmung zu dem Zeitpunkt. Stefan hat das mit der Tagebuchform ja schon gut auf den Punkt gebracht.

Kritik und Meinungsfreiheit sind mir persönlich sehr wichtig, und genau davon lebt auch ein gutes Forum, stimmt. Mit dem
Informationsaustausch aus unterschiedlichen Blickwinkeln klappt es doch ganz gut, oder Zwinkernd

Helmi, ich denke, wir sind hier gar nicht so weit voneinander entfernt, aber manchmal ist es auch eine Frage der Formulierung. Daher fiel meine Antwort sicher auch etwas provokativer aus... Meinst du mit Reisebuchautor mich? Den
Anspruch hab ich nicht, mein Bericht steht auf meiner persönlichen website und stellt meine Sicht der Dinge dar, in diesem Fall sogar als persönliches Tagebuch. Ich sehe das auch keinesfalls als Anleitung zum Nachmachen, schon gar nicht für unerfahrene Das-Erste-Mal-In-Asien Touristen. Alle anderen muss man nicht mit bekannten Dingen langweilen, auch wenn es vielleicht für die Story etwas Dramaturgie hergeben würde. Aber ich bin weder Journalist noch Schriftsteller. Natürlich kann eine Pickupfahrt sehr staubig und auch unbequem sein. Sogar gefährlich, wenn man sich z.B. im falschen Moment nicht gut festhält. (Frauen dürfen übrigens sowieso nicht aufs Dach, sorry) Da ich in der Regel der einzige Traveler an Bord war, würde ich dieses Verkehrsmittel für Strecken bis zu weit über 100 km als durchaus landestypisch bezeichnen, ja.

Die Zimmerqualität und Preise sind in der Tat recht vielseitig, auch oftmals innerhalb des selben Guesthouses. Du hast drei gute Beispiele erwähnt. Im Beautyland z.B. liebe ich die 3 grossen Zimmer Ruby, Diamond und Perl, die praktisch oben auf dem Dach aufgesetzt sind. Es erinnert da oben viel weniger an ein grosses Hotel, Klima und TV brauch ich nicht und es kostet regulär 6$. Ähnlich im Teakwood, wo die Zimmer im alten Haus viel günstiger sind. Ein guter Verhandler bin ich schon, aber bei einem reellen Gegenwert (wozu auch ein netter Service gehört) muss man nicht um den letzten Euro
feilschen. Über andere Meinungen freue ich mich immer. Den letzten Satz in deinem Posting streichen wir aus dem Protokoll, ok?

LG, bernie
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