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Sind denn alle blind? (Gelesen: 9815 mal)
Sandra
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Beiträge: 20
18.01.03 um 18:27:37
 
Hallo zusammen!

Ich komme gerade aus meinem 4,5 wöchigen Urlaub zurück.
Eigentlich wollte ich meinen Urlaub in Myanmar verbringen.
Von den 4,5 Wochen blieben wir aber lediglich 1 Woche in Myanmar. In dieser Woche (und auch später noch) habe ich
mich eigentlich täglich über die Urlauber in Myanmar und auch die Teilnehmer dieses Forums geärgert.
Wir waren nur auf eingefahrener Route unterwegs - also auf Strecken, welche von Touristen oft befahren werden.
Was ich in Myanmar in einer Woche gesehen habe kann man
eigentlich gar nicht richtig beschreiben:
angefangen von "verreckenden" Welpen, welche am Straßenrand lagen. Da ich auch Tierfreund bin war ich natürlich erschüttert. Aber es kam noch besser.
Bettelnde Kinder in Rangoon. Nichts gegen bettelnde Kinder.
Was mich allerdings schockte war, daß die Kinder nicht um Geld gebettelt haben sondern um meine halbvolle Wasserflasche mit "sauberem" Wasser. Die Kinder waren ca. 3 Jahre alt und haben nicht mit dem Wasser gespielt sondern es genüßlich zu viert (0,5 Liter) getrunken. Schock!
Aber das "allerbeste" war: Kinder die Zwangsarbeit leisten mußten. Diese besserten die Straßen in sengender Hitze aus.
Die Kinder waren m.M. nach nicht älter als 10 Jahre!!!!

Was mich allerdings am allermeisten aufregte, war die Tatsache, daß ich wußte, wie hier in diesem Forum Leute ihre Erfahrungen die sie in Myanmar gemacht haben berichten.
Ich laß kein einziges Wort über oben genannten Zustände.
Ich wußte natürlich, daß Myanmar ein dritte Weltland ist und
was alles dahinter steckt. Aber entschuldigung.... hat von euch denn keiner die Augen offen??????
Auch die Touris in den Guesthäusern... wenn man diese gefragt hat, wie es ihnen in Myanmar gefällt... immer die gleiche Antwort: super, toll, alle sind so nett und freundlich,
und die Tempel in Bagan - klasse, der Inle Lake sowieso ganz toll.... KEIN Wort von Kinderarbeit und die supermißerablen Bedingungen die dort herrschen. Ich frag mich echt wie die Leute durchs Leben laufen.

Das mal ganz kurz das was mir auf dem Herzen lag.
Nichts desto trotz bin ich nachträglich der Meinung, daß man das Land besuchen sollte. Aber Leute.... bitte nicht nur Fun haben und die Sehenswürdigkeiten bestaunen.
Prangert die Verhältnisse an! An den Außenminister (Fischer), an die Botschaft von Myanmar, schreibt wegen mir Artikel für eine Zeitung, aber um gotteswillen habt nicht nur einen tollen Urlaub sondern hilft den Menschen dort die Verhältnisse zu verbessern!

Wir haben auf jeden Fall den "Urlaub" in Myanmar aus oben genannten "Erfahrungen" abgebrochen.
Falls also jemand mit obigen kein Problem hat möchte ich ihn ermutigen nach Myanmar zu gehen (aber wie gesagt nicht nur zum fun). Wenn man allerdings ein allzu sensibles Gemüt hat und nur ein wenig die Augen offen hält.... für den ist Myanmar bestimmt nicht das richtige Land.

Sandra

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anke
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Antwort #1 - 18.01.03 um 22:58:09
 
hallo sandra,
ich denke du solltest nicht alle touris die nach birma fahren verallgemeinern, viele von ihnen machen sich gedanken.
interessant finde ich dass du bei deiner aufzaehlung als erstes mit den welpen beginnst...
ich habe nicht alle beitraege dieses forums im kopf, aber wenn ich mich recht erinnere gab es einige diskussionen ueber die situation im lande, besonders ueber die menschenrechtsverletzungen, kinderarbeit, zwangsarbeit etc.
ich gebe dir recht damit, dass leute sich im vorfeld gedanken machen sollten wo sie hinfahren und mit offenen augen durch das land reisen.
ich habe es selber erlebt dass reisende alles nur toll fanden, das land nicht als arm empfanden usw., jeder von uns will vielleicht auch nur bestimmte dinge sehen.
trotz aller armut und der situation in birma, ich habe noch nie solch liebenswuerdige und hilfsbereite menschen getroffen, menschen die an ihrem glauben festhalten, die die hoffnung nicht aufgeben dass sich an ihrer situation etwas aendert, die ihren humor nicht verloren haben trotz harter arbeit, menschen die stark sind, und noch so viel von dem haben was wir in unserer westlichen welt seit langem verloren haben. und viele von den birmanen sind in meinen augen gluecklicher als wir hier. gruss anke
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Itzelberger
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Beiträge: 43
Antwort #2 - 19.01.03 um 01:15:31
 
Ich möchte nichts beschönigen...

In Spanien "verrecken" Stiere in einer Arena, in Ägypten weben Kinder Teppiche, in Thailand werden minderjährige an Bordelle verkauft, in Italien ist das Leitungswasser nicht zum trinken geeignet, in Ruanda treten Kinder auf Landminen, in der USA werden geistig behinderte Menschen im Namen des Gesetzes hingerichtet.
Die Liste könnte ohne Ende verlängert werden.

Eigendlich sollten wir, die wir im "perfekten" Deutschland leben, überhaupt nicht in den Urlaub fahren. Dann wären alle Probleme dieser Welt gelöst?

Nein, liebe Sandra, damit machst DU es dir zu leicht. Entscheidend ist doch, in wie weit wir Missstände unterstützen.


Gruß, Itzelberger&&&&EX-Moderator auf dem Dachboden
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Sandra
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Antwort #3 - 19.01.03 um 10:08:06
 
Hallo Itzelberger (?) !

Ich glaube Du hast mich falsch verstanden. Ich glaube nicht,
dass ich es mir zu leicht mache, denn ich werde mit Sicherheit einige Stellen anschreiben und die Zustände in Myanmar anprangern. Ich vermute nur, dass sowas die wenigsten machen.
Ich sage auch nicht, dass man nicht nach Myanmar reisen sollte. Im Gegenteil. Allerdings ganz ehrlich, wenn man eine zu sensible Seele hat .... also ich hatte echt tagelang Tränen in den Augen (geht mir heut zum teil noch so) wenn ich an die "Straßenbauarbeiterkinder" dachte.
Ich denke, daß Land braucht Aktivisten und keine Urlauber, die von Lauda Air an den Beach geflogen werden und dort ihren dicken Bauch in die Sonne legen.

Und ich bin mittlerweile überzeugt davon, dass die meisten Touris in Myanmar entweder die Augen verschließen (aus Schutz) oder einfach nur blind (oder doof) sind.
Wir haben mit dutzenden im Guesthouse (Motherland 2 - übrigens klasse) gesprochen und keiner, absolut keiner hat ähnliches gesehen wie wir.
Da wir keine absoluten Abenteurer sind und nur auf "Touripfaden" unterwegs sind, muß ich mich schon fragen, wie die Leute durch das Land ziehen? Nur mit dem Flugzeug?

Anke: Ich möchte wirklich nicht alle Touris verallgemeinern. Dann müßte ich mich selbst ja auch dazu zählen  Zwinkernd, aber der Großteil möcht sich einfach nur einen schönen Urlaub machen und fertig. Tempel, Seen, nette Leute, billiger Urlaub ... und der Rest??
Und ich möchte behaupten, daß es in Deutschland auch noch glückliche Leute gibt. Also immer das Argument, daß die Leute in armen Länder eventuell glücklicher sind.... zählt für mich nicht, denn das kann keiner genau sagen.
Nochmal Anke: Ich habe deshalb mit den Welpen angefangen, da ich eine Steigerung der Mißstände aufzeigen wollte. Hätte ich mit den Kindern angefangen und mit den Welpen aufgehört.... also ich weis jetzt nicht was schlimmer für Dich ist aber der Welpe ging mir nicht so nah wie die Kindern.

Sandra
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anke
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Antwort #4 - 19.01.03 um 17:50:38
 
hallo sandra,

du hast mit sicherheit recht, dass sich viele keine gedanken machen. aber da kann ich itzelberger nur recht geben ..., man duerfte in kein anderes land reisen. was jetzt natuerlich nicht heisst, dass ich die situation im land schoenreden will. da gibt es nichts schoenzureden. ich wollte mit dem gluecklich sein nicht sagen dass es hier nur unglueckliche und dort nur glueckliche menschen gibt. ich denke nur dass wir die situation haeufig schlimmer empfinden als die einheimischen. aber wir koennen ja auch einiges aendern im bewusstsein von anderen reisenden, habe beide erfahrungen gemacht -uebrigens auch im motherland - viele waren sehr gut informiert andere nicht. mit reden und hinweisen kann man den ein oder anderen dann auch zum nachdenken anregen... wenn du deine briefe geschrieben hast kannst du ja mal berichten ob du eine antwort oder reaktion bekommen hast.
liebe gruesse anke
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Itzelberger
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Antwort #5 - 19.01.03 um 19:44:48
 
Man muss sich bewusst werden, dass Kinerarbeit vor knapp 100 Jahren in Europa alltäglich war.

In Systemen, in denen jegliche staatliche Vorsorge und Absicherung fehlt ist es leider üblich, dass Kinder für den Unterhalt der Eltern sorgen.

Ich weiss nicht, was du mit Beschwerdebriefen erreichen willst. Möchtest du die Regierung auffordern ein Rentensystem zu installieren?

Letztendlich würde mich mal interessieren, wo ihr die letzten 3 Wochen eures Urlaubs verbracht habt, und was du da alles gesehen hast. Denn wenn da deine Augen auch so geöffnet waren wie in Myanmar, dann hättest du wohl die ganze Zeit geweint....

Gruß, Itzelberger&&&&EX-Moderator auf dem Dachboden
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IraKan
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Antwort #6 - 19.01.03 um 21:01:59
 
@Itzelberger
Entschuldige, Menschen die unter dem System in Burma zu leiden haben, interessiert mich durchaus ein wenig mehr als tote Wiederkäuer in Spanien oder dreckiges Wasser in Italien. Jedem normalen Menschen müsste klar sein, dass die Wertigkeit dieser Probleme höchst unterschiedlich ist.
Im übrigen die Prostitution in Thailand hängt auch stark mit dem Regime in Birma zusammen. Ein großer Teil der Prostituierten stammt nämlich aus Burma oder den Grenzregionen. Familien, die von Krieg und Terror oder einfach voll Hoffnung auf ein besseres Leben nach Thailand geflohen sind, und dort in die Prostitution mehr oder minder gezwungen wurden.
Im übrigen ist es ja sehr schön, wenn die Leute zumindestens mit offenen Auge durch Burma reisen. Sie kriegen nur ein Minimum von dem mit, was in diesem Land wirklich passiert. In den touristischen Gegenden ist Burma noch ein Paradies gegrenüber den Sperrgebieten. Überlegt euch doch mal, warum es so große Spergebiete gibt? Bestimmt nicht weil die burmesische Arme dort Blümchen verteilt.
Die Touristen, auch wenn Sie später Briefe schreiben, unterstützen letztlich damit das dortige Regime und letztlich auch den Krieg und die ethnischen Säuberungen in den umkämpften Gebieten. Und das sind weiterhin Vorgänge, die zum Teil sogar die Untaten der Serben an den Kosovaren übertreffen.
Daher: Nicht nach Burma reisen !!!
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Itzelberger
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Antwort #7 - 20.01.03 um 01:58:34
 
Bis zu den 90er Jahren war das Land für Toristen gar nicht geöffnet.

Deiner Argumentation nach hätte das Militär davor also keine finanziellen Mittel gehabt, um das Volk zu unterdrücken?

Genausogut kannst du schreiben: Nicht nach China reisen.

Von der Dominikanischen Replublik fang ich erst gar nicht an. Von 100US$, die ein Tourist dort ausgibt, bleibt gerade mal 1$ bei den Einwohnern. Der Rest wandert in die Taschen irgendwelcher Konzerne. Dort gibt es sogar noch Menschen, die verhungern.

Den Vergleich zu den Stieren hab ich gemacht, weil es im Eröffnungs-Thread um Hunde ging. Das Trinkwasser bezog sich auf die Kinder die nach "sauberem" Wasser gebettelt haben.
Gruß, Itzelberger&&&&EX-Moderator auf dem Dachboden
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IraKan
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Antwort #8 - 20.01.03 um 14:52:18
 
@Itzelberger
Es war so, dass früher Burma quasi nur im touristischen Bereich komplett von der Aussenwelt abgeschnitten war. Aber es lebte natürlichunter anderem vom Export. Jedoch gelang es Boykottaufrufe gegen dieses Land durchzusetzen und somit Firmen zur Aufgabe dieses Standortes zu veranlassen. Das Land stand vor dem Bankrott.
Die Öffnung des Landes für Touristen erfolgte nur deshalb, um für die Militärs neue Einnahmequellen zu schaffen. Und man kann sich sicher sein, dass die unterdrückten Völker nicht 40 Jahre Krieg gegen das Regime geführt haben, um jetzut aufzugeben, nur weil ein paar westliche Touristen glauben, ausgrechnet dort ihren Urlaub verbringen zu müssen.
Tourismus ist neben dem Opiumanbau die wichtigste Einnahmequelle für Birma. Doch auch dies würde wegfallen, wenn die komplette Grenze nach Thailand wieder unter Kontrolle der KNU ist. Das Militär hat durch den ständigen Krieg, das Land derart nach unten gewirtschaftet, dass es nicht mal genug Nahrungsmittel produziert. Früher war Birma, der Reiskorb Südostasiens und hat unter anderem nach Indien geliefert.
Aus eben diesen Erwägungen heraus, fordert auch die führerin der birmesischen demokratischen Opposition und Friedensnobelpreisträgerin Aun San Suu Kyi momentan noch auf Reisen und auf wirtschaftliche Zusammenarbeit zu verzichten.
Es ist peinlich, dass Menschen aus demokratischen Staaten sich nicht daran halten können.
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anke
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Antwort #9 - 20.01.03 um 19:02:54
 
hallo irakan,
was mich mal interesieren wuerde, woher dein interesse fuer birma kommt. bist du schon mal dagewesen?
ich moechte keine politische diskussion anfangen, aber selbst die bevoelkerung von birma die ja bekanntermassen grosse stuecke auf aung san su kyi haelt, (was z.zt aber nachlaesst, da sie sich nach der freilassung mehr praesenz von ihr erhofft haben), sind nicht nur negativ gegenueber westlern eingestellt. durch uns bekommen sie infos die sie ansonsten nicht bekommen. und durch uns werden missstaende weitergetragen, und man spricht zumindest wenn auch nur in kleinen kreisen von der situation und von dem land. das sind saetze die ich von birmanen gehoert habe. gruss anke
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IraKan
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Antwort #10 - 20.01.03 um 22:02:14
 
Hallo Anke,
Mein Interesse rührt vor allem daher, dass ich mit einer Karen verheiratet. Meine Frau und die Familie meiner Frau stammen zwar aus thailändischen Gebiet - der Siedlungsraum der Karen umfasst auch Teile Thailands - dennoch nehmen wir natürlich Anteil am Schicksal der Karen in Burma.
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Sandra
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Antwort #11 - 22.01.03 um 17:13:38
 
Hallo Itzelberger!

Schade daß Du nicht daran glaubst, daß es was bringt die
entsprechenden Leute auf die Mißstände hinzuweisen.

Genau das vermute ich nämlich, daß jeder nach Myanmar reist, vielleicht ein paar Mißstände sieht, heim reist und sagt: naja Pech, was kann ich schon dagegen tun.

Also ich dagegen glaube schon, daß wenn die Masse diese Umstände kritisiert, sich eventuell langsam was tun kann.
Wenn nämlich entsprechende Stellen (evtl. Presse) mitbekommen, daß sich viele (nicht nur 2,3) für ein Land wie Myanmar interessieren (also auch die Mißstände), auch dementsprechend gehandelt wird - also mit Presseberichten, Berichten in den Nachrichten usw. . Solange es keinen A..
interessiert wird nämlich auch nie darüber berichtet (für wen denn dann auch).

Aber nur mit den Schultern zucken find ich persönlich nicht so toll.
Vielleicht erreiche ich mit meinem einzelnen Brief nicht. Überleg Dir aber mal was passieren würde, wenn tausende schreiben würden....

Irakan: Irgendwie versteh ich Deine Argumente. Ich dachte nämlich nach den Erfahrungen, die ich gemacht habe auch erst so. Andererseits denke ich, wenn das Land von Touristen besucht wird, sich eventuell ein paar Unternehmen dort breitmachen, LaudaAir Rangoon anfliegt usw., und Du meinst, daß die Regierung auf dieses Geld angewiesen ist, dieser Umstand auch als Druckmittel angewand werden kann.
Nur über Druck kann man solch eine Regierung zwingen die mißerablen Umstände zu ändern.
Wenn die Regierung nämlich Geld geleckt hat und alle die Geld bringen plötzlich drohe das Geld nur noch zu "bringen" wenn etwas geändert wird... wer weis.
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IraKan
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Antwort #12 - 24.01.03 um 08:15:03
 
@Sandra
Die Argumentation mit dem Druck kann ich ja durchaus nachvollziehen. Nur ist es eben halt so, das Lauda Air aus freien Stücken zur Regierung in Ragoon hinläuft und sagt, das finden wir nicht so toll, was ihr da macht. Lauda Air ist in erster Linie an gewinnen interessiert.
Die Sache läuft doch nur so. Wenn zuerst ein paar Leute zu lauda Air hinlaufen und sagen, das finden wir aber schlecht, dass ihr Urlaubsflüge in ein diktatorisches Land anbietet und mit Boykott drohe. Erst dann wird sich Lauda Air auch zu den Machthabern in Ragoon hinbemühen.
Gegenfrage: Die ganze Zeit wird davon geredet dass die Touristen wichtige Informationsquellen für die einheimische Regierung sind. Ich weiss, dass die Burmesen wirklich extrem neugierig auf Nachtichten von aussen sind, aber ich kann wirklich nicht erkennen, was da lebenswichtige Informationen für sie dabei sind.
Das ihre Regierung ein Unrechtsregime ist, wissen sie ohnehin. Und das es Alternativen gibt. wissen sie auch. Die einzige Information die ihnen hilft, ist dass sie nicht vergessen wurden. In der Tat wurden sie aber ziemlich vergessen.
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anke
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Antwort #13 - 25.01.03 um 08:44:25
 
ich gebe dir recht dass sie vergessen werden und wurden...
aber dagegegen wuerden die protestbriefe von denen sandra schreibt ja ein klein wenig helfen.
ob die informationen oder nachrichten fuer einen birmanen wichtig sind oder nicht sollten wir ihnen vielleicht selbst ueberlassen ... wobei ich mich auch hier in dland frage ob ich das ganze chaos hoerren muss ... 
aber es ist fuer uns einfach zu sagen wo wir jeden tag unmengen von zeitungen, nachrichten etc konsumieren koennen.
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IraKan
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Antwort #14 - 25.01.03 um 13:02:05
 
@anke
Es wäre sicherlich reichlich überheblich, wenn wir Europäer entscheiden, welche Information die Burmesen nun brauchen oder nicht. Ich möchte nur daran erinnern, dass diese Entscheidung auch nicht von uns Europäern stammt, sondern letztlich von der burmesischen Opposition selbst. Aung San Suu Kyi selbst hat darum gebeten Burma noch nicht zu besuchen, es sei zu früh. Das ist eben auch ein eindeutiger Verzicht auf die Information von Außen. Diese Entscheidung wird von der Opposition der nicht burmesischen Völker ebenso mitgetragen.
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