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Inspirationen für Masterarbeit über Burma (Gelesen: 4326 mal)
michistoll
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Beiträge: 1
09.10.13 um 16:34:38
 
Hallo miteinander,

ich bin neu hier, und wende mich in universitärer Sache an Euch.
Ich studiere Politikwissenschaften mit Schwerpunkt Menschenrechte als Master  und stehe aktuell vor meiner Masterarbeit.
Ich habe studientechnisch und auch privat einen starken Südostasien-Fokus (war schon mehrfach selbst dort) und würde, da ich letztes Jahr in Burma war, meine Arbeit sehr gerne über das Land beziehungsweise die Menschenrechtslage schreiben.
Im Speziellen habe ich vor über religiöse / ethnische Minderheiten, und wohl über die Rohingya zu schreiben.
Ich hab schon einige grundlegende Ideen und Strukturen, aber mir fehlt die zündende Idee was das Thema betrifft.
Lediglich über die Problematik zu schreiben, reicht in dem Fall nicht aus, man muss das Ganze in eine Hypothese oder eine Theorie oder irgendetwas Ähnliches verpacken.

Ich wende mich daher an Euch, mit der Hoffnung, aus den Gesprächen und Vorschlägen irgendwelche Inspirationen ziehen zu können Smiley

Vielen Dank im Voraus schonmal,
Viele Grüße
Michi
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GMaucher
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Beiträge: 35
Antwort #1 - 10.10.13 um 11:53:22
 
mir scheint, dass erstmals die Buddhisten in Myanmar als Unterdrücker auftreten und würde versuchen diese Fragestellung zu belegen.
Es gibt da ja Hassprediger, die zur Gewalt aufrufen. Gab es solche Mönche früher schon? etc.
Viel Erfolg
Gerhard
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ardesign
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Beiträge: 238
Antwort #2 - 10.10.13 um 12:12:53
 
GMaucher schrieb am 10.10.13 um 11:53:22:
mir scheint, dass erstmals die Buddhisten in Myanmar als Unterdrücker auftreten und würde versuchen diese Fragestellung zu belegen.
Es gibt da ja Hassprediger, die zur Gewalt aufrufen. Gab es solche Mönche früher schon? etc.
Viel Erfolg
Gerhard


"Die Buddhisten" finde ich in diesem Zusammenhang reichlich gewagt. Ich bin gerade in Myanmar, in Dawei im Sueden des Landes, und kann hier keinerlei Ressentiments gegenueber muslimischen Burmesen feststellen, ebensowenig wie gegenueber Christen und anderen Minderheiten. Die Menschen hier sind sich der Glaubensvielfalt in ihrem Land bewusst und finden das gut. Die in den Medien intensiv dargestellten ethnischen Probleme scheinen so gesehen mit den Rohingya (und nicht mit allen Muslimen in Myanmar) zusammenzuhaengen oder sich zumindest auf bestimmte Regionen im Zentrum und im Westen Myanmars zu beschraenken. Offenbar sind ja tatsaechlich einzelne buddhistische "Hassprediger" als Drahtzieher unterwegs, aber sicher nicht "die Buddhisten".
Die Ursachenforschung und das Aufzeigen von Loesungsoptionen fuer die seit Langem schwelenden Konflikte faende ich als Inhalte einer Masterarbeit spannend.
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GMaucher
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Beiträge: 35
Antwort #3 - 10.10.13 um 22:28:08
 
war nicht so gemeint, vielleicht wäre treffender einzelne Buddhisten im Vergleich zu dem Zustand ,dass Buddhisten davor nicht als Gewalttäter auffällig geworden sind.
übrigens lassen sich solche einzelnen Eindrücke auch nicht verallgemeinern. Ich habe vergangenes Jahr Orte im Zentrum bereist, alles friedlich und wenige Monate spätedr sind dort Menschen zu Tode geprügelt und Häuser niedergebrannt worden.
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ardesign
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Beiträge: 238
Antwort #4 - 12.10.13 um 06:17:52
 
Folgende Ergaenzung zu meinem obigen Beitrag: Ich war gestern mit zahlreichen Einheimischen als einziger "Foreigner" zu Gast in einer buddhistischen Klosterschule. Natuerlich wurde unter den Gaesten ueber Religion diskutiert, auch ueber meine und die muslimische. Auch hier wurde die Toleranz gegenueber Andersglaeubigen deutlich. Allerdings mischten sich in die Anmerkungen zum Islam kritische Untertoene. Diese betrafen jedoch nicht die Religion selbst, sondern den vermeintlich verstaerkten Zuzug von Moslems nach Dawei und die Neigung dieser Menschen, sich gegenueber anderen abzuschotten. Mir kam das sehr bekannt vor!
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big4
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Beiträge: 360
Antwort #5 - 12.10.13 um 15:47:24
 
..na, da hast du dir ja was vorgenommen!
Ohne Primärlektüre lesen, verstehen, zitieren und verarbeiten zu können, willst du eine Masterarbeit schreiben??!!!
Masterarbeit nur aufgrund von Sekundärliteratur?...geht das überhaupt???
Wie wissenschaftlich ist eine Arbeit, die nur Meinungen, Mutmaßungen oder Gesprächsergebnisse reflektiert.
Möglichkeiten zum Zugang zur Universität von Yangon, Visafragen, etc will ich gar nicht in den Vordergrund stellen.
Also, ich würde mich nicht trauen, wenn man eine halbwegs interlektuelle Arbeit über ein sensibles Thema schreiben wollte.
Wenn du aber eine Inspiration brauchst: "Rohinga, Mohameds 'auserwähltes' Volk... unterdrückt in Myanmar" - Versuch einer theologischen Fundamentalisierung!

Gruß
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alex63
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Beiträge: 172
Antwort #6 - 15.10.13 um 19:10:42
 
michistoll schrieb am 09.10.13 um 16:34:38:
Im Speziellen habe ich vor über religiöse / ethnische Minderheiten, und wohl über die Rohingya zu schreiben.


das ist sehr ambitioniert: religiöse + ethnische minderheiten + rohingya (wozu gehören die denn zu den religiösen oder den ethnischen minderheiten?  da geht's schon los) - selbst über rohingya kannst du vermutlich bände füllen; ich würde jedenfalls empfehlen das thema enger zu fassen, sonst kann ich mir vorstellen, dass du dich endlos verstrickst oder zu keinem unterthema was substantielles rauskommt. wie willst du z.b. erfahren, wie ethnische minderheiten in ihrer gesamtheit denken, wenn du an sie ggf. gar nicht rankommst, sondern nur an leute, die in gegenden leben, die du problemlos bereisen kannst. auf jeden fall musst du dann aufpassen, dass in deiner analyse nicht irgendein bias drin ist, der das ganze ggf. wertlos macht.
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