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Auswandern (Gelesen: 22879 mal)
Daoreha
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Beiträge: 8
14.01.13 um 10:34:31
 
Hallo Leute
Wir möchten vielleicht nach Myanmar auswandern.
Ich bin Metzgermeister, kann auch Brot und Brötchen backen und meine Frau ist Erzieherin.
Wir wollen uns mit einem Geschäft selbständig machen, aber was kann man tun um ein entsprechendes Visum zu bekommen.

Bitte nicht mit Links zur Botschaft antworten - da waren wir schon, und auf die schnelle kann einem da auch niemand eine Antwort geben. Man weiss dort, dass das schon passiert ist, aber direkte Erfahrung hat da niemand.
Ich versuchs jetzt mit Amts-englisch und einer entsprechend definierten Frage.

Vielleicht weiss aber hier schon jemand was, oder hat Erfahrungen in dieser Richtung.

Viele Grüße
Hagen und Sabine
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GMaucher
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Beiträge: 35
Antwort #1 - 14.01.13 um 11:07:25
 

Fragt doch mal hier an
http://www.thuraswiss.com/node
sie sind in Yangoon und in der Schweiz, aber vielleicht unterstützen sie alle aus dem deutschsprachigen Raum. Ich habe den Initiator im Schweizer Fernsehen gesehen.
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kweli
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Antwort #2 - 15.01.13 um 22:20:31
 
Wie wäre es damit ?

"Foreign Direct Investment Law"

http://www.president-office.gov.mm/en/hluttaw/law/2012/11/23/id-1103

Das ist das erste was ihr euch mal durchlesen solltet.

Wenn das für euch nicht in Frage kommt braucht ihr einen lokalen Partner dem ihr 100% trauen könnt. Was wohl sehr schwierig sein sollte in eurem Fall denn ich nehme an ihr kennt niemanden in Myanmar?

Seit ihr euch der Immobilienpreise bewusst und habt schon eine längere Zeit in Myanmar verbracht?
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octopus
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Antwort #3 - 16.01.13 um 00:35:14
 
@kweli
Ich hatte bis vorhin einen wunderbaren Traum... Bratwurst, Schinken, Kotelett, Schnitzel und dazu frisches Brot in allen erdenklichen Formen ... und das in Myanmar.
Und nun - nach Deinem Kommentar und erst recht dem Link - ist mein Traum zerplatzt....
@Daoreha
Nicht aufgeben!
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schokolade 55
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Beiträge: 436
Antwort #4 - 17.01.13 um 14:47:06
 
Ich denke es ist kein Problem nach Myanmar auszuwandern. Vorausgesetzt ist, dass du der Schrift und Sprache mächtig bist, entsprechendes Eigenkapital vorweisen kannst, vertragssicher in der Landessprache bist, einen Rechtsbeistand in Myanmar hast, eine vertrauenswürdigen Geschäftspartner in Myanmar hast, viel Geduld mitbringst und "ein paar " Gesetze im Land verstehst. Und ganz wichtig. Du solltest in Mynmar jemanden kennen, der einen kennt, welcher dir dann eine Beschleunigungsunterschrift besorgen kann.
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ardesign
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Antwort #5 - 20.01.13 um 13:07:13
 
@kweli:
Man braucht einheimische Partner, völlig richtig. Das Gesetz erscheint mir ähnlich den entsprechenden Regelungen in Thailand. Mein Bruder ist dort schon seit fast 20 Jahren Teilhaber eines von ihm selbst mitgegründeten IT-Unternehmens. Seine Partner sind Thais, die er bereits aus früherer Berufstätigkeit kannte.

@Daoreha: Bleib dran, passende Partner sollten sich in Myanmar finden lassen, wenn auch nicht gleich nach der ersten Urlaubsreise!
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Daoreha
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Beiträge: 8
Antwort #6 - 21.01.13 um 17:21:17
 
Hallo Leute
Vielen Dank erstmal für die vielen Meldungen.
Ich habe an den Burmesischen Botschafter in Berlin geschrieben, aber bisher noch keine Antwort erhalten.
Ich denke, die haben dort alles nötig, was Bildung, Kapital oder eine Möglichkeit zur Beschäftigung der Einheimischen mit sich bringt.
Da ich erst in der Vorbereitung bin und erst in den nächsten 2 Jahren
konkret werden muss, kann ich noch weiter ausloten, wie man es machen kann. Grundstück wollen wir erstmal nicht kaufen, aber ne Küche zum Produzieren benötigen wir schon. Trotzdem sind mir die Burmesen lieber, als die Thais. Wir haben genügend Kapital um nach burmesischen Verhältnissen bis zur Rente nicht mehr arbeiten zu müssen...aber wir wollen nicht nur rumsitzen.
Vielen Dank nochmal, auch für die Links

Grüße
Hagen und Sabine
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octopus
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Antwort #7 - 21.01.13 um 17:33:39
 
@Daoreha
Ich habe mich schon ein paar Mal gefragt, wie es denn z.B. die Besitzer von Restaurants und Bars geschafft haben, in Myanmar Fuß zu fassen.
Die müssten doch vielleicht ein Interesse an Fleischwaren haben.
Z.B. http://www.operayangon.com/aboutus.htm

Oder Oliver von der Laguna Lodge Ngapali - bei dem es zum Frühstück ein gutes Graubrot gibt. Der müsste doch auch daran interessiert sein.

Nur um mal eines klarzustellen: Ich liebe asiatisches Essen und sogar das häufig etwas fade und ölige Essen in Myanmar kann ich ohne Probleme für einige Wochen genießen - spätestens aber nach der 5. Woche würde ich alles für eine Bratwurst und ein gutes Stück Brot mit Käse geben. Ich meine natürlich nicht, dass es zukünftig an jeder Ecke German Schnitzel und Sauerkraut geben soll...
Bald wird es in Myanmar leider auch Mc Doof und Starbucks geben - daher wäre ab und an mal ein klein wenig deutsches Essen echt toll.
Gruß
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ardesign
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Antwort #8 - 22.01.13 um 06:28:27
 
@Daoreha:

Habt ihr euch eigentlich schon Gedanken über eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Myanmar gemacht?
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Daoreha
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Beiträge: 8
Antwort #9 - 23.01.13 um 17:48:36
 
Hallo Leute

Es gibt nichts, was ein deutscher Metzgermeister nicht kann. Augenrollen

Ich bin gerade am Testen, und habe Kontakt mit Bäckermeistern, um herauszubekommen, was die alles reinmachen, damit die Brötchen und Laugenbrezeln so werden, wie wir Sie kaufen können. Ich teste außerdem gerade Starterkulturen und Rezepturen für den Sauerteigansatz für Roggenbrote...aber sieht sehr gut aus.
Desweiteren hole ich mir jetzt noch die Zutaten für helle Brötchen und Baguette. Schweinebraten, Haxen, Schinken, Bratwürste, etc gehört alles zum normalen Repertoire. AAAAAber!
Zum Brot und Wurst herstellen braucht man Trinkwasser und eine gewisse Hygiene, sonst hat man keinen Spass. Das bedeutet dass das mit der Infrastruktur geklärt sein muss, ebenso woher ich das Schweine- oder Rindfleisch beziehen kann...ich denke mit Mehl ist es nicht so schwierig.

Dass wir da Supermärkte und Restaurants beliefern können ist doch klar. Wenn ich Pasteten, etc. mache, werden das wohl einige Gäste in den Hotels auch zu schätzen wissen.
Ich bin außerdem noch Lebensmitteltechniker und bin relativ Fit im gesamten Lebensmittelbereich...auch Käseherstellung wäre denkbar und ich habe noch viiiiele Ideen.

Wegen dem Aufenthalt: Ja, wir wollen komplett auswandern.. und die Aufenthaltsgenehmigungen dürften soweit nicht zum Problem zählen.

Das Problem ist, wenn Du nicht arbeiten darfst und wenn das mit der Betriebsgründung nicht geklärt ist, bzw. die das anders sehen als uns das lieb ist.
Möchte weder enteignet werden, noch ins Gefängnis wandern.

Das ist ja der Grund warum ich hier im Forum bin.

Wir würden lieber heute, als morgen auswandern..geht aber wegen der Tochter von Sabine noch nicht. weinend

Viele Grüße
Hagen und Sabine


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ardesign
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Antwort #10 - 24.01.13 um 08:32:44
 
Dein Tatendrang wirkt erfrischend und ich glaube, dass neben octopus auch zahlreiche andere Touristen (und sicher auch neugierige Einheimische) deine deutschen Spezialitäten zu schätzen wüssten. Ich kenne ähnliche Angebote in Thailand, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

Habt ihr denn schon mit zuständigen Stellen gesprochen? Habt ihr die Fragen um Aufenthaltserlaubnis und Gewerbeanmeldung geklärt? Habt ihr Kontakte in Myanmar? Wisst ihr, wo ihr euch ansiedeln wollt?
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Daoreha
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Antwort #11 - 24.01.13 um 15:12:44
 
@ardesign

Ich habe schon mit Botschaftsangehörigen gesprochen.
Aber da weiß niemand was.
Man gab mir die Mailadresse der Botschaft und bat mich, meine Wünsche
in englischer Sprache zu definieren und auf eine Antwort zu warten..... ich warte gerade.

Nein wir wissen noch nicht wohin wir gehen könnten.
Wir fliegen seit 2000 regelmäßig nach Asien meist nach Thailand.

Eigentlich war Thailand unser Traum-Auswandererziel...aber erstens benehmen sich die Thais zunehmend schlechter (Geld verdirbt den Charakter) und dann ist das so eine Sache mit dem thailändischen Teilhaber 51% der Geschäftsanteile.
Tut mir Leid, aber ich traue den Thais nicht.
Ich denke die Burmesen sind noch nicht so "Verdorben" und hier kann man was bewegen.
Kambodscha wäre relativ einfach auszuwandern und gar kein Problem ein Geschäft zu gründen.. aber die Khmer sind auch ein wenig undurchsichtig.

Maylaysia wäre derzeit Traumziel, da hier alles stimmt, allerdings bekommt man evtl. eine Aufenthaltsgenehmigung aber keine Arbeitsgenehmigung, wenn man nicht entweder von einer Firma engagiert wird, oder schon einige Jahre dort gearbeitet hat.
Aber auch hier hatte ich Kontakt zu einem Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums von Malaysia. Dieser sagte mir, dass Malaysia in den nächsten 5 Jahren vom Tigerstaat zum Wirtschaftsstaat aufsteigen will und es sich dazu öffnen muss.
Das bedeutet, dass auch kleine Unternehmen, die zum Betrieb keine Investitionen in Höhe von mind. 150000 $ benötigen, starten können.

Aber offensichtlich, wird dies hier in Myanmar ebenfalls von Investoren verlangt, wenn sie eine Company gründen wollen.
Was in Myanmar sowieso ein Schwachsinn ist. In ein Land, dass erst vor kurzem
den Wegweiser in Richtung Demokratie gefunden hat, werden doch jetzt noch nicht die großen Investoren Geld reinbuttern, wenn sie befürchten müssen, dass morgen, das Militär mal kurz wieder übernimmt.
In Thailand ist man das gewohnt und da ist die Militärregierung immer mal wieder gewählt um den "Rechtsstaat" mal wieder kurz herzustellen, wenn die Roten gegen die Gelben kloppen.

Aber ich habe schon einige Dokumentationen und Berichte gesehen: Myanmar braucht alles und zwar schnell und sofort. Und das sind auch kleine Handwerker- Schreiner, Bäcker, Metzger, Schlosser, Zimmermänner, Agronomen etc.
Die brauchen Know How ohne Ende..

Und an sonsten sind das ganz liebe religiöse Menschen. Und uns würde es freuen, wenn wir uns dort ansiedeln könnten.
Aber wie @octopus es auch meinte...da schwimmen sie hin unsere Träume, wenn die Regierung reglementiert.

Viele Grüße
Hagen und Sabine






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octopus
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Antwort #12 - 24.01.13 um 16:00:07
 
@Daoreha
Ehrlich gesagt, bin ich immer davon ausgegangen, dass man bei einem Business, wie Ihr es vorhabt, nur Yangon als Arbeitsmittelpunkt in Frage kommt.

Aber egal - wie auch immer:  Bitte dranbleiben!
Was ich aber immer noch nicht verstehe: Wart Ihr denn schon einmal in Myanmar? Konnte ich Deinem Post nicht entnehmen.
Gruß
« Zuletzt geändert: 24.01.13 um 20:18:09 von octopus »
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Daoreha
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Antwort #13 - 24.01.13 um 16:37:02
 
@octopus

Nein, da waren wir noch nie. Zum einen war es uns früher ein wenig gefährlich.
Und seit dem Umbruch, hatten wir die Kurve noch nicht in Richtung Myanmar bekommen.
Aber wir haben Myanmar in den Medien beobachtet und es für ein wunderschönes Land gehalten, in das man auch auswandern könnte.
Und jetzt wird es auch immer wahrscheinlicher, dass es möglich wird.

Herzliche Grüße
Hagen
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octopus
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Antwort #14 - 24.01.13 um 18:21:24
 
@Daoreha
Ihr solltet aber wirklich mindestens ein Mal, besser viele Male das Land besucht haben, in das Ihr auswandern wollt. Meiner Meinung nach, ist das eine Grundvoraussetzung. Auch wenn Ihr euch noch so gut in Asien und besonders dem angrenzenden Thailand auskennt - Myanmar ist anders. Es reicht nicht aus, es nur durch die Medien dargestellt zu sehen.
Niemand wird Euch ernst nehmen - weder die Zuständigen auf der Botschaft, noch potenzielle Geschäftspartner etc., wenn die mitbekommen, dass Ihr noch nie da wart.

Im Moment boomt nicht nur Myanmar, sondern auch das Thema "Auswandern" - Stichwort: (Scripted) Reality Sendungen wie "Goodbye Deutschland", "Die Auswanderer" und wie sie alle heißen?.

Ich hoffe wirklich, dass Ihr Euch die Zeit nehmt, erst einmal nach Myanmar zu reisen um Euch einen Eindruck zu verschaffen. 
Gruß
« Zuletzt geändert: 24.01.13 um 20:19:31 von octopus »
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