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Rakhine - Ausnahmezustand (Gelesen: 27635 mal)
siamfan
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Antwort #30 - 18.06.12 um 01:50:29
 
Nun ja,
ich sehe Burma wird seinen Weg gehen. weinend
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arfe
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Antwort #31 - 18.06.12 um 10:32:02
 
kweli schrieb am 17.06.12 um 22:39:56:
Ich lese in deinem Zitat nichts von klarer Stellungnahme...Wage Äußerungen ohne Stellung zu beziehen bzw. sich auf eine Seite zu schlagen.


Das hatte ich doch geschrieben wie meine Stellungnahme dazu ist.
Und meine Äußerungen sind auch nicht wage. Und wozu soll ich eine Stellung beziehen? Ich muss mich doch nicht für meine Meinung rechtfertigen. Ich betrachte das ganze Thema sachlich und nüchtern, aber bei Dir schwingen da persönliche Emotionen mit, weil Du dich anscheinend von Deinen burmesischen Nachbarn bedroht und denunziert fühlst. Daher habe ich eher den Eindruck, dass es um Deine persönlichen Befindlichkeiten geht.

Zitat:
Sorry aber wenn das alles ist einer Nobelpreisträgerin dann ist das ziehmlich ernüchternt. Und zu den Kachin hat sie auch nichts gesagt... Keine Appelle, Keine Forderungen, Keine Informationen über die schlimme Situation der Flüchtlinge.


Sie hat zu vielen Situationen noch nicht viel sagen können. Egal ob zu der Problematik Karen, Kachin, Shan usw. Das sind viele Baustellen und unterschiedliche Konflikte. Du stellst Dir das echt zu einfach vor. Dazu gehört Feingefühl und viel Diplomatie und ich glaube, dass Aung Suu Kyi viel davon hat. Nur geht sowas alles nicht von heute auf morgen, um diese Probleme zu lösen  und zu ALLEM eine Stellung zu beziehen, bevor man das Problem nicht analysiert hat und viele Gespräche geführt hat.


arfe schrieb am 17.06.12 um 20:08:19:
Danke, genau das versuche ich die ganze Zeit kweli zu erklären.


Zitat:
Also du hast schon ein Talent alles aus dem Kontext zu reißen  Laut lachend


Häh????   Augenrollen

Ich verabschiede mich aus der Diskussion, weil ich zumindest bei einer Person den Eindruck habe, wenn man nicht den gleichen Standpunkt teilt, dass er dann sehr persönlich wird.
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neichs
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Antwort #32 - 18.06.12 um 10:53:26
 
Ich muss Alex zustimmen. Wie in jedem anderen Land gibt es auch in Myanmar mehr oder weniger rassistisch eingestellte Leute. Natürlich ist es irrwitzig wie die Burmesen immer als besonders friedfertiges Volk dargestellt werden. Da muss man sich nur mal mit der Geschichte Myanmars befassen.  Aber  welches Land kann mit Toleranz ohne Ende glänzen?  Traurig
Persönlich habe ich in der Zeit, in der ich in Myanmar  gelebt habe, nie Rassismus erfahren und ja,  ich verstehe burmesisch.  Natürlich gibt es bei Mischehen häufig bedenken, wie überall auf der Welt.  Wie häufig werden Bedenken geäussert wenn eine Europäerin einen Moslem heiratet. Trotzdem kenne ich sehr viele Mischehen Burmesen mit Indern, Shan mit Kachin, Kachin mit Burmesen,  Karen mit Kachin. Ich könnte eine lange Liste machen von Ehen aus unserem Bekannten und Verwandtenkreis. Diese Ehen erfahren keine Diskriminierung im Alltag. Und von generellem Hass unter den ethnischen Gruppen kann keine Rede sein. Zwischen Vorurteilen und Hass sehe ich einen grossen Unterschied.
Ich möchte  ja nicht abstreiten das es Rassismus gibt. Besonders abschätzige Bemerkungen über Kalar wie Inder, Araber und Bengalen usw.  genannt werden sind häufig.  Das Drama um die Rohingya trifft mich sehr und in diesem Fall kann man sicherlich von Hass von beiden Seiten aus sprechen. Zumindest in den betroffenen Gebieten. Ich hoffe von Herzen, dass da bald eine Lösung gefunden werden kann.  Allerdings kann man auch die Minderheiten nicht immer als Heilige darstellen.  Auch unter ihnen gibt es Leute die den Hass schüren. Ich denke Schwarz-Weiss Denken ist nicht angebracht.
Und zuletzt ich bewundere Daw Aung San Suu Kyi für ihre unermüdliche Arbeit um Frieden in Myanmar. Natürlich kann eine Person nicht allzu viel bewirken, trotzdem ist es eindrücklich wie viel Sie in Myanmar durch ihre Reden bewegen kann.  Für die ethnischen Minderheiten sehe ich nur eine Lösung, in einer Föderalistischen Demokratie. Damit endlich umgesetzt wird was Bogyote Aung San mit den verschiedenen Gruppen ausgehandelt  hat.  Und da setzt sich DASSK ja ebenfalls ein. Das ihr die Kachin egal sein sollen,  kann ich nicht nachvollziehen..  Schockiert/Erstaunt Aber sie ist halt auch nur ein Mensch und man kann von ihr nicht Verlangen Wunder zu bewirken.  Für Wunder müssen sich schon alle  einsetzen!!
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arfe
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Antwort #33 - 18.06.12 um 10:58:28
 
@ neichs

Dein ganzer Beitrag spricht mir aus der Seele und meiner Erfahrungen und Eindrücke. Ich schliesse mich Deinem Standpunkt zu 100% an.
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siamfan
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Antwort #34 - 18.06.12 um 12:11:32
 
arfe schrieb am 18.06.12 um 10:58:28:
@ neichs

Dein ganzer Beitrag spricht mir aus der Seele und meiner Erfahrungen und Eindrücke. Ich schliesse mich Deinem Standpunkt zu 100% an.

Als "Thailaender" sind mir einige Namen und Abkuerzungen (noch) nicht gelaeufig, trotzdem schliesse ich mich der Aussage von @arfe an. Smiley
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schokolade 55
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Antwort #35 - 18.06.12 um 14:41:55
 
Mein Eindruck:
Der eine beharrt auf seinem Standpunkt. Der andere glaubt, die Weisheit gefressen zu haben. Wieder einer versucht zu argumentieren und wird niedergeknüppelt. Der nächste hat eine Meinung, aber keine Argumente. Ein anderer stellt Behauptungen auf, die keiner widerlegen kann. Zum Schluss kommen dann Killerphrasen. Schade dass Diskusionen manchmal so ablaufen. Ich habe jetzt etwas übertrieben, sollte aber o sein.
So, und was habt ihr jetzt erreicht?
Gruss Schokolade
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TotoOnTour
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Antwort #36 - 18.06.12 um 15:02:41
 
Möchte dann jetzt doch mal kurz meinen Senf ablassen. Um zur aktuellen Lage eine fundierte Meinung zu haben bin ich sicherlich nicht in der Lage; dazu fehlt mir das Fachwissen. Auch wenn sich dieser, und nicht nur dieser Thread, anhört wie der blanke Horror möchte ich nicht alles anzweifeln. Die Zuneigung zu einem Land soll einem ja nicht die Augen vor Fehlern und Missständen verschließen. Nur fehlt mir bei vielen Äußerungen die Neutralität. Zumindest vermute ich dies so. Ich, der noch nie in Myanmar war (folgt in mittelbarer Zukunft; deswegen bin ich ja hier), zweifele da doch so einiges an. Kambodscha, Indien...auch alles Länder mit extremen Problemen, mit verschiedenen teils sehr verfeindeten Bevölkerungsgruppen. Nur was mich wundert und was ich endlich mal ansprechen möchte: Ich habe über 50 Länder bereist, und mich grds immer wie  auch jetzt lange vorher über Foren etc mit den LÄndern etc auseinandergesetzt. In keinem aller Foren war die Meinung der Forumsmitglieder dermaßen negativ wie es hier der Fall ist!!! Selbst in Indien nicht! Das erklär mir mal wer, zumal wirklich viele von euch dort leben - dann sag mir mal wer warum? Ich reise ewig durch buddhistische Länder. Auch dort möchte sicherlich jeder sein Geschäft machen. Aber wenn das der Grund für Nettigkeit sein soll... Da wüsste ich unzählige Beispiele die dies widerlegen könnten. Aber es würde nichts bringen! Sorry, aber irgendwo regt mich das auf! Ich werde das Forum sicher nicht verlassen, hoffe einfach auf ein wenig differenzierte Sichtweise, auch der ein oder andere user der mal was Positives sieht wäre nicht verkehrt. Leute Leute... wenn man hier liest sollte man meinen, dass die einzige Lösung die ist sich und die ganzen Planeten schnellst möglich in die Luft zu jagen
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schokolade 55
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Antwort #37 - 18.06.12 um 15:50:16
 
Mir ist es ziemlich egal was einige hier schreiben. Ich habe im Land nichts von den bösen Dingen gehört, gesehen oder gelesen. Mir war auch keiner mit Rassenhass entgegengetreten. Die Menschen waren nicht freundlicher oder unfreundlicher als anderswo. Was hinter meinem Rücken gesprochen wurde, weiss ich nicht. Was hier hinter meinem Rücken gesprochen wird, weiss ich auch nicht.
Was ich gesehen oder erlebt habe, waren recht viel Armut, sauber gekleidete Menschen, geschäftsrüchtige Taxifahrer, wenig Schulen, saubere und schmutzige Restaurants, alte und neue Unterkünfte, wenig Industrie, gute Ärzte, verdrocknete Landschaften, viel Kultur.

Was die gesellschaftliche und politische Seite betrifft, so bin ich der Meinung, dass sich eine Nation die Besserwisserei aus Europa und den USA am Hintern vorbei gehen lassen kann. Es sei denn, wir würden gefragt werden. Aber dafür besteht wirklich keine Notwendigkeit.

Bei einem bin ich mir aber ganz sicher und kann es an Beispielen beweisen. Sollte das jetzige Regime/die Regierung abtreten, dann versinkt Myanmar im Chaos.

Also ist ein langsamer Wandel mit all seinen Ungreimtheiten besser als unbrauchbare Gutmenschdemokratiewünsche. Wie schon vorher geschrieben, ich habe von Myanmar keine Ahnung,.... aber einen gesunden Menschenverstand ... und wieder ein paar Freunde weniger.

Gruss Schokolade


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arfe
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Antwort #38 - 18.06.12 um 15:58:58
 
schokolade 55 schrieb am 18.06.12 um 15:50:16:
Also ist ein langsamer Wandel mit all seinen Ungreimtheiten besser als unbrauchbare Gutmenschdemokratiewünsche. Wie schon vorher geschrieben, ich habe von Myanmar keine Ahnung,.... aber einen gesunden Menschenverstand ...


Auch dem schliesse ich mich an.
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siamfan
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Antwort #39 - 18.06.12 um 16:22:55
 
Jedes Ding hat zwei Seiten, die Seite der Rohingyas kann man hier nachlesen:
http://ric-malaysia.weebly.com/history.html
Zitat:
ARAKAN once a sovereign and independent State, is now one of the states of the Union of Burma. Under different periods of history Arakan had been an independent sovereign monarchy ruled by Hindus, Buddhists and Muslims. After Bengal became Muslim in 1203 AD, Islamic influence grew in Arakan to the extent of establishing Muslim vassal state beginning in 1430 AD. Muslim’s rule and influence in Arakan lasted for more than 350 years until it was invaded and occupied by Burman king Boddaw Paya on 28 December (Saturday) 1784 AD.The First Anglo-Burmese War (1824-26) was ended on 24 February 1826 when Burmese ratified the Treaty of Yandabo and Burmese ceded Arakan and Tenasserim to British India. Then under the Government of India Act of 1935, Burma was separated from British India on 1 April 1937. Arakan was made a part of British Burma against the wishes of its people and thus finally Arakan became a province of independent Burma in 1948.
Zitatende
Die angegebenen Rechtsgrundlagen und Vertraege sind alle im Internet auf Englisch zu finden.
Damit waere belegt die Rohingyas haetten zumindest ein Recht auf Anerkennung oder auf mehr. Zwinkernd
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TotoOnTour
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Antwort #40 - 18.06.12 um 17:20:44
 
schokolade 55 schrieb am 18.06.12 um 15:50:16:
Mir ist es ziemlich egal was einige hier schreiben. Ich habe im Land nichts von den bösen Dingen gehört, gesehen oder gelesen. Mir war auch keiner mit Rassenhass entgegengetreten. Die Menschen waren nicht freundlicher oder unfreundlicher als anderswo. Was hinter meinem Rücken gesprochen wurde, weiss ich nicht. Was hier hinter meinem Rücken gesprochen wird, weiss ich auch nicht.
Was ich gesehen oder erlebt habe, waren recht viel Armut, sauber gekleidete Menschen, geschäftsrüchtige Taxifahrer, wenig Schulen, saubere und schmutzige Restaurants, alte und neue Unterkünfte, wenig Industrie, gute Ärzte, verdrocknete Landschaften, viel Kultur.

Was die gesellschaftliche und politische Seite betrifft, so bin ich der Meinung, dass sich eine Nation die Besserwisserei aus Europa und den USA am Hintern vorbei gehen lassen kann. Es sei denn, wir würden gefragt werden. Aber dafür besteht wirklich keine Notwendigkeit.

Bei einem bin ich mir aber ganz sicher und kann es an Beispielen beweisen. Sollte das jetzige Regime/die Regierung abtreten, dann versinkt Myanmar im Chaos.

Also ist ein langsamer Wandel mit all seinen Ungreimtheiten besser als unbrauchbare Gutmenschdemokratiewünsche. Wie schon vorher geschrieben, ich habe von Myanmar keine Ahnung,.... aber einen gesunden Menschenverstand ... und wieder ein paar Freunde weniger.

Gruss Schokolade



Also ich unterschreibe jeden Satz  Cool (außer natürlich was eigene Erfahrungen in Myanmar betrifft - kann ich ja nun noch nicht
Nochmals kurz: Das es sicher nen Anteil in der Bevölkerung gibt, der schlecht über diverse Ausländer redet mag sein. Das glaub ich sogar gerne, hat aber auch meistens seinen Grund (NEIN! Damit meine ich keinen hier aus dem Forum, kenne schließlich keinen persönlich). Aber es gibt nun einmal ne ganze Menge Westler (dazu gehören inzwischen auch einige ehemalige Ostler (Ui)), die sich aufführen wie die Axt im Walde, mit Moneten protzen oder die Weißheit mit Löffeln gefressen haben. Ich habe hier auch mit so einigen Spezies meine Probleme - aber auch das hat dann seinen Grund. Und so ist es überall auf der Welt. Idioten gibts überall. Mit dem Rest kommt man klar, und das meistens verdammt gut. Und Burma wäre wirklich das erst buddhistische Land wo es ausgerechnet nicht so sein soll. Ich habe Freunde, denen ich nen gewisses Vertrauen entgegen bringe. Jeder von denen, der in Burma war vergleicht die Bevölkerung in Sachen Toleranz und GAstfreundschaft mit der von Laos. Und da kann ich mir ne Meinung drüber bilden. Und die ist Lichtjahre von dem entfernt wie es hier teils suggeriert wird
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kweli
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Antwort #41 - 18.06.12 um 22:08:38
 
Man merkt bei dieser Diskussion eben wer mal als Tourist da war und wer wirklich eine Ahnung von den Menschen hat.... Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Nur eines noch: Schon mal einen Artikel gelesen auf den so viele rassistische Kommentare losgelassen wurden?

Ich glaube kaum... Im Nationalismus/Rassismus sind die Burmesen eben selbst den Thais weit überlegen. Und das ist nun wirklich kein Geheimniss

http://www.theweek.co.uk/asia-pacific/burma/47364/burma-regime-inciting-rakhine-...

Damit ist die Diskussion für mich auch beendet...

PS: Nein ich benehme mich nicht wie die Axt im Walde. Die Leute die schlecht über mich reden haben mich in der Regel noch nie gesehen, geschweige denn getroffen. Und als mein Motorrad beschädigt wurde (nein nicht von den nachbarn, wie kommst du darauf arfe) auch nicht. Die Geschichte wie das passiert ist will ich nicht groß erklären, nur so viel: für manche Bamar scheint es schon zu viel zu sein ein "gemischtes" Paar zu sehen. Und wenn dann der Frust über die eigene miserable Existenz zu groß wird dann sind Beleidigungen eben nicht mehr genug. Meiner Erfahrung nach ist es so das Menschen die mich regelmäßig sehen, sprechen etc. nicht diejenigen sind über die ich sagen kann sie wären rassistisch. Viel eher sind es wie schon gesagt diejenigen die ich gar nicht kenne.

Wohl gemerkt geht es mir auch nicht um mich selbst sondern eher um die Minderheiten Myanmar´s, diese werden meiner Meinung nach ziehmlich oft schlicht und einfach vergessen. Ob nun jemand über mich schlecht redet ist mir mittlerweile ehrlich gesagt egal. Deshalb spielt das in meinem Alltag in Myanmar keine Rolle.

Wie schon mein Beispiel zeigt, es wird gegen den Ayeyarwaddy Dam im Kachin State protestiert. Auf der anderen Seite ist mal abgesehen von in Yangon lebenden Kachin nicht viel zu sehen von Bamar-Engagement für die Kachin. Und waurm ist das so? Weil der Ayeyarwaddy Dam Folgen für Bamar Gebiete hätte (bzw. haben wird) und der Konflikt im Kachin State die Bamar in Mandalay, Yangon etc. schlicht nicht betrifft.

Noch ein Beispiel: Im April (oder März, weiß es nicht mehr so genau) sprach ich mit einem Freund in Yangon. Er recht wohlhabend und gut gebildet meinte zur Lage im Kachin State: Was?? Sind die Kachin denn nicht glücklich??? Und dabei war er aus vollstem Herzen überrascht... Das ist zwar nur ein persönliches Beispiel aber es zeigt doch schon stark wie wenig Anteilnahme es für die Kachin gibt. Und dabei will ich nicht sagen er wäre ein Rassist.
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schokolade 55
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Antwort #42 - 18.06.12 um 23:01:42
 
@kweli
Was willst du eigentlich erreichen? Was du schreibst ist sehr einseitig und wenig konstruktiv. Es bringt nicht viel, immer die "bösen anderen" anzusprechen und alle anderen zu kritisieren, nur weil sie eine andere Meinung vertreten. Zuletzt spielst du den Beleidigten. Das ist schade. Mit deinem Wissen könnest du mit einem moderaterem Verhalten mehr erreichen.
Gruss Schokolade Zwinkernd
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alex63
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Antwort #43 - 18.06.12 um 23:19:37
 
kweli, ich glaube, du verrenst dich ein wenig in zu persönliche erfahrungen und ich bin mir nicht sicher, ob du einen versuch unternimmst, die münze von beiden (oder allen) seiten aus zu betrachten. du scheinst die "bamar" nicht sehr zu mögen und doch machen sie im moment die mehrheit in dem land, in dem es in diesem blog geht aus. du musst sie nicht mögen, klar, aber wenn dieses land geographisch in der mittleren zukunft mehr oder weniger so bleibt wie es ist, dann muss man sich miteinander arrangieren. ich habe schon einmal an anderer stelle gesagt, dass die minderheitengebiete in MM weit in andere nachbarländer hineinreichen, wo ist also der plan? ein shan staat mit nem teil china, ein kachin staat mit ein bisschen tibet, ein chin staat mit ein wenig indien, ein rakhine staat mit nem teil bangladesh, ein mon staat mit ein wenig thailand??? ich bin froh, dass die mitteldeutschen die oberpfalz integriert haben (scherz) und wir es (hoffentlich) geschafft haben in einem staatsgebilde zu leben, das nachbarn respektiert. kann sein, dass MM das noch lernen muss, wenn sie es nicht schaffen, brichts eh auseinander, aber davor wird hillarious hillary uns schon bewahren (irony)

means unterm strich: schau ma mal a bisserl entspannt da rüber, als urlauber kann man eh zur not woanders hinfahren, wollt schon immer in den jemen (nochmal scherz)
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kweli
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Antwort #44 - 18.06.12 um 23:26:34
 
Ich möchte gar nichts erreichen sondern gebe nur meine Erfahrungen bzgl. Rassismus in Myanmar wieder... Das ist, meiner Meinung nach jedenfalls, allemal besser als wage, theoretische Aussagen von sich zu geben.

Außerdem ist das hier ja wohl ein Diskussions-Forum also muss es auch erlaubt sein seine Meinung zu äußern auch wenn die manch einem nicht gefallen mag.

Wieso ist mein Beitrag außerdem nciht konstruktiv? Es ist ja wohl eindeutig konstruktiver persönliche Erfahrungen zu äußern oder handfeste Beispiele für ein bestimmtes Thema zu geben als allgemeingültige Beiträge über Themen zu schreiben von denen man selber zugibt eigentlich doch keine Ahnung zu haben.

Einseitig ist meine Meinung auch nicht, sie entspricht eben nur nicht der Sicht eines Außenstehenden oder eines Touristen. Ich sehe die Dinge aus Sicht der Kachin da die meine zukünftige Familie Kachin ist. Ich im Kachin-State lebe und weil mich deshalb eben dieses Thema eher interessiert als das was in Yangon oder Mandalay passiert.
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