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Burma verändert sich rasant! (Gelesen: 17759 mal)
big4
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Beiträge: 360
24.02.12 um 12:20:51
 
Hallo,
im Forum ist es noch nicht so angekommen, dass die Veränderungen in Burma schon rasant sind, wobei natürlich Burma (noch) nicht im allgemeinen gemeint ist. Die politischen Veränderungen haben klar ihre Auswirkungen zunächst in den Metropolen. Das Burma, wie es im Forum noch gezeichnet wird, wird bald der Vergangenheit angehören.
Am meisten sind die Veränderungen zunächst jetzt schon in Yangon spürbar. Wann gab es das, dass man Hotelzimmer 2-3 Wochen vorbuchen muss? Dass die Hotel-Preise zum Teil bisher um  bis zu 300% gestiegen sind. Dass Hotels wlan Verbindungen haben, die es ermöglichen über Skype incl webcam Verbindungen mit der Welt herstellen? Dass vom Zimmer aus online banking zu hause möglich ist??
Dass importierte Taxi aus Thailand nicht mehr 20.000USD kosten, sondern viel billiger zu kaufen sind? Dass neuere Modelle bereits zum Stadtbild gehören?
Dass frühere Guides nun im Real Estate arbeiten. Die Grundstückspreise bisher bis zu 300% explodiert sind und weiter steigen? Dass die Hotels nicht nur mehr voll sind von Touristen , sondern besonders von Geschäftsleuten, die Morgenluft schnuppern, um beim Verteilen des Kuchens möglichst früh dabei zu sein.
Auch Andreas muss sich langsam überlegen, ob er diese Seite nicht bald umgestalten und anpassen wird müssen.

Auf jeden Fall ist es spannend, was hier passiert...alle 6 wochen sind Veränderungen spürbar... dass sich die Veränderungen über das ganze Land ausbreiten werden, ist nur eine Frage der Zeit.

Schon  jetzt lese ich noch Beiträge von Forumsteilnehmern, die meinen, immer noch ihren Sermon leisten zu können und Ratschläge zu geben, weil sie vor 4-5 Jahren mal in Burma waren.
Hier und da geht das noch...aber nicht mehr lange!!!
Wer noch etwas vom "alten" Burma erleben will, sollte sich beeilen... die Infrastruktur ist der Nachfrage noch nicht gewachsen, was klar ihre Auswirkungen auf die Preisentwicklung haben wird.

Gruss, big4

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kweli
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Beiträge: 310
Antwort #1 - 24.02.12 um 14:03:34
 
big4 schrieb am 24.02.12 um 12:20:51:
dass die Veränderungen in Burma schon rasant sind


Seh ich nicht so.

Egal was die westlichen Medien jetzt plötzlich erzählen wollen, wirklich realer Wandel bzw. neuer Wandel ist noch minimal. Allgemeine Modernisierung gab es auch schon vor Thein Shein´s Amtszeit: Beispielsweiße W-Lan, das gab es schon weit vor 2010. Auch gab es schon vor Thein Shein´s Amtszeit den neuen Internetservice von Htoo Trading Group in Yangon. Moderne Autos gab es schon immer für die reichen Junta Mitglieder. Wieviele Burmesen können sich denn heute bitte ein tolles neues Auto kaufen? Klar auf dem Papier ist das toll aber in der Realität ist das fast bedeutunglos. Und volle Hotels und größere Touristenzahlen sind ja nun wahrlich kein Indiz von rasantem Wandel sondern eher von westlichen Medien und ihren Berichten über den ach so tollen demokratischen Wandel in Myanmar.
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mingalaba2006
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Beiträge: 66
Antwort #2 - 25.02.12 um 14:00:11
 
Ich war jetzt im Januar seit 2004  das siebente Mal in Burma und möchte einfach meine subjektive Eindrücke weiter geben.
Yangon: es wird gebaut wie nie. Viele schöne alte, wenn auch verfallene Häuser werden abgerissen/zurückgebaut und dafür entstehen hohe Wohn-Bürogebaude. Gearbeitet wird auf den Baustellen z.T. rund um die Uhr.
Viele Nebenstraßen werden mit neuem Straßenbelag versehen, in der Innendstadt findet sich sogar ein Parkplatz (war mir in den vergangenen Jahren noch nie aufgefallen).
Viel mehr Shoppingcentren mit modernen Geschäften (Elektronik, Bekleidung, Supermärkte) finden sich auch in den Außenbezirken.
Die Bekleidung insbesondere bei den jüngeren Menschen bzw. eher etwas "gehobeneren " Geschäftsleuten verändert sich, Longyi ist zumindest in Ygn. gegenüber den vergangenen Jahren extrem zurückgegangen, stattdessen viel Jeans bzw. bei den weiblichen Burmesen (Mini-)Röcke u.ä.
Mobilphones everywhere. Während in 2004 derartiges extrem selten (teuer) war, haben heute sehr viele ein Handy, welches auch immer gut sichtbar getragen wird (bis hin zu Mönchen, welchen es an ihrer Kutte festgemacht hatten).
Und überall gibt es jetzt T-Shirts/Post der "Lady" zu kaufen, was aber letztlich nach der momentanen polit. Entwicklung nicht so überraschend war. Ich persönlich war trotzdem sehr überrascht, nachdem man ja in den vergangenen Jahren kaum das Wort  Aung S. in den Mund genommen hat.
Was die Preisentwicklung betrifft, ich persönlich fand die Preise für Coffeemix oder ein Essen an der Straße noch genauso moderat wie in der Vergangenheit, hier ist es eher der momentane Wechselkurs, der den Urlaub teurer macht.
Von Yangon mal abgesehen fand ich aber Burma in vielen Orten so vor, wie ich es in den  vergangen Jahren kennen- und lieben gelernt habe. Selbst Bagan hatte sich zumindest äußerlich nicht so verändert, wenn man mal von den in meinen Augen wirklich ungelungenen Restaurierunen der Tempel absieht. Fährt man mit dem Bus die entsprechenden Ziele an, fand ich (noch!) viele Dinge so vor, wie immer. Nette Mitreisende, die üblichen Stops mit den mehr oder weniger appetitlichen Toiletten und bei der Fahrt selber das Gefühl, eine Zeitreise zurück zu machen. Sicher ist es eine Frage der Zeit, bis sich auch hier vieles ändert.
Aber ich denke, es gibt auch in den nächsten Jahre noch viele Orte in Burma, bei denen eine Veränderung sich nicht so schnell abzeichnen wird. Aber wie gesagt - ist nur meine subjektive Meinung. Smiley
Mingalaba
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sahrapa92
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Antwort #3 - 07.03.12 um 04:58:36
 
ich habe burma im november erstmalig bereist, kenne aber viele burmesen, lebe selbst in thailand an der burmesischen grenze.
die veränderungen sind wirklich enorm, niemand hat mehr angst vor der geheimpolizei, hat man früher seine gespräche im cafe immer darauf abgestimmt, dass am nachbartisch ein stasi mithören könnte, so interessiert das jetzt niemanden mehr. das land erlebt diesen und wohl auch nächsten winter einen ungeahnten ansturm von touristen, der die infrastruktur an die grenzen bringen dürfte.
nichtsdestotrotz. die armut in vielen divisions ist weiterhin unerträglich, ein feldarbeiter verdient 2€ am tag, so er denn arbeit hat. überall in den städten die vielen motorradtaxis, die um jeden auftrag betteln. fragt mal die zahlreichen andenkenverkäufer in bagan, wann sie ihr letztes souvenir einem touristen verkauft haben.
einzig im shan division ist eine gewisse prosperität zu sehen. weiterhin undurchdringlich der bürokratiedschungel. die hotels in mandalay müssen die daten der gäste in 13 verschiedene listen eintragen  (stand nov 2011).um von mandalay nach lashio im norden zu gelangen, muss ich die fahrt in zipphaw unterbrechen, direkt ists für langnasen verboten. überhaupt die einreise ist bisher nur über yangoon mit dem flugzeug möglich.
im land motorbikes zu leihen, ist bisher halblegal. die buspreise für falangs teilweise überteuert. die eisenbahn, naja, abenteuerlich aber sehr langsam. und dieser fimmel mit den nagelneuen dollarnoten, die verlangt werden. eine knitterfalte entwertet den schein bereits. von dem idiotischen rechtsverkehr bei 95% autos mit rechtslenkung ganz zu schweigen.

die schulen sind meist schlecht und sogar die grundschulen kostenpflichtig. dafür ist der schnaps unglaublich billig, die alkoholikerrate über weltniveau.
um die unfähigkeit der militärregierung zu veranschaulichen: malaysia und burma hatten bei entlassung in die unabhängigkeit ähnliche startbedingungen.
das land wird noch viele jahre brauchen, bis nicht mehr scharen von armutsflüchtlingen nach thailand drängen, um sich hier für wenige bahts zu verdingen.
sahra
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xuanzang
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Antwort #4 - 30.12.12 um 18:10:24
 
Hallo Sahra, wenn du in der Nähe der Burmesischen Grenze lebst, weisst du doch bestimmt, oder kannst es feststellen, was mit den neuen Grenzübergängen ist, die da gebaut werden, oder sogar schon wurden. Ich weiss was von Sinkhon und Dawei, aber eben nichts genaues. Und falls du die möglichkeit hast festzustellen ob diese Grenzen auch für Fahrradfahrer passierbar sind, wären eine ganze Menge Leute höchst erfreut.
Gruß Rolf
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lina
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Antwort #5 - 12.01.13 um 13:59:30
 
an Sahra: du schreibst, dass auch Malaysia und Burma die selben Probleme hatte. Burma ist Myanmar - welches andere Land meinst du also? danke&ciao, Lina
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Chom
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Beiträge: 4
Antwort #6 - 18.01.13 um 01:19:12
 
lina schrieb am 12.01.13 um 13:59:30:
an Sahra: du schreibst, dass auch Malaysia und Burma die selben Probleme hatte. Burma ist Myanmar - welches andere Land meinst du also? danke&ciao, Lina

Da liegt glaube ich ein Missverständnis vor. Sie hat Malaysia mit Myanmar verglichen, da beide wie sie sagt nach der Kolonialzeit mit ähnlichen Startbedingungen in die Unabhängigkeit entlassen wurden.
sahrapa92 schrieb am 07.03.12 um 04:58:36:

um die unfähigkeit der militärregierung zu veranschaulichen: malaysia und burma hatten bei entlassung in die unabhängigkeit ähnliche startbedingungen.
das land wird noch viele jahre brauchen, bis nicht mehr scharen von armutsflüchtlingen nach thailand drängen, um sich hier für wenige bahts zu verdingen.
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Walsch
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Antwort #7 - 22.01.13 um 11:23:05
 
Burma veraendert sich nicht rasant... nur Yangon, aber leider negativ.

Lg

Walsch
liebe Grüße aus Österreich

Doris und Walter
http://reise-berichte.at
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kweli
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Antwort #8 - 23.01.13 um 11:39:13
 
Walsch schrieb am 22.01.13 um 11:23:05:
Burma veraendert sich nicht rasant... nur Yangon, aber leider negativ.

Lg

Walsch


Inwiefern denkst du das sich Yangon negativ entwickelt?

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Walsch
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Antwort #9 - 24.01.13 um 14:07:26
 
Hallo Kweli !

Bitte nicht böse sein, aber ich möchte da nicht weiss Gott wie genau drauf eingehen, nimm es einfach als unser subjektives Empfinden. Sonst gibt es da wieder elendlange Grundsatzdiskussionen, die ich vermeiden will, weil jeder so seine eigenes Empfinden hat...

aber fuer UNS negativ, z.B  :

Ausser dieses Jahr in Yangon hat uns noch nirgendwo anders ein Moench nach Besuch eines Klosters darauf hingewiesen, dass 5000 Kyatt Spende fuer das Kloster zuwenig sei, 10.000 wuerden gerade reichen  Schockiert/Erstaunt

Am Land fragen Sie dich nicht mal nach einer Donation.

Und das indische Viertel muss man auch nicht mehr suchen, das ist schon ueberall , wo die Touristen sind:-)
( das ist nicht rassistisch gemeint, bitte !)

Wir meinen nur , dass sich besonders Yangon extrem schnell dem Tourismus anpasst und langsam an Authentizität verliert... 


liebe Grüße aus Österreich

Doris und Walter
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kweli
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Antwort #10 - 24.01.13 um 19:48:39
 
Das mit der Spende ist ja schon erstaunlich. Sowas habe ich in Myanmar, jedenfalls von buddhistischer Seite her, noch nicht erlebt. Hoffe ihr habt dann gar nichts gespendet.

Mich hat nur mal interessiert warum ihr so empfindet. Ich konnte Yangon noch nie besonders leiden aber jetzt mit der Hotelpreisinflation und den zunehmenden Staus wird es immer schlimmer so das ich mittlerweile froh bin wenn ich dort nicht sein muss.

Mal ganz davon abgesehen das die rasant steigende Zahl an Ausländern in Yangon einige unschöne Folgen hat. Nur mal als Beispiel: Es gibt jetzt eine monatliche LGBT (Lesbian, Gay, Bi, Transgender) Party in Yangon die von einer holländischen Frau organisiert wird. Nehmt es mir nicht übel, ich habe nichts gegen Schwule aber diese Party und der Lebensstil der damit zelebriert wird sagt doch einiges aus über die Richtung in die sich Myanmar entwickeln wird. 
« Zuletzt geändert: 25.01.13 um 09:08:23 von Andreas »
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TotoOnTour
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Antwort #11 - 27.01.13 um 17:11:17
 
"Ausser dieses Jahr in Yangon hat uns noch nirgendwo anders ein Moench nach Besuch eines Klosters darauf hingewiesen, dass 5000 Kyatt Spende fuer das Kloster zuwenig sei, 10.000 wuerden gerade reichen"
Versteh mich nicht falsch, aber bist du ganz sicher, dass es überhaupt ein Mönch war, und nicht wer der versucht hatte Reibach zu machen?
Wenns einer war, dann gibts halt auch mal negative Beispiele. Wir haben in Yangon viele Gespräche geführt. Nicht nur die Anzahl der Autos, auch die Jugend hat sich stark verändert. Die Röcke werden kürzer, es wird mehr getrunken, auch ist es nicht mehr für jeden das Wichtigste jedem immer nur nett zuzuwinken. Das mag den einen oder anderen nicht zu unrecht mit Wehmut erfüllen - trotzdem ist es vollkommen ok wenn man sich auch dort so manche Freiheiten nimmt. Trotzdem ist Burma in meinen Augen von der europäischen "Kälte" noch Lichtjahre entfernt. Und dass aufgehobene Sanktionen, eine gewisse Öffnung und größere Freizügigkeit den Buddhismus dort auch nur halbwegs so verändern wie es in der christlichen oder auch teils islamischen Welt geschah wage ich doch sehr zu bezweifeln. Malt mal nicht alle den Teufel an die Wand. Auch mir fielen Geschäftsleute auf, aber sei dir sicher: auch da wird der Großteil schön aufe Schnauze fliegen. Auch Reisende können durch Gespräche dazu beitragen die Leute vor dubiosen Geschäftsbedingungen zu schützen/warnen (und wenns nur ne dösige Reiseagentur mit dumpfen Forderungen ist... Augenrollen )
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ardesign
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Antwort #12 - 27.01.13 um 19:27:22
 
xuanzang schrieb am 30.12.12 um 18:10:24:
Hallo Sahra, wenn du in der Nähe der Burmesischen Grenze lebst, weisst du doch bestimmt, oder kannst es feststellen, was mit den neuen Grenzübergängen ist, die da gebaut werden, oder sogar schon wurden. Ich weiss was von Sinkhon und Dawei, aber eben nichts genaues. Und falls du die möglichkeit hast festzustellen ob diese Grenzen auch für Fahrradfahrer passierbar sind, wären eine ganze Menge Leute höchst erfreut.
Gruß Rolf


Hallo Rolf,

was weißt du denn über Dawei - zumal die Stadt gar nicht an der Grenze liegt? Hast du möglicherweise Informationen über den Baufortschritt der Autobahn zwischen dem nördlich von Dawei geplanten Industriegebiet und Kanchanaburi/TH?
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kweli
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Antwort #13 - 27.01.13 um 23:12:51
 
TotoOnTour schrieb am 27.01.13 um 17:11:17:
"Ausser dieses Jahr in Yangon hat uns noch nirgendwo anders ein Moench nach Besuch eines Klosters darauf hingewiesen, dass 5000 Kyatt Spende fuer das Kloster zuwenig sei, 10.000 wuerden gerade reichen"
Versteh mich nicht falsch, aber bist du ganz sicher, dass es überhaupt ein Mönch war, und nicht wer der versucht hatte Reibach zu machen?
Wenns einer war, dann gibts halt auch mal negative Beispiele. Wir haben in Yangon viele Gespräche geführt. Nicht nur die Anzahl der Autos, auch die Jugend hat sich stark verändert. Die Röcke werden kürzer, es wird mehr getrunken, auch ist es nicht mehr für jeden das Wichtigste jedem immer nur nett zuzuwinken. Das mag den einen oder anderen nicht zu unrecht mit Wehmut erfüllen - trotzdem ist es vollkommen ok wenn man sich auch dort so manche Freiheiten nimmt. Trotzdem ist Burma in meinen Augen von der europäischen "Kälte" noch Lichtjahre entfernt. Und dass aufgehobene Sanktionen, eine gewisse Öffnung und größere Freizügigkeit den Buddhismus dort auch nur halbwegs so verändern wie es in der christlichen oder auch teils islamischen Welt geschah wage ich doch sehr zu bezweifeln. Malt mal nicht alle den Teufel an die Wand. Auch mir fielen Geschäftsleute auf, aber sei dir sicher: auch da wird der Großteil schön aufe Schnauze fliegen. Auch Reisende können durch Gespräche dazu beitragen die Leute vor dubiosen Geschäftsbedingungen zu schützen/warnen (und wenns nur ne dösige Reiseagentur mit dumpfen Forderungen ist... Augenrollen )


Ich verstehe was du meinst und stimme dir auch zu aber Buddhisten sind genau so heuchlerisch wie alle anderen religiösen Gruppen auch. Viele Verhaltensweißen die typisch für Myanmar sind sind total gegen das was der Buddhismus lehrt. Verstehe mich nicht falsch, es gibt natürlich auch viele Menschen in Myanmar die in der Tat versuchen buddhistisch zu leben aber die überwiegende Mehrheit tut es nicht.

Nimm mal das Konzept des "Gesicht waren", schon allein das ist eigentlich mit dem Buddhismus nicht zu vereinbaren.

Im übrigen gibt es in Myanmar viele Moslems und Christen, in dem Gebiet wo ich mich meist aufhalte sind mindestens 50% christlich und die Verhaltensweisen im praktischen Alltag sind nicht zu unterscheiden. Die Christen halten sich genauso wenig an die Bibel wie die Buddhisten sich an die Lehren des Buddha halten.

Das was die Leute in Myanmar ausmacht bzw. unterscheidet von anderen buddhistischen Ländern ist nicht der Buddhismus sondern die lange aufrechterhaltene Isolation zur Außenwelt.

Jetzt wo diese Isolation mehr und mehr weg fällt ist es eine automatische Folge das Verhaltensweißen sich ändern und insbesonders die Jugend sich an Popkultur aus Korea, Japan, den USA etc. orientiert...

Keine Frage wird Myanmar für die wirtschaftliche Entwicklung und Globalisierung seinen Preis bezahlen, schade nur das die Menschen in Myanmar sich dem meist nicht bewusst sind.


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Walsch
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Antwort #14 - 28.01.13 um 06:23:40
 
TotoOnTour schrieb am 27.01.13 um 17:11:17:
"Ausser dieses Jahr in Yangon hat uns noch nirgendwo anders ein Moench nach Besuch eines Klosters darauf hingewiesen, dass 5000 Kyatt Spende fuer das Kloster zuwenig sei, 10.000 wuerden gerade reichen"
Versteh mich nicht falsch, aber bist du ganz sicher, dass es überhaupt ein Mönch war, und nicht wer der versucht hatte Reibach zu machen?


Hallo.
Naja, Mittlweile weiss ich schon, wie ein Kloster und die Mönche in Burma aussehen. Wenn das keiner gewesen sein soll, dann hatte er eine super Kulisse aufgebaut und etliche kostümierte Komparsen angeheuert. Wir sind fast 2 Stunden gemeinsam mit vielen anderen Mönchen im Kloster gesessen und haben interessante Gespräche geführt. Wenn das gefaked war : Respekt  Augenrollen

Wir sind übrigens auch stets in Landeskleidung unterwegs, also in Longyis. Und stimmt, besonders in Yangon sind die Jungen schon eher westlich gekleidet, da könnte man auch manche schon für Pop-Stars halten  Zwinkernd

Gespräche führen wir viele mit den Einheimischen, mittlerweile sogar immerhin größere Teile in burmesisch, nicht nur englisch.

Ansonsten gibt es ein Sprichtwort: wie man in den Wald hineinruft, so schallts zurück. Und genauso ist das mit Yangon. So wie sich die Ausländer verhalten, so entsprechend werden die Burmesen reagieren..

lg

Walsch







liebe Grüße aus Österreich

Doris und Walter
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