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Myanmar und Thailand 8.11-8.12 2011 (Gelesen: 5002 mal)
angelina68
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Beiträge: 16
22.01.12 um 22:30:34
 
Es ist mein erster in dieser Art... normalerweise kriegen nur meine Familie und meine Freunde alle paar Tage einen Livebericht als Email.

Zuerst einige Worte zu mir und meiner allerliebsten Reisebegleitung:

Nach meiner Scheidung vor beinahe 5 Jahren hatte ich auch meinen Reisebegleiter verloren...wobei ich die Weltreisende in unserer Beziehung war.....deshalb wollte ich auch nach wie vor und sogar eher flexibler Asien bereisen. Mein Exmann war eher der Strandlieger und Taucher... Städte und alte Steine fand er nur öd... und machte es nur manchmal mir zuliebe mit.

Als ich mit meiner Mutter darüber sprach, dass ich nach wie vor Asien bereisen will.... evt. sogar ganz allein... sagte sie: Wenn Du mich mitnimmst würd ich gern dabei sein.

Sie träumte schon seit sie vor über 30ig Jahren einen Reisebericht über "Burma, das Land der 1000 Pagoden" gesehen hatte davon dieses Land zu bereisen. Da sie aber noch nie außerhalb von Europa war..... und da meist mit geführten Senioren- oder Busreisen.... war mir ein auch für mich fremdes Land für das erste Mal zu extrem.

Außerdem waren in dem Jahr auch noch die Mönchsaufstände. Deshalb machten wir im Nov. 2007 den Klassiker... Nordthailand, Sukkhothai und dann nach Krabi und Bangkok. Sie war absolut überwältigt von der Schönheit des Landes... und auch von der Art wie ich gerne reise.

2008 verwüstete der Tropensturm Nargis große Teile Burmas.... und wir reisten nach Indien.... warum wir 2009 lieber nach Vietnam und Kambodia sind weiß ich nicht mehr so genau.... 2010 haben uns jedenfalls die Wahlen im November abgeschreckt. Da war dann Laos an der Reihe.

Aber 2011 sollte es endlich soweit sein.... der Flug nach Bangkok mit Emirates war gebucht, der Loose für Myanmar gekauft... die Feinplanung konnte beginnen. Da ich im Herbst einen emotional sehr belastenden Jobwechsel innerhalb meiner Firma machen mußte, haben wir das Visum auf die teure Art übers Reisbüro organisiert. Wochenlanges Warten auf den Pass konnte ich in dem Moment einfach nicht haben.

Kopfzerbrechen machte uns das "Wieviel Geld in welcher Währung brauchen wir". In Myanmar gibt es ja nach wie vor keine ATM´s und kaum Möglichkeiten mit Kreditkarte zu zahlen. Und das ganze Geld immer mit am Körper haben, Dollars dürfen nicht mal einen Knick haben, etc. nervte für uns geldbeschaffungs-verwöhnte Traveler dann doch etwas. Wir hatten auch nur die ersten zwei Nächte in Yangon im "Traders" vorgebucht. Mußten also alles vor Ort erst organisieren und auch bezahlen. Für Hotels, Flüge und Eintritte waren Dollar nötig, für den Rest reichten Euro zum Wechseln. Wir entschieden uns für für 1000 Dollar und 1500 Euro für 16 Tage.... war mehr als reichlich... Euros hatten wir noch einiges übrig.. nur die Dollar gingen uns am Ende aus und wir mußten nochmals vor Ort wechseln.


Also ging es am 8.11. mit Zwischenstop im raucherunfreundlichen Dubai nach Bangkok. Wenn man am Terminal 3 ankommt und man zwar dort in den Luxusrestaurants mit Raucherbereich gemütlich sitzen könnte.... aber der Mindestverzehr ein Glas Wein um 12 Euro ist (um 6 Uhr morgens) .... dann noch vom letzten Mal weiß, das es ja im Terminal 1 (gefühlte 3 km) Raucherkammerl gibt... das aber grad renoviert wird.. man dann halt ins preislich relativ normale Irish Pub geht.. sich dort eine anzünden will.. und dann der Kellner kommt, einem die Karte unter die Nase hält und sagt: Anzünden erst nach Bestellung........... dann kommt sogar bei mir das rote Aderl an der Schläfe zum Einsatz!!!!

In Bangkok haben wir im The Cottage mit Roundtransfer eine kurze aber angenehme Nacht verbracht. In der Früh ging es dann mit dem Bangkok Air FLug nach Yangon...

Während dem Flug Bangkok - Yangon sahen wir schon, dass der überflogene Teil Myanmars sehr spärlich besiedelt war...... und unsere Spannung auf dieses doch nochmals fremdere... weil ja scheinbar schwieriger bereisbare...... Land stieg.

Der Flughafen Yangon war relativ modern und lebhaft, die Einreiseformalitäten schnell absolviert und ich gierig auf eine Zigarette. Wir wurden aber sofort in der Ankunftshalle von der "taxi-Mafia" (harmlos gegen andere Länder, aber auch hier bereits präsent) angesprochen. Ich darauf: "First a Zigarette" und raus ins Freie. Der junge Mann hatte sich aber schon an unsere Fersen geheftet und uns in ein kleines Gespräch verwickelt. Nachdem er uns einen meiner Meinung nach fairen Preis fürs Taxi genannt hatte, liefen wir ihm zu einem Fahrzeug älteren Baujahrs nach und fuhren dann relativ zügig durch Prachstraßen mit Parks und Villenvierteln auf den Seiten in die Innenstadt. DAS sollte das bitter arme und rückständische Myanmar sein von dem wir so viel gelesen hatten???? Nebenher wollte unser "Aufreißer" (er war nur Mitfahrer, der eigentliche Fahrer konnte kaum Englisch) uns sofort und jetzt div. Ausflüge verkaufen und die weitere Planung unserer Reise übernehmen. Ich weiß, dass viele Leute darüber froh wären, aber ich mag sowas ja gar nicht. Ich geniesse es mir eine Stadt und auch ein Land mehr oder weniger selber zu erarbeiten. Geniesse es den Weg selber zu finden und mich nicht permanent bei der Hand gehalten von High Light zu High Light führen zu lassen. Weil dann könnte ich ja gleich ein Package buchen. Ich hab ihm das dann freundlich erklärt und er hat es nach dem dritten Mal erklären auch zur Kenntniss genommen.

Nach einer fast 45 Minütigen Fahrt kamen wir dann zur Einfahrt des Traders. Wir wohnen gern zentral und speziell am Anfang einer Reise und am Ende in Bangkok will ich einen etwas luxeriöseren Anlaufpunkt in dem ich mich auch mal zurückziehen kann... falls der Kulturschock doch zu heftig wird. Das Zimmer war schön, das Hotel auch, das Frühstücksbuffet wunderbar........... ein gutes Hotel, wie es überall auf der Welt in einer Großstadt stehen könnte.

Nach dem Beziehen des Zimmer wollten wir erst mal die nähere Umgebung erkunden und vor allem Geld wechseln. Da wir direkt neben dem Bogyoke Aung San Market wohnten machten wir uns auf den Weg dorthin... sollte ja die erste Adresse zum Schwarzmarktwechseln sein. An unserem Ankunftstag war aber Vollmond und dadurch der Markt geschlossen. Wir wurden von einem indisch aussehenden Mann angesprochen, ob wir wechseln wollen. Er sagte mir seinen Kurs 103.000 Kyat für 100 Euro. Lt. Internet der aktuelle Kurs. Ich sagte ok und wir liefen ihm bis hinter den Hauptbahnhof durch die pralle Mittagshitze hinterher. Dort wartete ein kleiner "Schluf" auf gut tirolerisch... also eine Art Nische... in der schon 10 Männer saßen. Wir quetschten uns dazu... ich sagte 100 Euro wechseln... der Boß dann sei der Kurs nur 102, aber wenn ich 200 wechsle 103!!! Also ok... dann bekam ich bündelweise 1000 Kyat-Scheine und fing an zu zählen.. mehr oder weniger in der prallen Sonne unter den lauernden Blicken all dieser Männer. Als ich 206000 Kyat durchgezählt hatte und sie meiner Mutter zur Aufbewahrung übergeben hatte wollte ich ihnen dafür einen 100er und zwei 50iger geben............... plötzlich war der gute Kurs nur mehr wenn ich mit 4 mal 50ig zahle. Dafür hätte ich aber auf "versteckte Resourcen" zurückgreifen müssen. Nach einigem hin und her sagte ich wenn das jetzt nicht ok sei, dann lassen wir es ganz. Darauf ein Gezetter der Männer von wegen Ruin und ich sagte ok, meine Mutter gab das Geld zurück......... und wir gingen. In dem Moment war mein Wohlfühlfaktor in diesem Land eher auf dem Null-Level.... er wurde aber von Tag zu Tag besser. Letztlich wechselten wir zum Kurs 102 im Hotel Central, ganz relaxt, lauter 5000 Scheine und kein ungutes Gefühl dabei.

Da wir ja jetzt flüssig waren konnte der Stadtbummel beginnen. Zuerst Sulepagode.... mitten in einer Straßenkreuzung, nicht so erhaben und heilig, dafür ein sehr lebendiger und quirliger Tempel. Weiter Richtung Fluß an div. kolonialen Prachtbauten der Engländer vorbei... und dort irgendwo bekamen wir Durst. Also auf die Suche nach gemütlichen Plätzchen.... gefunden in einem winzigen einheimischen Lokal in dem wir scheinbar als Touristen ein extrem seltener Anblick waren............ wir bestellten 2 Bierchen..... und damit jeder der Angestellten einen Grund hatte an unseren Tisch zu kommen bekamen wir dazu Zahnstocher, Salz und Pfeffer, Gewürze und Servietten serviert :drinker

Weiter ging es in einige kleinere unbekanntere Tempel in diesem Bereich und schön langsam konnten wir die Lobeshymnen über die freundlichen Leute nachvollziehen..... überall ein Winken, ein breites Grinsen, ein scheues Lächeln, eine Aufforderung zu Fotografieren. Als ich einen uralten LKW ablichten wollte sprang mir ein junger Mann ins Bild.... ich mußte ein Foto mit ihm machen.. und als ich es ihm danach zeigte, hat er sich wie ein Christkindl gefreut.

Abends sind wir dann beim Traders ums Eck in eine echte Touristenfalle getappt. Essen und Getränke überteuert aber dafür halbwegs gut. Wir saßen im Freien am Zaun und vor dem Zaun bettelten einige Kinder. Ich gebe kein Geld an Kinder... aber die Kleinen haben um Essen gebettelt... als mein Essen kam (wir bestellen im Urlaub eh meist zu viel) hab ich es einpacken lassen und es rausgereicht. Ich bin zwar der Meinung, dass ich nicht die Welt retten kann... und für mich ist sowas sogar eine sonderbare Situation... die meisten die so salbungsvoll mit allem Möglichen an Almosen um sich werfen wollen ja doch nur ihr eigenes Gewissen beruhigen und übersehen, dass sie dadurch oft erst einen Kreislauf erschaffen... Kinder betteln, bringen Geld heim, Eltern schicken Kinder zum Betteln und nicht mehr in die Schule, Kinder bleiben unwissend... und als Erwachsene schicken sie die eigenen Kinder wieder zum Betteln. Aber sowas vor Ort ist natürlich was anderes... und da seelenruhig sein Essen in sich reinschaufeln.. könnte ich nicht. Mir fiel aber auf, dass nur in diesem Luxusrestaurant Kinder um Essen baten.

Am nächsten Tag stand einiges auf dem Plan... für Weiterreise sorgen war der erste Punkt. Ums Eck vom Hotel war ein kleines Reisebüro und dort buchten wir einen Flug nach Heho. Dann ging es weiter zum Bogyoke Aung San Market... ganz nett... aber für uns eher langweilig. Vor allem Juwellen sollten an den Touri gebracht werden. Da schau ich zwar mal gern, aber um zu Kaufen hab ich zu wenig Know How ob das grüne Steinderl da jetzt ein Glasklumpen ist oder ein lupenreiner Jadestein. Der Nachmittag war für die berühmt berüchtigte Shwedagon-Pagode reserviert..... und ich muss sagen sie ist wirklich wunderschön.... aber irgendwie ging es mir wie bei der Augsburger Puppenkiste beim Riesen von Jim Knopf... je weiter man weg ist, desto beeindruckender und riesig wirkt sie... aber ganz nah ist sie schon noch ziemlich groß.... aber halt auch nur eine Pagode von vielen.

Am 12 sind wir dann nach HEHO geflogen... am Inlesee.... sehr gemuetlich, sehr urtypisch und gleichzeitig schon sehr touristisch..... unser Guesthouse in Nyaungshwewar sehr nett aber überteuert. Im Nachbarort war das Ballonfestival und dadurch alles gut gebucht bzw. voll.. Erst im vierten GH wäre ein Zimmer frei gewesen, ecklig und stinkig um 30 Dollar. Im Teakwood bekamen wir dann ein ganz nettes Zimmer aber um 50 Dollar und die Chefinnen (Mutter und Tochter) waren sehr beflissen uns alles moegliche anzudrehen. Abends sollten wir eine Kanutour machen... wir wollten auf ein Bierchen gehen... sagt sie.. perfekt macht ihr Piknik im Kanu.... war dann auch wirklich nett... zum Sonnenuntergang wurden wir durch die Kanäle gerudert. Abends wurde es so kalt, dass wir trotz Paschmina-Schals und langer Hosen in unseren Shirts fast erfroren wären. Damit hatten wir irgendwie nicht gerechnet... das Problem war vor allem das in dem kleinen Restaurant alle überfordert und wir deshalb auf unser Essen über eine Stunde warten mußten. Danach hätten wir einen Glühwein zum Auftauen gebraucht.... wenns sowas dort gegeben hätte.

Weiter gings am Inle Lake:

Die übliche Motorbootrundfahrt begann damit, dass wir von zwei jungen französischen Mädels am Ablegeort angesprochen wurden ob wir unser Boot mit ihnen teilen könnten.... wir hätten nichts dagegen gehabt.. nur unser schon vorher gebuchter und bezahlter Bootsführer sagte nein das geht nicht, nur für 2 Personen möglich.......... war zwar ein Schmarrn... aber irgendwie wollt ich nicht am Anfang des Tages (bin eh ein überzeugter Morgenmuffel) schon rumstreiten. Also ging es los. Gott sei Dank hatten wir Jacken, Schals und Hut mit.... mit dem Fahrtwind war es auf dem See ungefähr so wie bei uns am Skilift.. nur halt ohne guten Skianzug. Ich als Alpha-Mädchen (bin ja für meine fast 70igjährige Mama immer Reiseleiter und -begleiterin in einem) saß vorne und bekam den ganzen Wind volle ab. Nach einer Stunde legten wir das erste Mal an einem Markt mit kleinem Bergtempel an. Ich war noch nie im Leben so froh über Sonne. Während wir durch den wirklich urtypischen Markt mit wiederkauenden Buckelrindern und allen möglichen Haushaltswaren Richtung Pagode bummelten taute ich schön langsam wieder auf. Den restlichen Tag fuhren wir durch die dort üblichen Dorfer, schwimmenden Gärten, sahen einige Tempel und auch die berühmten Einbeinfischer... natürlich mit Stops bei der Weberei, dem Silber- und normalen Schmied, bei der See-eigenen Langhalsfrau und und und. Letzlich waren wir froh als wir wieder in unserem Dorf waren.. auf ein Bierchen gingen und uns mal groß angschaut haben.

Irgendwie wollte sich bei uns das für uns typische "Mensch-wir-sind-in-Asien-uns-gehts-nur-mehr-saugut"-Feeling nicht einstellen. Shwedagon schon eine kleine Enttäuschung... der Inlesee auch irgendwie nicht unseres... was ist nur los? Sind wir bereits übersättigt von den letzten Reisen... ist es nicht "unser" Land... bin ich noch zu gestreßt vom Jobwechsel??? Am Inlelake fühlten wir uns nur wie laufende Geldbörsen.... die möglichst effektiv geleert werden sollten.

Im Guesthouse waren einige Ostösterreicherinnen.. mit denen wir einige Worte wechselnden.... und die mir sagten: Hier ist es doch so schön.. wenn ihr das hier schon nicht herrlich findet... Mandalay ist nur ecklig, streßig, staubig, nervig. Hmmmm... das war ja unser nächstes Ziel.... da war ich dann plötzlich sehr neugierig!!!

Nur wollten wir am nächsten Tag schon weiter (50ig Dollar pro Nacht... und erst 4 Tage unterwegs..... Nebenkosten vor Ort auch nicht ohne.... ich fing an durchzurechnen ob wir wenn das so weitergeht überhaupt genug Geld mithaben).... wegen dem Ballonfestival das grad geendet hatte.. keine Busse mehr frei, Taxis auch nicht frei und wenn dann im geteilten Taxi 40 Euro pro Person... 140 Euro für ein ganzes Taxi nach Mandalay.... aber eh nix mehr frei also gar nicht machbar egal wie überteuert... und Flüge.. Sonntags sowieso nicht buchbar..... aber unsere Guesthouse-Chefin machte letztlich das Unmögliche möglich (mit einem saftigen Aufschlag... aber den hab ich ihr gegönnt) um 108 Dollar für beide einen Flug ab Heho und Taxi dorthin um 15 Euro (bei Ankunft gibts nur Taximafia... die verlangen ca 30 Euro.. nicht verhandelbar!!!)

Also waren Angi und Mama wieder on the road.. und unsere Laune stieg... keine Ahnung warum... aber wir hatten beide das Gefühl, Mandaly könnte unsere Stadt werden.... und wir hatten sowas von Recht.

Am frühen Morgen am Flughafen Heho... wir die allererstein beim Einchecken.... Koffer wurden uns abgenommen (wir reisen ja sonst fast wie die jungen Backbacker... nur halt mit Trolleys... und bisher zu 98 % der Zeit gut damit gefahren.. wir locker und lässig mit Trolley ziehen auf der Straße, die mit den Rucksäcken schweißgebadet und ächzend rund um uns... nur wenns ein Stück über einen Strand ober einen Berg hoch ging dann waren wir leider unterlegen).. und dann stehengelassen.... und wir sollten uns in den schattigen Raum setzen.. aber draußen schien doch schon so schön die Sonne.. also haben wir uns mit zwei Stühlen von drinnen und meinem Reisaschenbecher draußen unsere private Chill-Out-Oase gebaut... und waren irgendwie das Highlight für die Flughafenangestellten :cool:

In Myanmar ist es ganz witzig auf einen Flug zu warten.. jeder kriegt ein anderes Pickerl ans Shirt geklebt.... je nach Fluglinie und Destination.. so richtig pünktlich sind sie auch selten... und Fluganzeige gibt es auch nicht bei den Inlandsflügen. Also sitzen alle da und schaun mal ob nicht noch wer mit dem selben Pickerl im Abflugraum sitzt... und wenn die Einheimisch sind und sich irgendwie bewegen, umsetzen etc. macht man es ihnen nach.. bei all unseren Flügen waren es kleine Flieger mit ca. 40-50 Sitzplätzen.. und meist nur 10-15 Plätze besetzt.... wenn es dann soweit ist kommt einer mit einem Schild auf dem die Flugnummer steht und sagt ready for boarding... man läuft rüber zum Flieger, hat freie Sitzwahl.. und schon gehts los.... dann wird in einen 50-Minuten Flug noch schnell Kaffee-TEee-Saft-Service mit einer Box mit Kuchen reingestreßt und dann landet man schon wieder.

Der Flughafen in Mandalay ist schon einmal anschauen wert.... er wurde um 150 Mio. Dollar von Thailändischen und Chinesischen Geschäftsleuten finanziert... und ist einfach sowas von ein toter Airport... riesig, modern, sauber... und nichts los. Da standen wir in einer richtig großen Gepäckbandhalle... nur die 10 Leute aus dem Flieger und mußten auf unser Gepäck warten.... zwei kleine Kinder wurden übermütig und turnten auf dem Band herum.... und als sie ganz oben rumtollten ging das Gepäckband plötzlich an... und die beiden (4-6 Jahre) wurden mittransportiert.... wenn ich nicht im letzten Moment den Kleineren runtergeholt hätte wäre er von einem Koffer getroffen worden, der Lausbub.... jedenfalls vor dem Flughafen haben wir mal wieder mangels einer Alternative ein überteuertes Taxi genommen... und auf die Frage wohin das Zegyo Hotel direkt am Markt genannt.... aus der Loose-Karte hatte ich sehen das da im Umkreis einige ander Hotels gewesen wären. Ankunft am Hotel... mitten im Markt.. nur Chaos.... und unser Gepäck schnell von einem Angestellten in den Lift buxiert............ wir hinterher.. mit dem Lift in den 3 Stock.... Frage um freies Zimmer... yes, 35 Dollar.. ich, ok i want to see it... verständnisloser Blick... dann ok, ab in den 4 Stock... und dort auf dem Dach waren so eine Art Reihenbungalows mit kleinen privaten Terassen, sauber und ruhig inmitten pulsierenden Lebens.... der Markt hat immer um 5 zugesperrt und Nachts hörte man nur manchmal eine nahe Moschee und damit konnten wir leben. Juhu, wir hatten sozusagen die Penthouse-Suite (ok nicht luxus, aber wirklich ok) mitten in Mandalay.

Wie üblich beschnuppern der näheren Umgebung... einige kleinere Tempel... endlich mal ein richtiges Internetcafe um daheim bescheit zu geben das wir noch leben.... und dann zu Fuss Richtung Fluss um im Loose gelobten Sunset-Lokal den Sonnenuntergang bei einem Bierchen zu geniessen.... Sonnenuntergang fand statt... Lokal war schon längere Zeit geschlossen... Bierchen fanden wir trotzdem.. dort waren wir mal wieder die Sensation... zwei allein reisende Langnasen-Frauen doch schon gesetzteren Alters... immer wieder ein Blickfang in Burma.

Da wir zwar wußten wo wir ungefähr sind, aber nicht genau sagen konnten wie lang wir noch zum Hotel zurücklaufen müssen... verzichteten wir auf manch lauschiges Lokal fürs Abendessen.. wir hatten uns aus dem Loose bereits das "Mann" rausgesucht... ein wirklich uriges Lokal in dem sich Touris und Einheimische friedlich dem Essen und Trinken hingeben. Wir fanden einen angenehmen Tisch.. bestellten.. und nach kurzer Zeit sagte ich zu meiner Mutter: Schau mal die Männer da am Nebentisch.. die kennen wir!!! Sie: nein, woher denn? Ich: Erinnerst du dich noch an das Lokal im 5 Stock über dem "Chiemsee" in Hanoi... mit denen haben wir damals an einem Tisch zusammengesessen!!! Zwischenzeitlich haben die Vorarlberger auch schon zu uns rüberschauen angefangen.... irgendwann nahm ich meinen Mut zusammen und ging hin und fragte sie ob sie damals auch in Vietnam waren... das war ein Hallo.... und vor allem ein "Sensationell"... sich zwei Jahre später nochmals in so einem exotischen Land wiederzutreffen. Für burmesische Verhältnisse haben wir auch gscheit gefeiert... wir sind erst um 1 ins Hotel zurückgeschwankt. :ex:

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mannu
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Beiträge: 42
Antwort #1 - 22.01.12 um 23:33:00
 
Danke für den tollen Bericht. Das steigert die Vorfreude ungemein.
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carasia
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Beiträge: 5
Antwort #2 - 23.01.12 um 13:49:17
 
toller Bericht, danke ! ... hoffentlich kommt bald "Nachschub"....
Bei uns gehts in ca. 3 Wochen los  Laut lachend
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angelina68
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Beiträge: 16
Antwort #3 - 23.01.12 um 22:09:27
 
Am nächsten Tag waren wir ein bisserle blau.... und haben nur den Königspalast und die umliegenden Tempel besucht. Völlig streßfrei und wenn wir nicht mehr laufen wollten nahmen wir uns eine Trishaw.... das sind Fahrräder mit kleinen Beiwagen. Ein sonderbares Gefühl aber man kriegt richtig viel mit vom Leben auf den Straßen.

Die U-Bein-Bridge war unser nächstes Ziel.... hatte mir rausgelesen das es auch mit dem Local-Bus möglich sei... Abfahrt am Uhrturm, Bus Nr. 8. Da in Burma die Busse in ihrer eigenen Schrift angeschrieben sind gar nicht so einfach den richtigen zu finden. Außerdem waren wir zwar in der richtigen Straße aber in der falschen Richtung. Ein Verkehrspolizist fragte wo wir hinwollen.. zur Bushaltestelle.... und er sagte relativ schroff: This way. Ich: But... Er: YOU GO THERE!!!!! und dazu ein doch nettes Lächeln. Also wir retour... und da standen die "Bus-Wracks" ja schon... mit seitlichem Sitzbrett wie bei Pick Ups. Für knapp eine Stunde Fahrt 200 Kyat (20 Cent), der Fahrer hat uns an der richtigen Seitenstraße rausgelassen und wir sind gemütlich durch einen netten Markt und vorbei an Schulen und Webereien. Kurz vor der Brücke noch einige Tempel und dann diese doch ziemlich imposante 1,2 km lange Holzbrücke. Leider hat sich dort schon fast sowas wie Massentourismus entwickelt. Man kann kaum einen Schritt gehen ohne das jemand einem was verkaufen will, etwas zeigen will oder einem für Geld irgendwohin helfen will. Nachmittags wollten wir noch schnell den Mandalay-Hill "erledigen" und wenn wir das aufwärts zu Fuss gemacht hätten, wären wir selber erledigt gewesen. Deshalb wählten wir die bequeme Variante mit dem Pick Up den Berg hinauf, dort die tolle Aussicht und meiner Meinung nach auch gute Stimmung geniessen und dann per Pedes den überdachten Treppenabgang an den schönen Schreinen und beeindruckenden Statuen vorbei wieder retour Richtung Stadt.

Abends sind wir jeden Tag in ein anderes Lokal gegangen... fürs letzte Bierchen aber immer wieder im "Mann" eingekehrt. Wir fanden die Atmospäre dort wirklich gut.

An unserem letzten Tag in Mandalay stand Mingun auf dem Programm. Wir wollten kein volles Pauschalprogramm.... aber Loose sei dank wußten wir ja von der Billigfähre nur für Touris. Da uns in der Früh der Weg zu Fuss zu weit gewesen wäre, hatten wir eine Trishaw zum Hotel bestellt. Funktionierte tadellos..... er sagte uns sogar noch wo wir hinmußten. Weil an dieser Bretterbude wär ich glatt vorbeigelaufen..... und doch war es das Verkaufsbüro Fährgesellschaft

Im staubigen Büro waren die Ticketverkäufer grad am Geld-Scheffeln. Als wir unsere Pässe (ohne den man in Myanmar ja nicht mal einen Moskitostich kriegt) herzeigten rief einer ganz euphorisch: Anol Shwasenäga.......... wir: wie bitte???? er: Anol Shwasenäga from Grass....... Er meinte unseren Kalifornien-Export Arnie Schwarzenegger aus Graz!!! Der ist übrigens in Myanmar ziemlich berühmt.... als wir von Bagan retour nach Yangon geflogen sind kam die Stewardess mit Zeitungen. In der Myanmar Times war ein fast einseitiger Bericht über die Einweihung seiner Statue irgendwo in der Steiermark. Daheim hätt ich davon wahrscheinlich gar nix mitbekommen.

Aber weiter im Tagesprogramm: Wir haben dann oberhalb des Flusses auf das einsteigen in die Fähre gewartet und dabei mit ein paar Franzosen gequatscht.... wie wir überhaupt auf der gesamten Reise in Burma fast nur Franzosen getroffen haben. Eine davon verfolgte uns sogar die nächste Zeit... zwar zufällig aber beinahe lästig. Aber davon später.

Wir rätselten noch welches der doch relativ luxeriös scheinenden Schiffchen den unseres sei... da durften wir quer durch einige näher am Ufer liegende unseres entern............ und wir waren wirklich alle zusammen überrascht. Wir hatten den einzigen wirklichen Seelenverkäufer der Flotte erwischt. Kein Sonnendeck, dafür staubig und dreckig. Trotzdem war es eine lustige Überfahrt.. und um den Preis von 3 Dollar por Person eigentlich eh ganz ok.

Nach einer Stunde beschaulicher Fahrt kamen wir in Mingun an. Man kann schon von Weitem vom Fluss aus den beeindruckenden Felsen sehen und wir waren schon sehr gespannt darauf ihn zu erklimmen. Da es sich um eine ,zwar nie fertig gestellte, Pagode handelt.. (sie sollte die größte ihrer Art werden.. aber bevor sie vollendet war starb der damalige König und somit Bauherr)..... darf man sie nur barfüßig besteigen. Ich hab da ja grundsätzlich kein Problem.. nur mit den scharfen Kanten und vielen Spalten und Geröll und Pflanzenbewuchs war es eine regelrechte Klettertour... und das ohne Schuhe :go Vor allem war ich wirklich Stolz auf meine fast 70ig jährige Mama.... die überall mit rauf kletterte... flinker und klagloser als die meisten in meinem Alter.

Natürlich sahen wir auch die Riesenglocke und die anderen Tempel vor Ort und auf dem Rückweg zum Schifferl sahen wir eine Anti-Aging-Bier-Werbung.... Spirulina hält Sie jung.. und schmeckte auch gar nicht so schlecht... leider haben wir es sonst niergends mehr gekriegt.

Zurück in Mandalay haben wir uns zu Fuss auf den Weg retour zum Hotel gemacht.... und natürlich wieder einen ordentlichen Durst auf der staubigen Straße bekommen... außerdem brauchte ich ein Toilette. Also sind wir beim ersten Bier-Schild eingekehrt.... und in so einer Art Theater oder auch "mein Haus" gelandet.... genau konnten wir es nicht sagen und war uns eigentlich auch relativ egal... nur machte es mich etwas stutzig, dass auf dem Weg zum WC links und rechts Kojen mit nur jungen Mädchen waren. Zurück am Tisch kam so ein junger Fratz zu uns, setzte sich einfach dazu und lächelte uns an. Wir lächelten zurück... dies war auch die einzige Sprache die wir alle beherrschten. Irgendwann nach einigem Kampf-Lächeln und Kampf-Zurück-Lächeln gab sie mir ihr Buch (in burmesischer Schrift) und machte eine auffordernde Bewegung ich solle mal vorlesen. Ich hab mit den Schultern gezuckt und meinen Kopf geschüttelt...... sie hat schallend gelacht.... worauf ich ihr meinen Loose in die Hand gedrückt hab.... danach hab dann ich gelacht  Zwinkernd
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angelina68
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Antwort #4 - 23.01.12 um 22:13:39
 
Vielen Dank fürs positive Feedback....... wenn man es noch nie probiert hat, weiß man gar nicht wie zeitaufwendig es ist, die Gedanken und Erlebnisse zu einer Reise in einen halbwegs lesbaren und sinnvollen Text zu bekommen. Macht aber trotzdem Spass, besonders wenn es Euch gefällt.

LG


Angi
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Mary Anne
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Antwort #5 - 25.01.12 um 14:19:38
 
Hallo Angie! Danke für den spannenden und lebendigen Bericht. Ich bin auf den Rest echt gespannt. An manchen Stellen merke ich, dass wir in Sachen Reisen doch recht ähnlich ticken. In nicht ganz zwei Wochen breche ich auf meine erste Asienreise auf und vermute, dass ich einige Highlights ähnlich sehen werde Smiley

Ein besonderer Dank gilt Dir für die vielen praktischen und aktuellen Details. Burma scheint tatsächlich sich in Richtung 2. Thailand zu entwickeln. Ich will den Burmesen eine Einkommensaufbesserung auf diesem Wege natürlich nicht verweigern. Aber einiges an Authenzität geht im Zuge einer solchen Landesöffnung verloren. Vermutlich sehen die Einheimischen das anders.

Ganz besonders lustig fand ich Euer Treffen mit den Vorarlbergern. Wie hießen denn die Hübschen? Ich lebe im Ländle und die Wahrscheinlichkeit, dass ich die beiden kenne, ist recht groß - so ist es halt hier  grundsätzlich Smiley

Mary Anne
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angelina68
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Beiträge: 16
Antwort #6 - 27.01.12 um 23:52:50
 
Nach dem Kurzaufenthalt im "Buff" sind wir zu Fuss ins Hotel, haben dort am Rande noch eine Hochzeit mitgekriegt... unser Hotel hatte scheinbar den bevorzugten Event-Saal für die Mittelschicht... in 4 Tagen wurden 2 Hochzeiten gefeiert..... leider hab ich davon keine Fotos, da ich irgendwie mich da nicht hinein- bzw aufträngen wollte.

Da wir immer sehr spontan sind, kam uns nun die Idee.. eigentlich könnt es morgen ja nach Bagan weiter gehen..... nur irgendwie haben wir in Mandalay kein Reisebüro gesichtet und so fragten wir mal in unserem Hotel nach Busfahrten Richtung Bagan. Das war ein wenig schwierig, da dort normalerweise eher Asiaten unter sich wohnen und wir eher die Ausnahme waren.... superfreundliches Personal... nur kaum ein Wort English.... der Manager konnte uns dann doch weiterhelfen. Er sagte es gibt nur einen Bus nach Bagan.... Abends weg und um 4 Uhr Ankunft.... hmmmm... so richtig gar nicht meins.... wollte ja ein bisserl was vom Land sehen und nicht nur Dunkelheit... nach mehrmaligem Nachfragen gab es plötzlich doch die Möglichkeit in Mandalay weg um 8 Uhr früh, Ankunft Bagan früher Nachmittag. Sozusagen perfekt..... er hat uns dann auch noch ein Taxi zum Busbahnhof für 7 Uhr früh organisiert und wir waren für den Moment einfach happy.

In der Früh standen wir dann pünktlich vor dem Hotel... der Markt um uns erwachte grad zum Leben... und wenn man in diesem Hotel wohnt, wohnt man wirklich mitten im Markt... nur merkt man oben im Zimmer kaum etwas davon... aber tagsüber aus dem Haus und mitten im Gewühl... wir fanden es einfach nur toll. Taxi war relativ pünktlich... und dann am Busbahnhof.... wir weit und breit die Einzigen Farangs.... 50ig Busse, keiner mit unserer Schrift..... sonderbare Stimmung.... doch dann.. ein Bus.... nach Bagan... Abfahrt 8 Uhr.... "meins meins meins" war mein erster Gedanke..... aber sicherheitshalber haben wir doch noch am Boss-Schalter mit den wichtigen Bus-Disponenten gefragt... und der hat gesagt: NICHT deins, deins deins!!!! Darauf ich ein langes Gesicht und: Wo ist dann mein Bus? Und die Bosse: Wait here!!! It´s coming! Also setzten wir uns auf wackelige Plastiksesselchen (in Vietnam waren wir mal in einem Lokal, die hatten so kleine Sesselchen dass meiner beim Aufstehen am Po hängen geblieben ist... gab ein witziges Foto für die Familie ab.... und nein, ich bin eigentlich normal gebaut für mitteleuropäische Frauen.... kein Hungerhacken, aber auch nicht dick.... aber die Sesselchen dort sind wirklich manchmal eher für Puppenstuben gemacht) :huepf

Wir machten es uns gemütlich, ich meinen kleinen tragbaren Aschenbecher raus... der war während der gesamten Reise immer wieder ein Hingucker.... teilweise stand ich mitten in einer Müllhalde... hab eine geraucht und meinen eigenen Müll brav in meinen kleinen Aschenbecher gegeben.... die Blicke der Leute waren wirklich genial), haben uns was zum Trinken gekauft und Chips für die Fahrt.... und gewartet....... mein "Meinsmeinsmeins"-Bus fuhr zwischenzeitlich ab... ohne uns.... keine Touri weit und breit und wir haben.... gewartet..... plötzlich kam die Französin vom Boot nach Mingun daher..... sie wollte eigentlich einen Nachtbus... aber ihr wurde gesagt es gäbe nur unseren Bus!!!! und sie war hocherfreut uns zu sehen und hat sich natürlich zu uns gesetzt. Ich bin ja grundsätzlich eher der tolerante und höfliche Mensch... aber diese Frau war irgendwie nervig... so ein bisserl wie eine Hexe oder ein Vampir.... schwarzer Riesen-Putzmopp als Frisur, fast gleich hoch (1,50) wie breit.... immer so eine Art Zigeunerkleidung an...... das hätt mich ja alles nicht gestört... aber sie war immer nur am schimpfen.... Essen nicht gut, Zimmer nicht gut, Menschen nicht gut ect. Indien sei soviel besser. Indien ist toll, Indien ist super, Inder sind sooooo freundlich etc. Nun, ich lies sie reden.. und dacht mir meinen Teil. Ich war ja schon in Indien. Und ja, Indien ist wunderschön, das Indische Essen KANN sehr gut sein (oder eben auch nicht) und die Inder sind ein freundliches Volk... ganz wenige einfach so.. die meisten weil sie sich einen Gewinn versprechen oder im Fall einer alleinreisenden europäischen Frau.......!!!!!!!!!!!!!!! (wer die Rufezeichen nicht versteht, kann mich ja in einer PN fragen was ich meine.... aber Indien und Thailand sind sich da relativ ähnlich.. nur die Rollen sind vertauscht). Jedenfalls hatten wir ab dann immer wieder kurz Begleitung. Sie fand uns immer und überall.

Irgendwann trudelten dann auch andere Touris ein und unser Bus fuhr vor.... es war fast 9.... aber immer noch ok.... unser Gepäck wurde verladen und ich wunderte mich warum die eine extrem dreckig-staubige Plane um meinen sauberen Koffer gewickelt haben. Wir nahmen unsere Plätze ein... Mama in der letzten Reihe, ich eine Reihe davor.... bei Mama saß ein deutsches Päärchen die sich zu gut waren mit uns zu sprechen und noch vor der Abfahrt die Plätze nach vorne gewechselt haben.... neben uns ein franz-italo-Päärchen die auch am Vortag am Schiff waren und dann kam eine Französin total aufgelöst herein.. sie sei in einem Bus mit nur Einheimischen und ob wir nicht noch Platz haben... ich hab gesagt ich setz mich zu meiner Mutter retour und dann hat sie das Ticket irgendwie getauscht und saß dann bei uns.

Die Fahrt begann mit den Außenbezirken der Stadt die irgendwann übergingen in... Prachtstraßen mit riesigem Kreisverkehr und dann ging es ab in die Pampa. Ich weiß nicht ob es der normale Straßenverlauf nach Bagan war oder ob da Abkürzungen oder Mautfreie Straßen bevorzugt wurden... es ging jedenfalls im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein..... aber immer auf einer Straße. Mittags hatten wir einen Stop im Burmesischen "Eurorast"..... da wir ein bisserl Hunger hatten bestellte ich auf gut Glück Nudeln..... die extrem lecker waren....... unsere französischen Mitreisenden haben daraufhin alle gesagt sie wollen das auch.... und alle hatten letztlich irgendwas ganz anderes :aetsch

Weiter ging es.... wir sahen wie der Fahrer Maut bezahlte.. und ich sagte im Scherz vorbei ists mit der Autobahn.... jetzt wird die Straße schlecht (gut war sie davor ja schon nicht) und wie so oft im Leben... hatte ich zu meinem eigenen Kummer recht!!!!!! Wir fuhren nur mehr auf Sandpisten, zwischenzeitlich sahen wir (und vor allem rochen wir) das von ganz vorn bis zu uns ein Riss am Boden des Busses war aus dem die Dämpfe des Motors zu uns rauf kamen.... irgendwann begannen wir ausgtrocknete und auch nicht ausgetrocknete Fluss-Betten zu durchqueren das es eine Freude war das Wasser auf eigener Höhe zu sehen...... dann kam der Augenblick der mein Herz wirklich entzückte.... wir nutzten eine Eisenbahnbrücke zum überqueren eines größeren Flusslaufes...... das hatte ein ganz eigenes Flair für mich als Eisenbahnerin).... und nach schütteln und rütteln und fast ersticken und manchem Hüpfer bis zur Busdecke (und das jetzt ohne jede Übertreibung... witzigerweise konnte ich trotzdem oder gerade deswegen auf den letzten KM einschlafen) kamen wir zum Check-Point Bagan. In Myanmar wird das ja ziemlich geschickt gemacht..... will man in eine spezielle Region mit vielen tollen Tempeln etc. zahlt man bereits bei der Anreise... sonst kommt man gar nicht rein.... deshalb brauchen sie dann vor Ort kaum Kontrollen.... weil eh schon abkassiert wurde.

Weiter zur Busstation von Nyaung Oo und erst mal raus aus dem Bus, inzwischen war es ca 3 Uhr Nachmittag und ich hatte mir bereits einige mögliche Guesthouses aus dem braven Loose rausgesucht. Wir hatten uns entschieden in dem Ort zu bleiben, da es zwar ein bisserl weiter zu den Sehenswürdigkeiten war, man aber abends gut essen und ein wenig bummeln konnte..... das war in Altbagan nicht der Fall und in Neubagan sah es auf der Karte auch so aus als ob alles relativ weit auseinander läge. Ich also mal wieder mit meinem üblichen: First a Zigarette alle möglichen und unmöglichen Schlepper, Nepper und Bauernfänger abgewehrt und mal die Lage gecheckt. Bus und Hotels waren ca. 1-2 km auseinander.... es war heiß, staubig und irgendwie waren wir von der Sitzerei müde... also zu Fuss nicht lustig.... doch auf einen der Horsecardriver einlassen..... einer war uns a. sympathisch, b. höflich und c. er hatte viollette Überzüge am Schaumstoff der Sitze :kugel 3 wirklich gute Gründe ihm zu vertrauen!!!!! Pink wär natürlich die Steigerung gewesen... aber man kann ja im Leben nicht alles haben...... er brachte uns dann auf direktem Weg zum Guest House New Heaven... wir bekamen den letzten der Guten Bungalows..... um 18 Dollar die Nacht waren wir wirkich zufrieden...... kein Luxus aber für uns ganz in Ordnung. Auf dem Weg in der kleinen Kutsche fiel mir auf, dass jedesmal wenn unser Horsecardriver mit mir redete ein unangenehmer Geruch verströmt wurde.... er war aber sonst so nett, dass wir für den nächsten Tag die Rundfahrt mit ihm buchten... ich hab mir aber vorgenommen ihm gleich in der Früh einen Kaugummi anzubieten. Witzigerweise war am nächsten Tag der Mundgeruch von ihm gänzlich weg...... und wir verlebten einen tollen Tag. :klatsch
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ef-boy
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Antwort #7 - 28.01.12 um 14:01:26
 
Angelina, du schreibst so toll! Bitte weitermachen!!!
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mannu
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Antwort #8 - 28.01.12 um 16:33:12
 
Das stand wohl nicht im Loose, dass die Horsecardriver mit lila Sitzbezügen im allgemeinen unter schlechtem Atem leiden?  Laut lachend Du bist noch nicht zurück... da freue ich mich auf den nächsten Teil! Hast du eigentlich ein Reisetagebuch geführt? Schon bewundernswert, wie ausführlich und humorvoll du schreibst.
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angelina68
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Antwort #9 - 28.01.12 um 21:13:26
 
Nein... kein Reisetagebuch.... aber von unterwegs immer wieder Emails für die Familie.. und wenn mir was mal nicht genau einfällt, dann les ich da nach.... heut (noch?) keine Fortsetzung des Reiseberichtes.... aber weil Ihr mir so ein liebes Feedback gebt hab ich mal einige Fotos hochgeladen... hoffe das hat auch so funktioniert. Bin halt liebevoller Amateur und keinesfalls ein richtiger Hobbyfotograf.... nicht alles perfekt, aber dafür immer aus meiner Sicht des Lebens fotografiert.

Viel Spass

Angi

Hier der Link:

https://picasaweb.google.com/109313732775629960820?authkey=Gv1sRgCP-gyNbg-NmE8gE
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angelina68
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Antwort #10 - 30.01.12 um 04:23:13
 
Ach ja...... nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, erklärte sich mir auch warum sie im Bus um unsere sauberen Koffer diese extrem staubige und dreckige Plane gewickelt hatten........... ca. 1/3 meines Kofferinhalts war klatschnass.... aber es hat nichts wirklich wichtiges erwischt und es war auch zum Glück nichts kaputt. Also war erstmal Koffer ausräumen und alles trocknen bzw. durchspülen und dann trocknen angesagt. Bekanntermaßen macht "Hausarbeit" ja durstig.... also sind wir erst mal das Dörfchen erkunden gegangen. Fand es grad richtig, nicht zu viel oder zu aufdringlichen Touri-Kram, aber eine angenehme Infrastruktur... alles was des Touris Herz höher schlagen läßt war erhältlich. Natürlich lief uns unsere Französin auch schon wieder vor die Füße und jammerte welch schlechtes Zimmer sie habe und wie mies es hier sei!!!!!!!! Naja, ich find manche Leute läßt man halt reden und schaut, dass man schnell wieder Meter gewinnt.

Weiter mit dem tollen nächsten Tag auf dem Horsecar... es gibt kaum was angenehmeres als in gemächlichem Tempo durch die Felder von Tempel zu Tempel zu fahren. Außerdem war meine arme Mama ein bisserl verkühlt..... da wir ja den Riss im Boden des Busses hatten wurde zwecks Lüftung die Dachlucke offengelassen... und wir in der letzten Reihe bekamen die ganze Zugluft ab. Jedenfalls war mit dem Horsecar trotzdem gemütliches Tempelschauen möglich.....Kann ich wirklich jedem nur empfehlen. Zwecks Sonnenschutz hatte ich einen Strohhut (nat. mit pinker Rose) auf.... der mir aber bald zu lästig war beim Rumkraxeln in den Tempel(n).... darum lies ich ihn in der Kutsche liegen.... als wir retour kamen, hatte unser Horsecardriver voller Stolz meinen Hut auf... und ich muss sagen, er stand ihm sehr gut. :wai Ich sagte ihm, wenn ihm mein Hut so gut gefällt darf er ihn behalten... er darauf: but i´m no woman... Ich: dann schenk ich die pinke Rose deinem Pferd (seine Freundin wie er uns erklärte) und den Hut Dir. Also wen jemand ein Pferd mit pinker Stoffrose und einen Kutscher mit Strohhut sieht... schönen Gruß von den crazy Austrian Ladys.

Nachmittags erklärte ich ihm, dass ich zwar noch gern einiges PAgoden anschauen wollen würde, aber meine Leber unbedingt ein Bier möchte. Er rief: Oh my Buddha... und wär vor Lachen beinahe vom Kutschbock gefallen. Aber so schnell durften wir unseren Durst nicht stillen... erst mußten wir noch 2-3 besonders tolle Tempel anschauen. Dann brachte er uns zu einem vegatarischen Restaurant mitten in Alt Bagan mit Blick auf einige Pagoden..... einfach, aber extrem liebevoll geführt und wir tranken alle drei gemütlich ein Bierchen und wir haben ihm einen kleinen Schwips angehängt...... er war nach drei Schluck schon leicht angeheitert.... aber auf eine nette Art. Am nächsten Tag wollten wir die Gegend auf Fahrrädern erkunden.... haben die im und nahe beim Dorf gelegenen Monumente abgeklappert... dann im vegetarischen Restaurant vom Vortag Mittag gemacht und weil der Schnupfen meiner Mama doch ein bisserl Kräftezehrend war sind wir dann "heimgefahren" und haben ein wunderbares Nachmittagsschläfchen gehalten. Da wir vom ersten Tag an von Früh bis Spät unterwegs waren, tat uns das beiden gut. Abends haben wir dann unser letztes Treffen mit unserer Französin gehabt. Wir waren in unserem inzwischen schon fast Bier-Stammlokal.. frisch gezapft das Glas um 60 Cent, was will man mehr..... und die hatten vorn auf der Straße einen kleinen Grillstand.... und Mama sah die leckeren Kugel-Würstchen die es in Thailand an jeder Ecke gibt (dachten wir zumindest) und bestellte einen Spieß zum Probieren. Und bekam von den Jungs am Grill einen befremdlichen Blick mit der Frage: NUR einen dieser Spieße??? Mama voller Vorfreude: Ja, bitte und kam retour zu mir an den Tisch. Da kam unsere Französin und jammerte herum... das indische Restaurant sei eine Katastrophe, im Hotel wohnen Russen die stören ihren Schlaf etc....... in dem Moment wurde unser Spießchen serviert... Mama und ich voller Freude probiert... uns angeschaut.... und schallend gelacht.... unsere Französin: Oh... is this garlic???? und wir darauf: Yes.... und weg war sie... noch ganz schnell ein: have a nice trip... und wir haben sie nie wieder gesehen.... Vampire reagieren doch so,oder??? :aetsch (Übrigens der Grillknoblauch war richtig lecker... aber riesige Zehen die wirklich wie Kugeln aussahen... fast so wie der bei uns erhältliche chinesische Knoblauch)

Für den nächsten Tag hatten wir einen Ausflug zum Mount Popa übers Guest House gebucht. Aber dieses Abenteuer erzähl ich in der Fortsetzung.
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angelina68
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Antwort #11 - 24.02.12 um 23:35:26
 
Als erstes muss ich mich für die lange Schreibpause entschuldigen.... ich weiß ja nicht ob das zählt, aber zuerst hatte ich Probleme mit den Zähnen, danach hab ich eigentlich nur noch Dauerdienst im Tag- und Nachtschichtwechsel mit wirklich anstrengenden Zeiten vor insgesamt 11 Bildschirmen zum Steuern und Kontrollieren.... durch den irren Schneefall heuer hatten wir nur mehr Probleme um überhaupt in die Arbeit zu kommen... und dann erst recht Probleme den Zugverkehr wenigstens halbwegs am Laufen zu halten. Und irgendwie war mir dann in der spärlichen Freizeit nicht danach mich wieder an den PC zu setzen und zu "arbeiten" . Aber heut dacht ich mir.... was Frau anfängt macht sie auch fertig Zwinkernd

Also weiter ging es mit dem Mount Popa. Wir teilten uns den Minibus mit einem Paar aus Israel und einem jungen Bäcker aus Wien... waren frohgemut und sagten noch wir hätten uns ein schlechteres Gefährt vorgestellt... und was wir doch für ein Glück mit dem ziemlich gut in Schuss aussehenden Minibus haben.... nun ja... der Schein trügt öfter als einem Lieb sein kann. Nach ca einer halben Stunde roch es irgendwie verbrannt und als unser Fahrer stopte und sich den (unter dem Beifahrersitz liegenden) Motor anschauen wollte hab ich ihm doch freundlich wie ich nun mal bin den sitz gehalten, dass er nicht immer zurückklappt. Meine Mama wollte dann ein Foto machen... und hat genau in dem Moment auf den Auslöser gedrückt in dem unser Fahrer eine halbe Flasche Wasser auf den glühenden Motor gelehrt hat..... ich im Dampfbadbus in Myanmar..... heut lach ich darüber.... aber damals ging mir ganz schön die Pumpe... bin dann auch fluchtartig aus dem Bus raus... hallo.... das sagt einem doch der Hausverstand wenn man schon in Physik nicht aufgepasst hat: Kaltes Wasser + glühendes Metal...... Dampfwolke!!!!!!!!!!!!

'Jedenfalls ging es dann wieder weiter, unterwegs hat er noch einige Male Wasser nachgefüllt... ich hab den Sitz nicht mehr gehalten. Freundlich gern, lebensmüde noch nicht!!! unterwegs machten wir noch einen Stop bei einer Palmfactory.... dort gab es Palmschnaps und Zucker und Öl und alles mögliche. Ganz interessant... aber kein Muss in meinen Augen. Und ich bin eh immer froh über eine kleine Rauchpause, wenn die Fahrt länger als 2 Stunden ist. Aber irgendwann sind wir dann doch am Mount Popa angekommen. Kurz vorher machten wir noch einen Fotostop... und dort war ein ausgebrannter Pickup.... wir waren plötzlich alles sehr froh über unseren Minibus.

Jedenfalls ging es durch Andenken- und Devotionalienshops und einige Affenherden bergauf über viele viele Stufen. Wir wollten die anderen nicht behindern und sagten wir kommen langsam nach. Aber scheinbar war deren Kondi nicht besser als unsere....... weil wir letztlich gleichzeitig oben ankamen. Unterwegs sind einige ganz nette Nischen und kleine Bet-Stätten.... nichts wirklich antikes, aber dafür sehr heilig für die Einheimischen und mit einem eigenen Reiz... vor allem alles sehr lebendig.

Oben angekommen hat man einen fantastischen Ausblick auf andere Bergerl, Ebenen und Flüsse. Dazwischen einige Dörfer und Tempel.... ein für uns willkommener Ausgleich zu den letzten reinen Tempel-Tagen. Nach ausgiebigem Geniessen der Fernsicht, des frischen (wirklich sehr frischen.. mal wieder froh um Jacke und lange Hose) Windes und der Heiligtümer am Gipfel machten wir uns auf zum um einiges schnelleren Abstieg, tranken noch ein burmesisches Sprite und dann ging es retour. Natürlich auch nicht ereignisslos............ diesmal hatten wir mitten in der Pampa einen Platten. Aber unser junger Driver hatte da schon Routine.... hat den Reifen in der Geschwindigkeit gewechselt in der ich noch nicht mal den Heber angebracht hätte.... und dabei dacht ich immer, ich sei technisch nicht unbegabt.

Zurück im Guesthouse sagte unser Hausherr uns er habe das mit dem morgigen Weiterflug regeln können... Vormittags zurück nach Yangon. Naja, perfekter ging es nicht. Also machten wir uns wieder mal auf, um den Abend bei gutem Essen und einigen Gläsern Bierchen im Holiday... unserer bevorzugten Bierkneipe mit auch gutem Essen und Barbecue... zu beenden.

Am nächsten Tag im Flieger hab ich die Myanmar-Times gelesen...... und war mehr als überrascht dort eine ganze Seite über eine Statue und Museum in der hintersten Steiermark zu sehen.... Arnie Schwarzenegger scheint wirklich berühmt in Burma zu sein.

Zurück in Yangon haben wir der Taximafia ein Schnippchen geschlagen indem wir ein ankommendes Taxi zurück in die Stadt angeheuert haben.... unterwegs waren links und rechts der Straße Menschenmassen... Schüler, Studenten, Militär, Polizei etc. Wir haben fleißig raus gewunken, alle haben zurückgewunken... und irgendwann hab ich dann zum Taxler gesagt: Ich wußte gar nicht, das wir bereits so berühmt sind, dass all die Leute unsere Rückkehr feiern (in Wirklichkeit ist irgendein chinesischer Minister wenn nicht gar Präsident angekommen... kurz nach uns Zwinkernd)

Da wir noch kein Zimmer vorgebucht hatten, haben wir uns ins Central bringen lassen.... mal wieder ein echtes Hotel war auch nicht schlecht... leider sagte sie am Check In das es nicht sicher sei, ob wir am nächsten Tag noch bleiben könnten. Also haben wir uns am Nachmittag auf Zimmersuche gemacht ... und wurden auch bald fündig.

Aber davon nächstes Mal.
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angelina68
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Antwort #12 - 06.03.12 um 13:41:03
 
Nachdem wir im Central das Zimmer bezogen hatten, war erstmal Check your Money angesagt..... es sah noch ganz gut aus..... Euro noch zur Genüge, Kyatt auch noch locker für die 4 Tage.... nur die Dollar wurden schön langsam knapp. Naja.... wenn wirklich ein Problem würden wir wohl eine Lösung suchen und finden. Da uns beim Check-In an der Rezeption gesagt wurde, dass das Zimmer nur für diese Nacht frei sei machten wir uns auf den Weg für die nächsten Tage ein anderes Hotel zu kriegen..... beim vierten Anlauf wurden wir fündig.... im Asia Plaza hatten sie noch ein nettes Zimmer mit Blick auf den Hauptbahnhof :huepf und die Shwedagon :klatsch für uns frei..... im Central war zwar das Frühstücksbuffet besser... aber in einem Innenhof ohne Fenster und ohne Frischluft.... im Asia Plaza machte die Aussicht im obersten Stockwerk dies allemal wett.....

Die wichtigsten Sachen hatten wir also abgearbeitet.... also kam nun wieder was Vergügliches an die Reihe.... mit der Ringbahn eine Runde um die Stadt.... mal wieder die einzigsten Touris weit und breit.... wir ein Highlight im Tag der Einheimischen... die Fahrt und der Kontakt mit den Leuten ein Highlight für uns...... durch Slums, Villen-Vororte, am (sah zumindest danach aus) Gefängnis vorbei, in vielen kleineren Bahnhöfen war Markttag am Bahnsteig, durch Reisfelder und schöne Landschaft eine dreistündige Fahrt um 1 Dollar..... war wirklich eine tolle Sache.... aber danach waren wir uns wieder mal einig... Durst ist schlimmer als Heimweh.... also erst mal auf die Suche nach was zu trinken. Fanden wir auch direkt neben der Straße Richtung Sule Pagode.... und hatten noch (zwar staubig, aber doch egal) all die Straßenszenen inklusive.

Zum Abendessen wollten wir uns an dem Abend was tolles gönnen. Ich hatte von dem Restaurant Sky irgendwas im obersten Stock des Sakura Tower gegenüber dem Traders Hotel gelesen.. und dachte das wär eine gute Idee.... war soweit auch ganz ok..... nur Mama´s Malayischer Nudeltopf war mit lauter Innereien.... für sie ok... für mich wärs ein No-Go gewesen.... mein westliches Menü war zwar lecker... aber wir haben letztlich x-mal so viel bezahlt wie in einem normalen Lokal an der Straße... aber die Aussicht war natürlich der Hammer schlechthin.

Am nächsten Tag zogen wir ins Plaza um.... und danch wollten wir mit dem lokalen Bus zum National Village am Rande der Stadt fahren.... laut Loose direkt bei der Sule Pagode Bus Nummer Soundso (keine Ahnung mehr Zwinkernd) ..... nur diesen Bus gab es irgendwie nicht... wir hin und her ... irgendwann im richtigen Bus.... der dann doch nicht der richtige war... wieder raus... dann kam ein wichtig aussehnder Bus-Was-auch-immer daher... und der hat seinem Assistenten gesagt er muss uns um drei Ecken zum richtigen Bus bringen..... der junge Mann also voraus... wir hintennach gehechtet... versucht ihn nicht bei all den Menschen zu verlieren... dann in den Bus... und ab gings fast eine Stunde raus aus der Stadt..... alle wollten uns hinsetzen lassen, waren wie immer in Burma extrem hilfsbereit.... ein Abenteuer an sich immer wieder mal mit wirklichen Local-Bussen rumzufahren. Unser Bus hielt am Hintereingang des Parks.... wir sind dann quer durch und haben uns Fahrräder (kein muss aber recht spassig) ausgeliehen und haben uns all die nachgebauten und umgesiedelten Häuser der verschiedenen Völksgruppen angeschaut.... war eine nette Abwechslung von den vielen Tempeln.... nichts extrem aufregendes.. aber irgendwie nett und gemütlich... und man fällt als westlicher Touri extrem auf... wir waren im ganzen Park die Einzigen... mal wieder Zwinkernd Nettes Detail am Rande: Es gibt eine Art Nachbau des Golden Rock.... und im Park darf man ihn dann auch als Frau berühren....

Zurück in Yangon hatten wir wie immer um die Uhrzeit Hunger und vor allem mal Durst... und haben im Global unser Stammlokal für die verbleibenden Tage gefunden..... immer was los... gute Mischung aus Touris und Locals.... immer Stimmung... bisserle Trubel, aber doch gemütlich..... genau so wie wir es am liebsten mögen.
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