Willkommen Gast. Bitte Einloggen oder Registrieren

   
Foren-ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrieren  
Seitenindex umschalten Seiten: 1
BURMA MACHT SICH FREI (Gelesen: 6474 mal)
reisemalo68
New Member
Offline
Beiträge: 7
13.10.11 um 20:50:53
 
Hallo "Burma Liebhaber",
falls Euch neben den praktischen Reisetips, auch noch ein wenig die aktuelle politische Lage in Myanmar interessiert....

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,791417,00.html

Nach oben
 
IP gespeichert  
kweli
Member***
Offline
Beiträge: 310
Antwort #1 - 14.10.11 um 20:12:16
 
irrawaddy.org ist ne bessere quelle als der spiegel...

aber ja die politische situation ist zurzeit höchst interessant
Nach oben
 
IP gespeichert  
silberruecken
New Member
Offline
Beiträge: 24
Antwort #2 - 15.10.11 um 16:02:41
 
Hi,
mit Freude habe ich diese Woche die Headlines dazu vernommen. Zumindest freut es mich für die, die jetzt wieder in Freiheit (oder wie man das in Myanmar nennen mag) sind.
Kann man nur hoffen, dass die restlichen politischen Gefangenen auch bald drausen sind. Wobei ich da doch sehr skeptisch bin ob die jetzige Regierung die Courage dazu hat.
Meine Frage geht zwar tlws. wieder in die Richtung Reiseinfo´s aber passt hoffentlich trotzdem hier rein.
Gibt es denn sonstige Veränderungen im Land, seit dem letzten Jahr die mir entgangen sind ? Sind denn mittlerer weile einige der "No Go Arreas" wieder zugänglich für Touristen ? Wie sieht es mit Grenzübergängen aus ? Hat sich da was getan ?
Viele Grüße
Euch
Nach oben
 
IP gespeichert  
kweli
Member***
Offline
Beiträge: 310
Antwort #3 - 15.10.11 um 16:52:23
 
Hat sich einiges getan:

- gibt jetzt in Yangon offizielle Geldwechselbüros
- Internet ist freier (d.h man kann fast alle Seiten öffnen, auch oppositions medien plattformen wie irrawaddy.org)
- Medienlandschaft generell geöffnet
- myitsome dam projekt wurde gestoppt
Nach oben
 
IP gespeichert  
alex63
Member**
Offline
Beiträge: 172
Antwort #4 - 16.10.11 um 08:10:57
 
kweli schrieb am 15.10.11 um 16:52:23:
Hat sich einiges getan:

- gibt jetzt in Yangon offizielle Geldwechselbüros
- Internet ist freier (d.h man kann fast alle Seiten öffnen, auch oppositions medien plattformen wie irrawaddy.org)
- Medienlandschaft generell geöffnet
- myitsome dam projekt wurde gestoppt



Wohl war, obwohl bzgl. myitsone viele Leute in Myanmar mehr das Wort "postponed" als das offiziell in den Nachrichten verkündete "suspended" benutzen, aber es gibt allerhand interessante Zeichen, dass sich etwas tut
Nach oben
 
IP gespeichert  
kweli
Member***
Offline
Beiträge: 310
Antwort #5 - 16.10.11 um 08:28:38
 
Naja Thein Shein hat für seine Amtszeit das Projekt gestoppt. Glaube kaum das die den Dam nicht bauen werden aber es geht ja darum das die Regierung mal das gemacht hat was das Volk will und zudem gezeigt hat das man keine Marionette Chinas ist.
Nach oben
 
IP gespeichert  
alex63
Member**
Offline
Beiträge: 172
Antwort #6 - 16.10.11 um 10:05:05
 
kweli schrieb am 16.10.11 um 08:28:38:
Naja Thein Shein hat für seine Amtszeit das Projekt gestoppt. Glaube kaum das die den Dam nicht bauen werden aber es geht ja darum das die Regierung mal das gemacht hat was das Volk will und zudem gezeigt hat das man keine Marionette Chinas ist.



der punkt mit China ist fast das interessanteste daran, hast recht (bislang wurde ja alles mögliche an China verkauft, inklusive der strom, der in Myanmar gemacht wird und eben aber dort nicht genutzt werden kann, weil er nach China, Thailand oder Indien geht)

interssant fand ich auch die begründung, dass myitsone eine "landmark" nicht nur für Kachin, sondern für ganz Myanmar ist und natürlich auch, dass man "auf das Volk hört". Trotzdem braucht es wohl noch ein wenig zeit zu sehen, ob U Thein Sein (und der rest der NPD gemeinde) ein wolf im schafspelz oder ein schaf im wolfspelz ist Smiley

Steht ja z.B. Asean vorsitz in 2014 an, da ist es schon geboten, ein paar zeichen zu setzen; und die "save the irrawady" geschichte beruhigt sich durch solche aktionen natürlich auch. im moment scheint die stimmung zwischen euphorie, hoffnung und skepsis zu liegen, je nachdem mit wem man spricht.
persönlich kann ich mir vorstellen, dass man einen weg einschlägt, der veränderungen ermöglicht, die das volk soweit beruhigen, dass es nicht zu "arabischen" verhältnissen kommt. denke ich an Bhutan, denke ich, dass es wohl möglichkeiten gibt, die befindlichkeit von bürgern nicht ausschliesslich monetär zu messen, ob myanmar für einen derartigen weg allerdings bereit ist oder vielleicht einfach auch zu groß, who knows.
Jedenfalls spannend, was im moment passiert.
Nach oben
 
IP gespeichert  
Nussi
Member*
Offline
Beiträge: 67
Antwort #7 - 27.11.11 um 22:06:04
 
Eigentlich nur Lug und Trug

wir waren in den Bergen um Hsipaw und Lashio unterwegs und haben uns dort mit ein paar Shan Reiseführern unterhalten.. von wegen von China langsam trennen etc blabla...

ganz im Gegenteil dort wird derzeit eine Gas Pipeline durchs Land gezogen und alles was nicht Niet und Nagelfest ist wird nach China verkauft ( Holze, Getreide, Reis, Früchte, Gemüse, etc etc. )
Nach oben
 
IP gespeichert  
Rosakaninchen
New Member
Offline
Beiträge: 24
Antwort #8 - 02.12.11 um 18:58:33
 
Hillary Clinton in der gestrigen Tagesschau beim Besuch Myanmars (ab Minute 5:15):
http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts30544.html
Nach oben
 
IP gespeichert  
sahrapa92
New Member
Offline
Beiträge: 7
Antwort #9 - 07.03.12 um 05:20:07
 
@ nussi,
oh, da waren wir ja zur selben zeit am selben ort. Zwinkernd
was du berichtest, so ists, dazu wird noch mit anderen produkten gehandelt.......
aber dadurch ist der shanstate verhältnismäßig reich, in zipphaw gibts gar richtige restaurants für einheimische, burmesen aus anderen landesteilen finden hier arbeit.
den bau der gaspipeline habe ich auch registriert, aber , was ist daran schlimm? obwohl die meisten arbeiter chinesen sind, werden auch burmesen vom bau profitieren.
sahra
Nach oben
 
IP gespeichert  
kweli
Member***
Offline
Beiträge: 310
Antwort #10 - 07.03.12 um 07:58:49
 
sahrapa92 schrieb am 07.03.12 um 05:20:07:
obwohl die meisten arbeiter chinesen sind, werden auch burmesen vom bau profitieren.
sahra


klar than shwe und co profitieren sicher davon...

und der grund waurm die pipeline schlecht ist:

sie geht durch gebiete der minderheiten die unter gewalt vertrieben wurden um für den bau der pipeline platz zu machen

http://www.irrawaddy.org/article.php?art_id=23128

"“Thousands of acres of farm lands have been confiscated in Arakan and Shan states and Magwe and Mandalay divisions to clear the way for the pipeline corridor and related infrastructure. The livelihoods of local fishing families in Arakan State have been destroyed due to development of offshore infrastructure for the project.”"

"“Resentment of these pipelines is growing day by day. Thein Sein should listen to the will of the people,” said Shwe Gas Movement's Wong Aung. “Under the current unaccountable structure, gas monies from the project will only feed corruption and not benefit the people.”"

"Activists from 130 groups put their names to the open letter, which strongly condemned the confiscation of thousands of acres of farmland for the project, and the military offensives against ethnic armies in the pipeline corridor in northern Shan State. "

Aber ja: Diese Pipeline ist ne tolle Sache  Augenrollen 
Die Toten und Vertriebenen stören ja nicht, schließlich ist Myanmar jetzt eine tolle Demokratie...

Sehr informativ ist übrigends diese Seite: http://www.shwe.org/

Nach oben
 
IP gespeichert  
Seitenindex umschalten Seiten: 1
  « Foren-Übersicht ‹ Forum Nach oben