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Reise-Erfahrungen in Myanmar (Gelesen: 4006 mal)
Falki
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Beiträge: 153
28.12.09 um 21:29:52
 
Nachdem ich mir so viele nützliche Tipps wähend der Vorbereitung zu meiner Reise nach Myanmar aus dem Forum geholt habe,  will ich nun auch einen kurzen Bericht meiner Reise im November hier veröffentlichen.

Da ich meine Reise nach Asien mit dem Besuch von Freunden in Singapore kombiniern wollte, bin ich von dort aus mit Silk Air nach Yangon geflogen..

In Yangon habe ich 2 Nächte im Panorama Hotel verbracht. Die Lage Nähe Sule Pagode war gut und das Hotel im Preis-Leistungs-Verhältnis ok mit sehr nettem Personal. Ich konnte ebenfalls nicht am Scott Markt tauschen, da dieser bei unserer Ankunft am Sonntag als auch am nächsten Tag (montags) geschlossen hatte. So haben wir einen Teil bei einem Geldwechsler bei der Sule Pagode getauscht (Kurs: 1 USD = 1.070 Kyat) und einen Teil zu einem nur wenig schlechteren Kurs (1 USD = 1.050 Kyat) Hotel. Bei den Geldwechslern ist wirklich äußerste Vorsicht geboten, da sie versuchen, ein paar Schein zu unterschlagen. Also unbedingt selbst nachzählen und das Geldbündel nicht nur vorzählen lassen !!!

Von Yangon aus ging es mit Yangon Airways nach Bagan. Wir war ich im Golden Village Inn in Nyaun U, einem netten Guesthouse mit hübschen Bungalows und eigener kleiner Terasse.  Für USD 16,-- gab es auch ein leckeres Frühstück mit Toast, Marmelade, Rührei und viel frischem Obst.. Dort haben wir einen netten Pferdekutschen-Besitzer getroffen und Aung Saw hat uns dann die nächsten beiden Tage mit seinem Pferd zu zahlreichen Pagoden geführt und viel Interessantes zu erzählen gewußt. Auch die Plätze zum Sonnenuntergang, zu denen er uns gebracht hat, waren grandios und von „Massen“ an Touristen dort nichts zu spüren.Wir waren teilweise alleine dort oder mit max. fünf / sechs anderen.

Von Bagan aus sind wir mit dem Malikha Speed Boat nach Mandalay gefahren. Gekühlte Getränke gab es ausreichend an Bord und mittags wurdem auf Bestellung für einen vernünftigen. Das Boot fuhr nur jeden 2. Tag und es benötigte flußaufwärts 11 Stunden. Aber wir waren gewarnt und fanden die Fahrt entspannend und alles andere als langweilig.

In Mandalay wohnten wir in der Peacock Lodge, einem wirklich hübschen Guesthouse mit eigenem schönen Garten. Dort wird auch das Abendessen serviert, wenn man dort essen möchte. Wir haben es ausprobiert und es war sehr köstlich !!  Das Besitzer-Ehepaar ist sehr nett und hilfsbereit. Von Mandalay aus haben wir eine Tour zur U-Bein Bridge gemacht, was einer der Höhepunkte unserer Reise war, da wir das Glück hatten, die einzigen Touristen dort zu sein und so die Stimmung geniesen konnten. Außerdem haben wir uns Sagaing (schön), Inwa (enttäuschend) und Migon (lohnenswert) angeschaut.

Danach ging es mit einem Inlandsflug der Yangon Airways  weiter nach Heho und von dort aus zum Golden Island Village II. Das GIC II  liegt idyllisch auf dem Inle See ist aber über einen Steg mit dem Ufer verbunden, so daß man auch mal spazierengehen kann und sich im Dort mit Getränke und Snacks versorgen kann. Ein Lokal gibt es im Dorf nicht, so daß man im Hotel essen muß, was aber ok ist. Von anderen Touristen, die im GIC I weiter südlich am See gelegen gewohnt haben, haben wir erzählt bekommen, daß dort ab 4h morgens die aus Lautsprechern hallenden Gebete aus der nahen Pagode zu hören waren und so die Nachtruhe vorzeitig beendet war. Die besuchten Märkte in Indein und Nampan haben uns gur gefallen. Die Anzahl der touristischen Stände waren sehr überschaubar und haben sich weitestgehend auf den Randbereich der Märkte beschränkt.

Am Inle See haben wir Thu Thu kennengelernt, eine junge Frau, die vor kurzem eine eigene Travel Agency in Nyaung Shwe eröffnet hat. Sie spricht gutes Englisch und weiß viel über Land und Leute erzählen. Sie hat uns ans Stellen gebracht, die wir im Reiseführer nicht gefunden haben. Wir können Thu Thus’s Agency nur jedem empfehlen. Sie bietet auch mehrtägige Trecking Touren in die nahen Berge an. Hierzu hat unsere Zeit leider nicht gereicht. Die letzte Nacht vor dem Rückflug nach Yangon haben wir direkt in Nyaung Shwe verbracht. Das Aquarius Inn hat nette Besitzer und für USD 12,-- gibt es kleine aber hübsche Zimmer mit Ventilator und ein geniales Frühstück mit frischen Pancakes und Obst. Von Heho aus sind wir mit Yangon Airways zurück nach Yangon geflogen um von dort aus am nächsten Tag zum Golden Rock aufzubrechen. Für diese Tour hatten wir uns entschlossen einen Guide samt Fahrer zu nehmen. Leider war der Golden Rock genau zu diesem Zeitpunkt mit Matten verhüllt, weil die Goldene Farbe neu fixiert werden mußte. Das war zwar schade, aber man hat trotzdem einen Eindruck dieser Anlage bekommen. Im Vergleich zu anderen Pagoden geht es hier sehr trubelig zu und auf mich machte es mehr den Eindruck eines Freizeitparks als einer heiligen Stätte. Aber das empfindet wohl jeder anders.

Den letzten Tag haben wir dann nochmal im Panorama Hotel verbracht und am letzten Abend haben wir ncohmals die Shwedagon Pagode aufgesucht. Die Stimmung dort ist einfach bezaubernd, obwohl auch dort sehr viele Menschen sind.

Die Inlandsflüge sowie das Hotel in Yangon und am Inle Lake haben wir über Fascinating Land Travels (die von einem Deutschen geführt wird) gebucht. Sein Reisebüro kann ich jedem Myanmar-Reisenden sehr empfehlen. Er ist super auf unsere Wünsche eingegangen und wir haben uns auch während der Reise bestens von ihm betreut gefühlt. Und das, obwohl wir kein komplettes Tourprogramm bei ihm gebucht haben sondern „nur“ ein paar wenige Bausteine. Den Rest haben wir „vor Ort“ gemacht, was auch sehr gut geklappt hat.

Alles in allem war diese Reise ein wunderbares Erlebnis und ich bin mit vielen Eindrücken, die mich sicher noch lange begleiten, aus diesem herrlichen Land zurückgekommen. Und wie so viele andere vor mir habe auch ich die feste Absicht, Myanmar noch ein weiteres Mal zu bereisen.

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