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Helfen in Myanmar ? (Gelesen: 12622 mal)
FanLos
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Beiträge: 171
19.08.08 um 11:25:59
 
Wie kann man am effektivsten direkt vor Ort "etwas" helfen? D.h., ich würde z. B. ein Waisenhaus, Schule bzw. Schulheim o.ä. unterstützen. Nicht mit Geld sondern mit Nahrungsmitteln, Essen, Schulbedarf etc..  Oder sind Spenden in bar dann doch vorzuziehen? Ist das überhaupt von der Regierung gerne gesehen und problemlos möglich?

Vielleicht hat jemand Erfahrung, Tipps und kann mir ggf. "Anlaufstellen" in Yangon, Bagan und Bago nennen.

Geldspenden an Organisationen lehne ich ab.

LG
FanLos
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Hauke
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Beiträge: 64
Antwort #1 - 19.08.08 um 19:40:35
 
Hallo FanLos,
Deine Zurückhaltung großen Organisationen gegenüber mag ihre guten Gründe haben. Selber etwas direkt am Ort erreichen zu wollen ist aber nicht sehr einfach, denn sobald Du als hilfswilliger Tourist o. ä. erkannt wirst, steigen die Preise und die Intensität der Überwachachung wird deutlich zunehmen. Auch ist es für uns schwer einzuschätzen, was es in der jeweiligen Situation am nötigsten braucht. Wir haben über einen Bekannten (Auslandsburmese in Canada) Kontakte mit Organisationen, die im burmesischen Sinne "frei" operieren können. Diese haben wir in kleinem Rahmen nach dem Wirbelsturm unterstützt und sind uns sicher, dass das Geld in guten Händen ist und so gut es eben geht hilft. Wenn Du Interesse hast, melde Dich bitte mit einer PN, die Kontakte möchte ich nicht im I-Net veröffentlichen. Gebe in der PN bitte Deine e-mail an, ich schicke Dir dann ein paar Sachen/Kontakte, die mit unserer Aktion zu tun haben.

Gruss Hauke
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FanLos
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Beiträge: 171
Antwort #2 - 20.08.08 um 11:42:46
 
OK, Danke!

Habe das was ich mir eigentlich so dachte jetzt auf ananda-travel punkt com gefunden. So in etwas war auch meine Idee/Gedanke.

Geldüberweisungen auf Konten lehne ich ab.

LG
FanLos
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adi
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Beiträge: 84
Antwort #3 - 06.05.09 um 20:45:55
 
ich war lezten herbst (08) unter anderem in bagan. der tourismus ist krass eingebrochen und viele guides, fahrer, horscart owners, painters , tricycledrivers eben tourismus abhängige gelangen mehr und mehr in existentielle not und suchen überlebensalternativen.
zusammen mit meinem guide haben wir ein entwicklungshilfe porjetkt auf die beine gestellt- eine foodbank- heisst einen laden wo lebensmittel auf kredit gekauft,  in raten oder in rhytmen abbezahlt werden können; dies ohne grosse zinsen sondern mit einem preisaufschlag von 5%, dies hilft einem dorf von ca 2500 menschen das nackte überleben zu erleichtern. im april 09 war ich wieder da und habe mir die entwicklung angeschaut. der laden steht (finanzhilfe durch mich) und die die familie die ihn betreibt kann davon leben. allerdings können die nur beschränkt "kredite" vergeben da kein kapital vorhanden ist unterdessen weiter ein- und verkaufen zu können.  ebenfalls gibt es hin und wieder situationen wo die schulden nicht zurückgezahlt werden können (die hohe soziale kontrolle in so eng vernetzten dorfgemeinschaften verhindert das bescheissen vehement) für diese situationen suchen wir noch spender die das risiko des ladenbesitzers für begründetes nichtbezahlen  mittragen helfen, anders gesagt die schulden erlassen können. die schulden belaufen sich jeweils so auf 5 bis 50 US$.
sollte jemand interessiert sein diese miniprojekt mit zu unterstützen oder nach bagan reisen und bereit sein etwas geld zu transferieren meldet euch bitte per pm oder mail bei mir.
djesuba
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Denia
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Beiträge: 12
Antwort #4 - 15.06.10 um 22:17:14
 
Hallo,
ich hole das Thema mal wieder hervor.
Bis jetzt habe ich immer fleißig hier im Forum mitgelesen, aber noch nie was geschrieben.
Jetzt brauche ich Eure Hilfe bzw. Meinung. Ich möchte gerne eine Patenschaft für ein Kind übernehmen und zwar über den "Förderverein Myanmar". Kennt jemand den Verein und weiß wie er arbeitet? Vielleicht ist hier ja jemand bereits Mitglied? Oder hat hier jemand bereits über diesen Verein eine Patenschaft übernommen und kann mir seine Erfahrungen schildern?
Vorab schon mal vielen Dank für die Antworten.
Viele Grüße,
Denia
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Martina 57
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Beiträge: 11
Antwort #5 - 16.06.10 um 08:25:30
 
Hallo Denia,

ich habe an diesen Verein auch schon gependet. Ich kenne ein Ehepaar, das diesen Verein unterstützt und selbst ein Patenkind hat. Sie sind auch regelmäßig in Myanmar und besichtigen die Projekte des Vereins und besuchen ihr Patenkind.
Ich habe den Eindruck, dass diese Organisation schon seriös ist.

Viele Grüße
Martina
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Christiane
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Beiträge: 2
Antwort #6 - 16.06.10 um 18:30:56
 
Hallo,

eigentlich wollte ich ja einen neuen Thread zu dem Punkt "Hilfe in Myanmar" aufmachen. Aber erstmal kurz zu Denia und dem Patenschaftsphänomen. Als Privatperson und "Vereinsvorstand" konnte ich nämlich einige Erfahrung mit diesem Thema machen.
Nun gut, grundsätzlich sind Patenschaften "blinde" Spenden, die nach meiner Erfahrung stets im großen Topf landen und nicht bei den Patenkindern selbst. Die meisten deutschen Vereine könnten ohnehin nicht Patenkinder "direkt" vermitteln, da sie auf Partner in Myanmar angewiesen sind und diese nicht kontrollieren können. Eine Freundin von mir musste vor kurzem ihr Patenschafts-Programm, das über 50 Kinder unterstützte, beenden, weil die Partnerorganisation ihr Geld über Jahre veruntreut hatte. Sie wird nun aller Voraussicht nach alle Pateneltern als Spender verlieren, obwohl diese ohnehin all die Jahre in einen Topf eingezahlt hatten ohne es zu wissen.
Patenschaften sind lediglich ein gutes Mittel, um Spenden ein Gesicht zu geben, jedoch nicht um Hilfe von Einzelperson zu Einzelperson zu ermöglichen.
Ich kenne den "Förderverein Myanmar" persönlich nicht, aber ich habe mich gefreut, dass auf seiner Seite erwähnt wird, dass die Spenden nicht an die Patenkinder geleitet werden - das liest man eher selten.

Letztlich empfehle ich Menschen, die persönlich und direkt helfen möchten, lieber selber "Hand anzulegen", da - wie gesagt - die meisten Vereine nicht nach den Vorstellungen der meisten Spender funktionieren. Wem es jedoch lediglich um "Spenden" geht, für den sind Patenschaften eine gute Idee.
---
Nun noch kurz zu uns: Wir selber geben aufgrund unserer Erfahrungen niemals Gelder an andere Vereine weiter. Wir leben im Grenzgebiet Shan-Staat/Thailand und können dort daher direkt und persönlich Hilfe leisten (wir fokussieren uns auf medizinische Hilfe in den Militär/Flüchtlingslagern der Shan). Einen Verein haben wir dazu gegründet, Menschen zusammenzubringen, die helfen möchten und nicht um Spenden zu sammeln. Wer somit Interesse daran hat, Ideen, Vorschläge oder auch Fragen zu dem "zweifelhaften" Verhalten vieler Vereine hier, kann mich gerne anschreiben. Mehr Infos gibt es auch unter
www.weltalswille.de

Mai Soong Kha,
Christiane
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arfe
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Beiträge: 134
Antwort #7 - 17.06.10 um 10:38:56
 

Den Förderverein Myanmar e.V. kann ich sehr empfehlen und ist auch absolut seriös und unterstütz viele Projekte in Myanmar. Der Verein ist transparent und im Vorstand sitzen Menschen, die auch Land und Leute in Myanmar kennen. Ich verbürge mich für die seriösität dieses Verein. Dieser Verein will und möchte helfen:

http://www.help-myanmar.net
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Denia
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Beiträge: 12
Antwort #8 - 17.06.10 um 22:08:02
 
Vielen Dank für Eure Antworten!
Mein Entschluß hat sich hiermit bekräftigt und ich habe mich für eine Patenschaft beim Förderverein Myanmar entschieden.

Gruß,

Denia
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Denia
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Beiträge: 12
Antwort #9 - 27.06.10 um 22:30:48
 
Hallo, ich halte Euch mal auf dem Laufenden und habe natürlich schon wieder eine Frage.
Ich habe jetzt den Namen meines Patenkindes erhalten: Su Pyae Nandar. Wißt Ihr, ob Su Pyae der Vorname und Nandar der Nachname ist oder evtl. andersrum? Ich schreibe gerade einen Brief und würde sie gerne korrekt ansprechen. Mal wieder danke für Eure Hilfe!  Smiley
Denia
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mmvo
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Beiträge: 10
Antwort #10 - 28.06.10 um 20:25:02
 
Hallo Denia

Es gibt keine Vor- und Familiennamen.Jeder in der Familie kann einen anderen Namen haben.Dein Patenkind ist ein Mädchen,dann sprech es mit Ma Su an,Ma wird bis ca. 30 Jahre für Mädchen und Frauen verwendet.

Gruss
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arfe
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Beiträge: 134
Antwort #11 - 30.06.10 um 18:02:33
 
mmvo schrieb am 28.06.10 um 20:25:02:
Hallo Denia

Es gibt keine Vor- und Familiennamen.Jeder in der Familie kann einen anderen Namen haben.Dein Patenkind ist ein Mädchen,dann sprech es mit Ma Su an,Ma wird bis ca. 30 Jahre für Mädchen und Frauen verwendet.

Gruss


Es könnte aber auch Nan sein.
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Denia
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Beiträge: 12
Antwort #12 - 30.06.10 um 22:00:25
 
Danke für die Antworten!
Kann ich nicht einfach "Dear Su" für die Anrede im Brief schreiben?  unentschlossen

Gruß, Denia
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mmvo
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Beiträge: 10
Antwort #13 - 01.07.10 um 21:08:24
 
Hallo

Die Anrede "Nan" ist im Shan und Kayin State gebräuchlich.Am besten ist Ma Su.Wenn nicht gerade Spitznamen genommen werden,wird immer Ma  verwendet, auch im Gespräch.

Gruss
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Vilietha
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Beiträge: 1
Antwort #14 - 14.07.12 um 11:18:17
 
Hallo zusammen,

ich war ebenfalls auf der Suche nach einer seriösen Organisation welche Patenschaften in Myanmar vermittelt, und bin insgesamt ebenfalls zu dem Schluss gekommen dass der Förderverein Myanmar einen ordentlichen Eindruck macht.

Ansonsten habe ich noch
* die Myanmar-Stiftung.de
* Patenherz.de
* WorldVision.org
gefunden welche ebenfalls Patenschaften in Myanmar vermitteln und einen seriösen Eindruck machen.

Bisher war ich bei der Kindernothilfe gewesen, aber nun ist mein Patenkind 'erwachsen' geworden. Und die Kindernothilfe hat leider noch keine Projekte in Myanmar.

Viele Grüße,
Vilietha
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