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Vorsicht, Mönch!!!??? -schlaglicht 4 (Gelesen: 3207 mal)
big4
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Beiträge: 360
03.06.07 um 20:12:27
 

Dass die „mönche“, die in bagan  mit den touristen eine pagode besteigen, um sich dort  fotogen  ins bild zu stellen, um  backshish zu erhalten, keine mönche sind, dürfte ja schon jeder heraus gefunden haben.

Dass aber so gut wie alle mönche, die touris nach einer gabe ansprechen, keine „echten mönche“ sind, habe ich auch nicht gewusst.
Einige erlebnisse/beobachtungen haben mich aber  stutzig gemacht und zum nachdenken und nachfragen animiert:

Wenn in nyaung shwe (inle) feiste, in der nase bohrende und mit dem handy telefonioerende menschen in mönchsrobe nachts um 10 computerspiele in irgendwelchen shops spielen, habe ich mich schon gefragt, ob man mit buddha nur über das handy kontakt halten kann.

Wenn sich in chaunghtha solche, als mönch  verkleideten menschen, vor meinem balkon mit bettelschale hinstellen, aber die zu dem zeitpunkt eher teuren apfelsinen ausschlagen und gezielt mit einem gewinnenden lächeln  nach MONEY oder DONATION fragen, fallen doch einige touris darauf rein!

Wenn touris  1000k geben mit der massgabe, sich das geld zu teilen und dann sieht, wie eine rennerei und schlägerei unter den „mönchen“ entsteht, dem einen das geld abzujagen, kommen ihnen manchmal in der umgebung  nicht mal zweifel, dass es sich nicht um das morgendliche ritual handelt, speisen zu sammeln.

Oder, wenn an belebten stellen in yangon „mönche“ den ganzen tag mit der reisschale stehen, diese schale aber nicht dazu geeignet ist, speisen aufzunehmen.

Will sagen: nicht überall, wo „mönch“ draufsteht, ist auch „mönch“ drin!

Jeder muss für sich entscheiden, wie er auf begegnungen mit mönchen reagiert.
Ich habe für mich festgestellt, dass ich bei meinen kurzaufenthalten eher neugierig bis tolerant reagiert habe und mir keine gedanken über einige beobachtungen gemacht habe.
Als ich länger dort war, habe ich sensibler, manchmal genervter  reagiert, wenn  sich immer wieder welche in ihrer verkleidung anschickten, mich täuschen zu wollen.
Weil viele touris darauf reinfallen und geld geben, sind einige „mönche“ irritiert, wenn einer (ICH) nichts gibt, was dann oft zu nachdrücklicherem fordern  führt.
Mit bettlern im allgemeinen habe ich keine probleme; mit kahl geschorenen, barfüßigen bettlern in mönchsverkleidung , schon.










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idontknow
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Beiträge: 3
Antwort #1 - 04.06.07 um 10:23:57
 
Ich habe es einfach so gemacht, dass ich den Mönchen etwas gegeben habe, denen auch die Einheimischen etwas gegeben haben. Auch bei der Höhe des Betrages habe ich zuerst die Leute beobachtet.
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Soulskier76
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Beiträge: 513
Antwort #2 - 05.06.07 um 12:49:23
 
nur mal ne dumme Frage.
Wie unterscheiden sich denn Mönche und Novizen vom Aussehen her?
Kann es sein, dass die buddhistischen Vorschriften für Novizen nicht so eng sind?
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big4
Member***
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Beiträge: 360
Antwort #3 - 05.06.07 um 20:48:10
 
hi soulskier,
du hast recht, genau das ist der gleiche punkt...viele jugendliche machen sich ja auch diesen spass der verkleidung um abzuzocken!! du siehst ihnen nicht an, ob sie novizen sind, oder bettler in verkleidung, oder....
ihr verhalten bestimmt die einordnung; meine freunde/bekannten sagen mir beim spaziergang, wer "echt" und wer "unecht" ist. die sehen das am verhalten konform den buddhistischen regeln und dem auftreten. meine augen sind da eher blind.

genauso sehen die im strassenbild, welches mädchen anschafft und welches nicht!
ich sehe da nie unterschiede. dazu muss man aber wohl teil der gesellschaft sein, um diese feinheiten zu sehen; wir mit unseren besuchen werden immer "blind" bleiben gegenüber solchen einschätzungen. ich habe aber gemerkt, dass ich  in den 3 monaten viel sensibler gegenüber kleinste veränderungen wurde; als neuling im land ist der filter sehr , sehr grob, weil alles einen beeindruckt! das legt sich mit der zeit. jeder , der öfter kommt, filtert anders!
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kroto(Guest)
Gast
Antwort #4 - 25.06.07 um 16:08:41
 
Hallo,
auch mir ist so etwas auf dem Scott-Market passiert. Eine freundlich lächelnde Novizin sammelte unaufdringlich mit einer kleinen Schale Spenden. Ich weiß bis heute nicht, ob sie "echt" war. Ein umherlaufender Burmese sagte "she´s a nun". Ich dachte, hier kann ich auch was geben.
Nur an der Shwedagon rannten mehrere Kinden vor dem Südeingang im Mönchsgewändern rum und bettelten nach Money und Donation. Es lag mir sehr auf der Zunge, sie nach der Meinung Buddhas zu diesem Verhalten zu fragen.

Grüße Raik
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bluebasso
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Beiträge: 5
Antwort #5 - 29.07.07 um 16:47:20
 
Hallo,
einfach nur eine kurzes Feedback zu deinem Beitrag....

Wir haben bei unserer Reise bei aller gebotenen Skepsis einen sehr netten Kontakt  zu einem Mönch in Mandalay geknüpft (usu nanda), der uns sehr gölaubwürdig schien. Mittlerweile haben wir ihm Pakete geschickt, die auch angekommen sind (mit Stiften, Papier, Verbandsmaterial, einfache Medikamente,...).

Meiner Meinung nach, kann man schon irgendwie herausbekommen ob es sich um einen "echten" Mönch handelt. Nämlich dadurch indem man nach dem Kloster fragt und dieses vielleicht selbst besucht. Uns wurde ein solcher Besuch angeboten, was uns sehr glaubwürdig erschien. Natürlich gehört auch etwas Menschenkenntnis dazu.

Schwarze Schafe, wenn auch in Mönchsrobe, gibt es leider überall.
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Yogi Berger(Guest)
Gast
Antwort #6 - 28.08.07 um 10:52:26
 
Im Roman "Schatten über Burma" von Klaus Sebastian spielt auch ein "falscher" Mönch eine dubiose Rolle. (Empfehlenswert! Handelt in Yangon und am Inle-See). Anscheinend hat der Autor ähnliche Erfahrungen gemacht?
Man sollte freilich nicht auf Grund von Einzelfällen die Mehrzahl der seriösen Mönche herabwürdigen...
Bemerkenswert immerhin die Duldungsfähigkeit der Buddhisten, dass sie "es geschehen lassen"....

Lippen versiegelt
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