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2. schlaglicht- der für mich bewegenste moment (Gelesen: 1962 mal)
big4
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Beiträge: 360
31.05.07 um 22:45:35
 
Hallo,
Ich bin auch deshalb so lange im land gewesen, um längere zeit mit meiner freundin zu verbringen, als in den vorhergehenden jahren.
In diesem zusammenhang passierte es, dass eines tages meine freundin mit ihrer mutter ins hotel kamen.
Man muss sich vorstellen, dass die hotel lounge am späten vormittag gefüllt ist mit lauter „schönen“, gut gekleideten menschen, die aus- und einchecken.
In diese atmosphäre kommen mutter und tochter, die gleich die ganze aufmerksamkeit auf sich ziehen, weil sie die einzigen weiblichen, burmesisch sehr schlicht gekleideten menschen sind und tanaka im gesicht tragen.  (das personal ist in livree oder in uniform, die fahrer von taxis sind männlich, alle übrigen sind touris, wie ich).
Nachdem meine freundin ihrer mutter fotos gezeigt hat, die ich mitgebracht habe und die in vorhergehenden aufenthalten entstanden sind, kommt es schließlich nach einiger zeit zur verabschiedung zwischen den beiden!

Ich habe folgende szene noch vor augen und mir kamen in der situation der verabschiedung die  tränen ( vor dem hintergrund, welchen respekt  unsere kinder gegenüber ihren eltern zeigen):
Die mutter steht auf von ihrem sessel im voyee und die tochter kniet vor ihrer mutter nieder und  zeigt dadurch ihre tiefste ehrerbietung, wie sie es sonst nur in der pagode BUDDHA gegenüber tut, wenn sie sich 3 mal  auf knien tief verbeugt! (kein hände schütteln, kein küsschen auf die wange, keine umarmung zum abschied,… nur diese tiefen verbeugungen!)

Alle blicke im hotel-voyer sind auf diese szene gerichtet und diese einfache, bescheiden gekleidete frau wird durch diese geste zur „schönsten“ und respektiertesten person im raum; es wurde sehr still im angesicht dieser szene in der hotel-lounge!

Habe später erfahren, dass diese art der ehrerbietung  nur buddha, seiner schrift, den eltern, dem lehrer und dem mönch  (diesen 5) erwiesen wird. (beim mönch wird das ritual nur bestimmten, z.b. in der enklave lebenden mönchen entgegen gebracht.).
gruß
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